9. Okt.
Ein Buch der Gefühle
Rating:4.5

Ein Buch der Gefühle

Erst einmal muss ich sagen, dass dies hier ein ganz besonderes Buch ist. Der Klappentext hält sehr viele Informationen hinterm Zaun und das ist auch gut so. Denn diese Story besteht aus so viel mehr, als nur einen Tiger zu fangen. Zuallererst haben wir da die Protagonistin Lily. Ein Mädchen, dass mit ihrer Familie zu ihrer Halmoni (Oma auf Koreanisch) zieht. Erst dort verändert sich viel für sie. Ihre Halmoni war immer was Besonderes für sie, erzählte ihr koreanische Geschichten, kochte traditionelles Essen und war einfach für sie da. Jetzt ist es anders, weil ihre Halmoni erkrankt ist. Diese ist im Übrigen ein sehr faszinierender Mensch, ruhig und weise. Und somit beginnen die inneren Konflikte bei Lily. Sie trägt gefühlt die ganze Last und versucht zu helfen. Dabei wird ihr Leben noch durch die Vergangenheit überschattet. Dieses Buch ist ab 11 Jahren, aber ich glaube, erst, wenn es ein Erwachsener liest, versteht man die Bedeutung hinter der Geschichte. Hier gibt es viele Generationskonflikte, Tradition gegen Moderne und auch das Erwachsenwerden wird stark thematisiert. Und, dass man immer an ein bisschen Magie im Leben glauben sollte. Der Zusammenhalt der Familie kommt hier sehr stark heraus. Tränen sind garantiert, also Taschentücher bereitlegen beim Lesen. Fazit: Ein wahnsinnig gefühlvolles Buch mit aktuellen wichtigen Themen, über Veränderungen und den Familienzusammenhalt. Versteckt durch ein bisschen Magie, die mit der Realität verschwimmt. Ein absolutes Lesevergnügen, das ich gerne weiterempfehle.

Wie man einen Tiger fängt
Wie man einen Tiger fängtby Tae KellerDragonfly
21. Sept.
Rating:5

Ein wunderbar magisches, berührendes und einzigartiges Buch mit einer ganz tollen Geschichte und wundervollen Charakteren. Lily, die still, nachdenklich und sensibel war und deren Superkraft die Unsichtbarkeit war. Ihre große Schwester Sam, die furchtlos war und eine scharfe Zunge besaß. Die Mutter der beiden, die stark und liebevoll war. Da war der Umzug der kleinen Familie nach Sunbeam zu Halmoni, die Großmutter der Mädchen, verrückt war bei ihr normal, sie war warmherzig und aufbrausend. Und dann waren da noch der Junge Ricky, der Ideen sofort umsetze und sich gut in andere einfühlen konnte und Jensen, eine fröhliche Optimistin. Sie alle habe ich ins Herz geschlossen und sie alle waren ein Teil dieser Geschichte. Eine Geschichte über Freundschaft und Familie, über Verstehen und Gesehen werden, über Gefühle und Geheimnisse, über Krankheit und Trauer. Eine Geschichte in der es darum ging mutig zu sein, trotz Ängsten und Zweifel, sein bestes zu tun, wenn die Dinge sich veränderten und dass Hoffnung einen Preis hatte. Eine Geschichte mit Superhelden, einem Tigerschutzplan und einer Tigerfalle. Und natürlich mit dem Tiger, dieser war magisch. Genauso wie seine Geschichten, die an Märchen erinnerten. Auch an weiteren Stellen gab es Märchenmotive, die ich klasse fand. Da war der Vergleich der Bücherei mit dem Hexenhaus aus Hänsel und Gretel, den Süßigkeiten, die hier Muffins waren und keiner Hexe, dafür einem brummigen Weihnachtsmann. Außerdem ähnelte Lilys Lieblingsgeschichte Rotkäppchen, jedoch gab es keinen Wolf sondern einen Tiger, zwei Schwestern und Sonne und Mond. Das gab der Geschichte seine ganz eigene Magie. Und genau um die ging es am Ende auch. Darum die Magie zu bewahren und das Glauben manchmal das mutigste von allem war. Darum herauszufinden wer man war. In dem ganzen Buch waren so viele Weisheiten, Poesie und Zitate versteckt und ich habe es geliebt. Ganz besonders aber dieses Zitat von Joe, dem Besitzer der Bibliothek. Er sagte: ,,In einer Geschichte geht es nicht um Ordnung oder Überschaubarkeit. Da geht es um Gefühle. Und Gefühle folgen keiner Logik.“ Und diese Geschichte war voller Gefühle, genauso wie das Ende, das war gleichzeitig traurig aber auch so schön genauso wie das Nachwort der Autorin. Ein ganz besonderes Buch.

Wie man einen Tiger fängt
Wie man einen Tiger fängtby Tae KellerDragonfly
1. Mai
Rating:4

... als Tiger noch aufrecht gingen wie Menschen ... Zum Buch: Lily zieht mit ihrer Mutter und ihrer großen Schwester zu ihrer Halmoni. Ihre Großmutter ist krank, sehr krank und die Familie muss zusammenhalten. Da sieht Lily einen Tiger, der Tiger von dem ihre Halmoni immer erzählte als die Schwestern noch kleiner waren. Und der Tiger behauptet, Halmoni habe ihm Geschichten gestohlen und wenn er die zurückbekommen, bekommt Lilys Großmutter auch ihre Gesundheit zurück ... Meine Meinung: Mich sprach das Cover total an und auch die Kurzbeschreibung und Leseprobe waren vielversprechend. Nun kenne ich mich mit Koreanischen Geschichte und Märchen nicht aus und weiß daher nicht inwieweit die Geschichte mit den zwei Schwestern einer Legende entspricht oder von der Autorin erfunden wurde, ich hoffe ja, es ist eine Legende. Die Märchen, die Geschichten, die immer wieder erzählt wurden sind schön, erinnern zwar teilweise an die Märchen, die wir kennen, nur mit anderen Gebräuche, aber sie sind schön zu lesen. Die Geschichte rund um Lily und ihre Familie ist sehr berührend erzählt, eine Art Trauerbewältigung, ein besonderer Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Sehr einfühlsam, aber auch unterhaltend erfahren wir mehr über das Leben von Lily und ihrem neuen Freund Ricky. Freundschaft, Geschwisterzusammenhalt, Trauer und Freude, all das wird in eine schöne Geschichte gepackt. Nur mit dem empfohlenen Alter bin ich ein wenig skeptisch. Ich würde eher noch ein, zwei Jahre warten.

Wie man einen Tiger fängt
Wie man einen Tiger fängtby Tae KellerDragonfly