
Ein Sommer zwischen Abschied & Erwachsenwerden
🌅📚💭☀️🎓🫶🏼✨🍃 „Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens“ von Daisy Garrison hat für mich vor allem diese typische melancholische Coming-of-Age-Stimmung eingefangen, die man oft aus Jugendbüchern rund um den Schulabschluss kennt. Mina und Caplan stehen an einem Punkt, an dem plötzlich alles anders wird: Freundschaften verändern sich, Zukunftspläne machen Angst und man merkt, dass dieser eine Sommer nie wieder zurückkommt. Die Geschichte lebt dabei weniger von großen Ereignissen, sondern vielmehr von Gefühlen, Gedanken und dieser leisen Unsicherheit vor dem Erwachsenwerden. Besonders die Freundschaft zwischen den beiden Hauptfiguren wirkte glaubwürdig und authentisch, weil sie eben nicht komplett überdramatisiert wurde. Auch der Schreibstil ließ sich angenehm lesen und passt sehr gut zur eher ruhigen Atmosphäre des Buches. Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch emotional nicht ganz so abholen konnte, wie ich es vermutlich vor ein paar Jahren noch erlebt hätte. Ich glaube tatsächlich, dass ich die Geschichte mit 15 oder 16 deutlich mehr gefühlt hätte, weil viele Themen sehr stark auf ein jüngeres YA-Publikum zugeschnitten sind. Gerade die Selbstfindung, Zukunftsängste und die Dynamik zwischen den Figuren wirkten auf mich inzwischen teilweise etwas zu schlicht oder vorhersehbar. Außerdem passiert über weite Strecken nicht besonders viel Handlung. Wer eher schnelle Entwicklungen, viel Drama oder intensive Romance erwartet, könnte hier enttäuscht werden. Das Buch setzt deutlich mehr auf Stimmung und Nostalgie als auf Spannung. Insgesamt trotzdem eine schöne, ruhige Sommergeschichte für jüngere Leser:innen oder Fans von emotionalen Coming-of-Age-Büchern — nur war ich persönlich vermutlich nicht mehr ganz die richtige Zielgruppe dafür. ⭐️⭐️⭐️✨ von 5 Sternen
























