Zu Beginn des Buches war ich sehr neugierig und gespannt, was auf mich zukommt. Es wurde recht schnell klar, dass das Klima auf der Erde nicht mehr normal war und extreme Wetterschwankungen Gang und gebe ist. Durch ein Unwetter, das alles Leben was er kannte und seine Familie zerstört hat, kam Drdjuck zur Büffelherde. Er ist seitdem mit der Herde unterwegs und versucht zu überleben. Eines Tages trifft er auf andere deren Menschen die ihn "Gefangen" nehmen und zu ihrem Oberhaupt bringen. Die Moral und den Sinn von Drdjuck Reise ist sehr interessant und vielschichtig. Was er alles lernt und wie er es lernt, was er über die Menschen denkt und von den Tieren hält sind tiefgründig und sehr umfangreich. Die Menschen aus dem Clan, waren mir etwas zu verrückt und ihre Ideologie grenzen an Wahnvorstellungen. Das Buch ist für jüngere Leser empfohlen und ich versteh auch warum, aber ich hab mich manchmal ziemlich schwer mit den Gedanken, Handlungen oder Gesprächen getan. Nichtsdestotrotz eine außergewöhnliche Geschichte um die Erde und ihre Bewohner.

Faszinierende Dystopie für Jugendliche
"Feuer, Wasser, Erde, Sturm" spielt in einer Zukunft, in der die Welt, wie wir sie kennen, durch Stürme, Feuer und Überschwemmungen zerstört wurde. Die wenigen Menschen, die überlebt haben, sind den unberechenbaren Elementen ausgesetzt. Einer dieser Überlebenden ist Drdjuck, der zusammen mit einer Büffelherde gelernt hat mit den Stürmen und Überschwemmungen zu leben. Seine Geschichte, der Verlust seiner Familie und die Reise mit den Büffeln ist fesselnd und sehr bewegend. Der Schreibstil ist flüssig und spannend, hat jedoch im ersten Drittel einige Längen. Sind diese überwunden, nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf. Die Welt, die Boris Pfeiffer erschaffen hat, ist erschreckend und bedrückend. Die Menschen, auf die Drdjuck während seiner Reise trifft, sind zum Teil skurril, fast schon grotesk. Dabei wird aber immer wieder deutlich, dass die Menschen für die Zerstörung der Welt verantwortlich sind und die Reaktion der Natur dazu führt, dass nur diejenigen, die wie Drdjuck gelernt haben die Zeichen der Natur zu deuten und ihre Sinne schärfen, überleben können. Das Buch ist ein Appell an den Menschen mehr im Einklang mit der Natur zu leben und nur so viel zu nehmen, wie man wirklich braucht. Die Dystopie zeigt wie brutal Menschen sein können und ist deshalb eher für ältere Jugendliche ab ca. 14 Jahren oder sehr unerschrockene 12-Jährige geeignet, die sich für Themen wie Klimawandel und die Zukunft der Welt interessieren.
Toller Start, langatmige Mitte, sehr abruptes, aber fesselndes Ende. Viel Moral, was ich mochte, allerdings deutlich zu brutal und psycho für „ab 12 Jahren“.


