Eine ganz fantastisches Buch mit Sätzen, die seinesgleichen suchen und Menschen, die man vermisst, wenn man fertig ist.
Drei Vögel für Leo
Eine so wichtige Thematik, aber es konnte mich leider einfach nicht vollständig abholen.

Drei Vögel für Leo, die man einfach lieben muss 😍
Pina ist alleinerziehende Mutter eines autistischen Sohnes. Sie wohnen gemeinsam mit drei weiteren Bewohnern in der Hansastraße in Wuppertal. Die Hausbewohner kennen sich mehr oder weniger gut; das Wort Hausgemeinschaft wäre eher unpassend. Jeder hat seinen eigenen Tagesablauf, viele Worte werden untereinander nicht gewechselt. Und dann fällt Pina aus…. Was passiert nun mit Leo, 20, Hansastraße 22, ich werde Busfahrer? Aus der nicht bestehenden Hausgemeinschaft werden „Drei Vögel für Leo.“ Ich verspreche Euch, Ihr werdet jeden einzelnen lieben. Ein schönes Buch über Nachbarschaft, Freundschaft und die Wichtigkeit aufeinander aufzupassen. Eine Frage hat sich in dem Buch für mich leider nicht geklärt, die wichtigste Frage überhaupt: Ist Kurt Cobain Leos Vater 😂? Erbitte Aufklärung ☝🏻. Also lest alle dieses Buch ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein Highlight. Eine ganz besondere, zu Herzen gehende Geschichte. Zum Nachdenken. Behandelt viele wichtige Themen.
Ganz, ganz großartiges Buch- wie alle von Vera

Eine absolute Leseempfehlung!! ♡
• Pina fällt aus • Wenn du weißt, dass du für jemanden die ganze Welt bist Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch. Rezension: Ich habe seit langem nicht mehr so ein berührendes und herzerwärmendes Buch gelesen wie Pina fällt aus von Vera Zischke. Es erzählt mit unglaublich viel Wärme, Feingefühl und leisem Humor davon, was es bedeutet, füreinander Verantwortung zu übernehmen selbst dann, wenn man sich eigentlich gar nicht dazu bereit fühlt. Besonders Leo ist mir sofort ans Herz gewachsen. Seine Routinen, seine eigene Sicht auf die Welt und seine Verletzlichkeit sind so authentisch beschrieben, dass man jede Seite mit ihm mitfühlt. Gleichzeitig zeigt der Roman auf wunderschöne Weise, wie Menschen, die selbst mit ihren eigenen Problemen kämpfen, durch Begegnungen über sich hinauswachsen können. Zola, Wojtek und Inge wirken dabei nie künstlich oder überzeichnet, sondern wie echte Menschen mit Ecken, Fehlern und Sehnsüchten. Der Schreibstil von Vera Zischke ist ruhig, klar und trotzdem voller Emotionen. Sie schafft es, ernste Themen wie Einsamkeit, Überforderung und Anderssein mit einer solchen Leichtigkeit zu erzählen, dass das Buch trotz aller traurigen Momente niemals bedrückend wirkt. Stattdessen hinterlässt es Hoffnung, Wärme und das Gefühl, dass Gemeinschaft manchmal an den unerwartetsten Orten entsteht. Pina fällt aus ist ein Buch, das lange nachhallt. Es erinnert daran, wie wichtig Mitgefühl ist und dass selbst kleine Gesten für andere die ganze Welt bedeuten können. Für mich ein absolutes Herzensbuch und definitiv eines der schönsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Mir hat es richtig richtig richtig gut gefallen
𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠: Es war mein erstes Buch der Autorin und ich bin wirklich begeistert! Die Geschichte hat mich total zum Nachdenken gebracht und ist mir auch im Alltag immer wieder durch den Kopf gegangen. Die Figuren sind richtig gut geschrieben. So unterschiedlich und erstmal ein total zusammengewürfelter Haufen, aber genau das macht es wirklich aus. Es geht auch um die Konflikte der Nebenfiguren, die fand ich sehr gut dargestellt. Ich konnte die jeweilige Lage sehr gut nachvollziehen, denn der Schreibstil ist anschaulich und nah bei den Figuren. Leo ist dabei einfach Leo. Gerade wenn man sich ein bisschen mit Autismus auskennt, merkt man viele kleine Details, die echt gut getroffen sind. Das hat sich für mich sehr authentisch angefühlt. Mich hat das Buch auch persönlich berührt, weil es mich an meine Zeit im heilpädagogischen Kindergarten erinnert hat. Ich musste oft an quasi meinen Leo von damals denken und das hat das Ganze nochmal emotionaler gemacht. Ich habe beim Lesen tatsächlich ein paar Tränen verdrückt (im Positiven Sinne) und das passiert mir wirklich selten 🥺 Auch das Nachwort hat mir richtig gut gefallen und hat alles schön abgerundet. Für mich ein sehr ehrliches und besonderes Buch, das definitiv zu meinen Lieblingsbüchern gehört 🤍 5+/5⭐️
Ein wunderschönes Buch. Es beschreibt so toll, wienwichtig Inklusion ist und das es aber leider nicht wirklich funktioniert. Das Buch ist total toll, flüssig und auch humorvoll geschrieben. Es hat mich sehr gefesselt und zum Nachdenken gebracht.
Das Buch schafft es dem wichtigen Thema Inklusion einen Raum zu geben! Herzerwärmend! Ich habe gelacht und geweint🤩🥰
Pina ällt aus..... und das ist äußerst ungünstig als pflegende Person. Pina pflegt seit 20 Jahren ihren Sohn Leo der mit einer geistigen Behinderung zur Welt kam. Einen Vater gibt es nicht und auch sonst hat Pina nur flüchtige Bekannte um sich. In dem alten Mehrfamilienhaus weiß man zwar wer die Anderen sind, kennen tut man sich jedoch nicht.Eher hat man sich bisher eine Meinung gebildet. Pina landet im Krankenhaus und plötzlich steht Leo allein da. Die Hausbewohner müssen sich also mehr oder weniger darum kümmern was mit ihm passiert. Die Polizei fühlt sich nämlich nicht zuständig, schließlich sei Leo ja erwachsen. Wir erleben hier mit wie aus diesem Haufen Nachbarn eine echte Gemeinschaft wird. Ich mag garnicht so viel vorweg nehmen. Pinas Leben ist so nachvollziehbar. Was es bedeutet pflegende zu sein wird von der Autorin so super rüber gebracht. Leo mit all seinen " Eigenarten " in diesem Wirrwarr von "was machen wir denn jetzt" ist zwischendurch wirklich sehr unterhaltsam. Absolute Empfehlung fpr diese schöne Geschichte.
Mega Buch. Es behandelt ein Thema wo von es noch keinen Roman gibt. Liebe ihren Schreibstil und wie sie es schafft die Personen im Buch erzählen zu lassen. Es lässt sich so schnell lesen und man will es nicht mehr weg legen.

Drei schräge Vögel und ganz viel Liebe 🩵
„Es ist eine große Aufgabe, die Welt für jemanden passend zu machen, die nicht für ihn geschaffen ist. Und da sind sie nun. Eine alte Frau, ein wütendes Mädchen und ein Einsiedler, das ist alles, was diesem Jungen bleibt. Drei schräge Vögel.“ S. 125 🩵 Wer dreht die Welt für jemanden weiter, wenn man selbst es nicht mehr kann? Diese schmerzliche Erfahrung muss Pina machen, als sie eines Tages plötzlich auf einer Straßenkreuzung zusammenbricht. Zu Hause wartet ihr Sohn Leo auf sie - Leo, 20, Hansastraße 22, wird Busfahrer. Und während Pina im Klinikum um ihr Leben ringt, öffnen sich für Leo ganz unerwartet die Türen und Herzen seiner Nachbar:innen (wortwörtlich). 🩵 Das war mein erstes Buch von @verazischke und es hatte mich vom ersten Moment an. Berührend und federleicht schrieb Vera von Menschen, die das Leben trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) ihrer Unterschiedlichkeit bunt zusammengewürfelt hat: Inge, 86, ist eigentlich längst bereit zu gehen. Wojtek, Mitte 30, mag es gerne ruhig. Und die 16-jährige Zola ist so wütend auf ihren Vater oder vielleicht auch auf das Leben selbst. Und dann ist da noch Leo; Leo, der in seiner eigenen Welt lebt. Was mir unendlich gut gefallen hat, war, dass man anfangs denken könnte, er bräuchte seine Nachbar:innen, doch am Ende brauchen eigentlich sie alle einander. Diese Botschaft transportierte das Buch auf eine ganz sanfte, ganz liebevolle Weise, schreckte jedoch auch nie vor den unbequemen Fragen zurück. Es war nicht laut, sondern leise, und doch voller Gefühl zwischen den Zeilen. Ich habe beim Lesen gelächelt, am Ende geweint und vor allem ganz viel Herzklopfen gehabt. 🩵 Zurückgelassen hat mich „Pina fällt aus“ mit Wärme im Bauch und der Hoffnung, dass Menschen am Ende doch aufeinander aufpassen - eine ganz große Empfehlung für diese besondere Geschichte.
Lesenswertes Buch
Das Buch hat mir gut gefallen aber es hat mir auch etwas gefehlt für die vollen ⭐⭐⭐⭐⭐ Ich hatte das Buch in kürzester Zeit durch, weil es sich wirklich gut lesen lässt. Die Charaktere sind gut beschrieben. Phasenweise plätschert es auch so vor sich hin. Ob es authentisch ist, kann ich nicht beurteilen. Aber alles in allem ist es ein lesenswertes Buch.
Eine richtig schöne liebevolle Geschichte mit vielen wichtigen Themen🫶🏼
Empfehlung.
Klare Empfehlung für alle. Das Buch besticht mit der Art und Weise, wie es erzählt wird. Immer aus verschiedenen Perspektiven, so bekommt man Einblick in alle Gefühlswelten. Was total spannend ist und die Thematik unterstreicht. Leo ist sehr schön dargestellt, das hat mich persönlich sehr gefreut, denn oft werden Menschen aus dem Spektrum immer gleich dargestellt. Aber hier sieht man wie viele feine Nuancen es dann doch für eben diese Menschen gibt. Ich habe es sehr gern gelesen und die Geschichte ist einfach schön.
Ein wunderschönes Buch, dass viele Charaktere enthält und an den Zusammenhalt in der Gesellschaft erinnert. Inklusion ist aktives Zusammenspiel aller!!
Das Cover gefällt mir grundsätzlich gut, passt auch zum Buch und Genre, ist aber jetzt nichts Spektakuläres. Was es aber auch nicht sein muss. Ich habe sofort ins Buch hineingefunden, der Schreibstil ist wirklich einfach mitreißend und zieht einen sofort mitten ins Geschehen. Auch das ganze Buch über bleibt der Schreibstil federleicht, dass es einen einfach mitzieht und einem das Buch an keiner Stelle langatmig vorkommt und es sich einfach nur schön lesen lässt. Die Figuren sind alle sehr unterschiedlich. Für sich einzeln sehr realistisch dargestellt und wirken auch sehr echt. Zola, mit ihren 16 Jahren wütend auf ihre Eltern und die Welt, typisch für viele Jugendliche. Woitjek der nicht mehr ganz so junge Junggeselle und gleichzeitig ruhige Nerd. Und Inge, die seit dem Tod ihres Mannes von der Welt, außer ihrer besten Freundin, vergessen wurde. Alle drei sind auf ihre Art sympathisch und liebenswert. Die Geschichte an sich ist eher unrealistisch, aber nicht unmöglich. Sie ist aber definitiv herzerwärmend und berührend. Der Weg, wie sich alle Schritt für Schritt ändern und auch was Neues über sich selbst lernen war sehr schön zu lesen und geht wie gesagt ans Herz. Fazit: Ein sehr schönes, herzerwärmendes Buch, das nachdenklich macht und man sich selbst fragt, wie man in der Situation handeln würde, ob man es genauso machen würde.
Drei Vögel für Leo😭🩷
Eines der schönsten Bucher, das ich je gelesen habe. Insbesondere wenn man sich mit dem Thema rund um Autismus schonmal befasst hat, wird klar, wie unfassbar gut und realitätsnah dieses Buch geschrieben ist! Auch das Thema Inklusion wurde ganz toll aufgegriffen. Schreibstil auch eine 12/10! So toll ausgearbeitete Charaktere und jeder wächst über sich selbst hinaus. Selbst Harry hatte ich am Ende richtig gern. Bin hin und weg und werde noch lange an dieses Buch denken. Hab’s gerade erstmal jedem empfohlen, den ich kenne🥹🩷
Ich mochte "Ava liebt noch", @verazischkes Debütroman. Aber "Pina fällt aus" schießt direkt ins Herz! Eine unerwartete, tiefe Geschichte, die machdenklich macht, zu Tränen rührt. So unaufgeregt mit klug gewählten Worten in eine Welt einlädt, die für alle selbstverständlich sein sollte. Bestes Buch des Jahres!
Die Mutsch macht Urlaub
So, so gut und so wichtig! Ein Buch, welches berührt und gleichzeitig die Augen öffnet! Ja, wo sind die Menschen, die nicht ins System passen, die anders sind und von der Gesellschaft ausgeschlossen werden? Das ist ein Thema, das zu wenig Beachtung findet und diskutiert wird. Inklusion bedeutet auch Sichtbarkeit und durch diese einfühlsame Verarbeitung des Themas wird dieses wichtige Thema sichtbar.
Nicht so einfach
Leo ist ein sympathischer junger Mann. Piña eine starke Frau. Und die hausgemeinschaft ein Gewinn. Dieses Buch zeigt wie schwer es ist so ein Leben in die Welt zu integrieren. Ich kann es nur jeden empfehlen

„Es ist eine große Aufgabe, die Welt für jemanden passend zu machen, die nicht für ihn geschaffen ist. Und da sind sie nun. Eine alte Frau, ein wütendes Mädchen und ein Einsiedler, das ist alles, was diesem Jungen bleibt. Drei schräge Vögel.“ Seit zwanzig Jahren kümmert sich Pina allein um ihren Sohn Leo, der in seiner eigenen Welt lebt und auf feste Rituale und klare Abläufe angewiesen ist. Doch dann bricht Pina mitten auf der Straße zusammen und landet auf der Intensivstation. Pina fällt aus und Leo ist zum ersten Mal ganz auf sich allein gestellt. Die anderen Bewohner des Hauses fühlen sich überfordert, denn niemand von ihnen versteht Leo. Da ist die 86-jährige Inge, die ihre Wohnung nicht mehr verlässt und längst mit dem Leben abgeschlossen hat, der verschlossene Wojtek, der den Kontakt zu anderen Menschen meidet, und die 16-jährige Zola, die die Schule abgebrochen hat und selbst nach Orientierung sucht. Doch Leo braucht ihre Hilfe. Und während sie gemeinsam versuchen, den neuen Alltag zu meistern, merkt jeder einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch. Ich will gar nicht zu viel sagen - außer: Lesen, lesen, lesen! 📖 „Pina fällt aus“ ist eine berührende Geschichte über Zusammenhalt, Akzeptanz und Menschlichkeit. Über die Hoffnung, dass niemand je wirklich alleine ist. Die Charaktere sind mir unfassbar schnell ans Herz gewachsen und ich hab die Entwicklung von jedem einzelnen geliebt - natürlich inklusive Lacher und Tränen. Eine ganz große Empfehlung! „Dann versteht er. Ein Mensch genügt. Ein Mensch, der einem das Gefühl gibt, dass es nicht egal ist, ob man lebt oder nicht. Ein Mensch, der zuhört. Ein Mensch genügt, um die Einsamkeit auszuhalten, um die eigene Existenz nicht für einen einzigen großen Irrtum zu halten. Ein einziger Mensch.“
Drei Vögel für Leo
Ein unglaublich tolles Buch, sehr feinfühlig, ein bisschen skurril aber nicht zu sehr, und enorm schön geschrieben. Leo und Pina und ihre erweiterte Familie wachsen einem von Beginn an direkt ins Herz. So könnte Inklusion aussehen.
Wie ein stilles Treppenhaus, in dem plötzlich überall Licht angeht - warmherzig und angenehm märchenhaft-menschlich erzählt!
Eine sehr bereichernde Geschichte, die Hoffnung schenkt
Ich habe das Buch bei einem Gewinnspiel auf Instagram gewonnen und war sehr neugierig auf die Geschichte. Einerseits habe ich schon viel Gutes über die Autorin gehört, andererseits war ich gerade auf diese Geschichte sehr gespannt, da mein Neffe Autist ist und ich somit dieses Buch zusätzlich auch etwas aus der betroffenen Sicht betrachten kann. Zuerst gefällt mir der Schreibstil der Autorin sehr gut. Ich weiß nicht wie sie es macht, aber sie schafft es, den Alltag und die darin befindlichen Menschen gleichzeitig sehr realistisch, einnehmend und interessant zu beschreiben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte ist tiefgründig und stimmt einen nachdenklich und es gab viele kluge Passagen, die ich mir markieren musste. Dann gibt es aber auch wieder Passagen, wo ich laut lachen musste, weil dieses bunte Gespann unterschiedlichster Menschen einfach so locker und amüsant mit der Situation umgeht, das man sich selbst fragt, warum die Gesellschaft Inklusion so kompliziert erscheinen lässt. Vera zeichnet jeden Charakter in dieser Geschichte so interessant und nachvollziehbar und ich mag es, wie alle in dieser Situation zusammenwachsen und gleichzeitig über sich hinaus wachsen und das gilt auch für Leo. Ohne Pinas Zusammenbruch hätte er manches Abenteuer nicht erlebt und Pina hätte weiterhin gedacht, dass er nicht in die Gesellschaft integrierbar sei. Doch wenn man auf die richtigen, empathischen Menschen trifft und alle bereit sind, ihre täglichen Abläufe für die Gruppe anzupassen, kann eine tolle Gemeinschaft entstehen und das nicht nur auf das Thema Inklusion bezogen. Diese Geschichte schenkt Hoffnung darauf, dass wir Menschen Gemeinschaft nicht verlernt haben, sondern dass wir manchmal nur einen drastischen Schubs benötigen, der uns aus der Komfortzone schubst und Neues ausprobieren lässt. Davon können alle profitieren. Wer noch keine Berührungspunkte mit dem Thema Autismus hatte, kann Dank der Geschichte einen ersten Einblick erhalten, wie der Alltag für eine solche Person aussehen kann und wie wichtig es ist, die Gewohnheiten zu kennen oder über das Beobachten herauszufinden. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass jeder autistische Mensch anders ist und unterschiedlich stark im Alltag eingeschränkt ist. Manche Personen können ihren Alltag selbstständig bestreiten, Andere benötigen eine lebenslange Begleitung. Dank Leo und Pina bekommen wir auf jeden Fall einen realistischen Einblick in solch einen Alltag. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, es ist sehr bereichernd und für mich ein Jahreshighlight geworden.
Anfangs interessant, zum Schluss berührend
Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan, in die Geschichte zu kommen. Irgendwie hatte mich das Buch nicht gleich. Und auch im Verlauf fand ich zwar die Geschichte sehr kurzweilig, die Charaktere sehr interessant und war gespannt, wie und ob es Inge, Zola und Wojtek mit Leo hinbekommen würden, aber so richtig gefühlt habe ich es nicht. Das kam dann so die zweite Hälfte, insbesondere aber ab der Busfahrt. Trotzdem war das Buch für mich ein rundes Lesevergnügen und empfehlenswert.

Da mich ihr erstes Buch nicht erreicht hat, wollte ich nicht unbedingt zu diesem greifen, doch: "Ich habe im Urlaub ein Buch gelesen. Bringe ich dir morgen mit. Musst du irgendwie einschieben. Ist gut." Und dann habe ich es heute an einem Tag begonnen und beendet. Thematisch hat es mich sehr erreicht, die alleinige Verantwortung, das Risiko eines plötzlichen, eigentlich nicht möglichen Ausfalls kenne ich. Sehr schön finde ich den Rundumblick im Buch. Nicht nur Pinas Welt wird genau beschrieben, sondern auch die der anderen wichtigen Menschen im Buch. Im Wohnhaus entwickelt sich aus der Überforderung der Nachbarschaft heraus eine Utopie des gemeinsamen Sorgens und dabei über sich Hinauswachsens. Das wird bei den drei so unterschiedlichen Beteiligten genau gezeigt, die Personen entwickeln sich enorm im Buch und laden ein, hinter die Fassaden zu schauen. Sehr gelungen umgesetzt finde ich auch die Thematik der fehlenden Selbstbestimmung auch in vielen verschiedenen Situationen und wie schwer es fällt, Hilfe auch zuzulassen, wie viel Härte es aber auch im Umgang miteinander gibt, die vielleicht manchmal auch Unsicherheit ist.
Ava liebt noch und Pina fällt aus…
Ava aus dem Buch „Ava liebt noch“ von Vera Zischke fand ich sehr sympathisch, deswegen wollte ich auch Pina kennenlernen. Hätte ich nur die Buchbeschreibung gelesen 🤭 Ich bin auf etwas komplett anderes gestoßen, als ich es erwartet habe. „Pina fällt aus“ von Vera Zischke hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Besonders gut gefallen haben mir die vielfältigen und liebevoll ausgearbeiteten Figuren, die alle ihre ganz eigenen Persönlichkeiten mitbringen. Dadurch wirkt die Geschichte sehr lebendig und authentisch, und man fühlt sich den Charakteren schnell verbunden. Auch das Thema des Buches ist äußerst gelungen umgesetzt. Es wird sensibel, spannend und mit viel Einfühlungsvermögen behandelt und regt zum Nachdenken an. Die Mischung aus emotionalen Momenten und einer mitreißenden Handlung hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, und Elisabeth Günther hat es hervorragend gelesen. Mit ihrer angenehmen und ausdrucksstarken Stimme hat sie den Figuren Leben eingehaucht und die Geschichte noch intensiver erlebbar gemacht. Insgesamt ein rundum gelungenes Buch beziehungsweise Hörbuch, das ich sehr gerne weiterempfehle. Klare 5 von 5 ⭐️!
Alles, was ein gutes Buch (für mich) braucht.
Pina fällt aus - und nimmt uns dadurch mit in ihr Leben. Und in das Leben der anderen Bewohner:innen des Mehrfamilienhauses, welches sie ihr zu Hause nennt. Es geht um Inklusion, pflegende Mütter, Systemversagen. Es geht um Unsicherheit, Grenzen und harte Herzen, die weich werden können. Und es geht um den Unterschied, der einen Unterschied macht. Die andere Perspektive, die veränderte Haltung, den Mut genau hinzusehen, hinzuhören und hinzufühlen. Ich habe gelächelt, gelacht, hatte feuchte Augen, hier und da mal ein Tränchen, habe den Kopf geschüttelt, war wütend und genervt. Der Schreibstil von Vera Zischke ist lebensnah. Authentisch. Einfach unglaublich angenehm zu lesen. Man liest immer wieder aus der Perspektive aller Protagonisten. Außer Leos. Diese kann nur beobachtend geschildert werden. Das Buch ist mit 301 Seiten nicht allzu dick. Es ist wirklich schnell an einem halben Tag zu lesen. Für mich ist es nur deshalb keine 5 Sterne Lektüre, weil mir das Ende insgesamt nicht abgeschlossen genug war. Ich mag es nicht wenn am Schluss eines Buches zu viele Themen offen und der weitere Verlauf unklar sind.
Dieses Buch war absolut wundervoll und herzerwärmend. All die Charaktere waren auf ihre eigene Art zauberhaft und dann gibt es da noch Leo. Leo, der in seiner eigenen Welt lebt. Ein großartiger junger Mann. Ich habe es als Hörbuch gehört und das in einem durch. Ich konnte nicht aufhören zuzuhören. Und ihr werdet es auch nicht bereuen. "Es ist nicht nur eine Bürde, weißt du. Es ist auch ein Privileg. Leo hat mir Zutritt zu einer Welt verschafft, die die meisten Menschen niemals betreten. Ich habe mehr von ihm gelernt als von allen anderen Menschen auf der Welt."
Hab noch nie wegen einer Busfahrt geweint, aber irgendwann ist ja immer das erste Mal.
Ich bin sprachlos so ein tolles Buch.. Angefangen vom Schreibstil bis hin zu den Emotionen Ich musste so oft auflachen und es war herzzereisend Es war genau das Richtige nach meinen ganzen Thriller die ich gelesen habe. Also seeeehr zu empfehlen.
Ein Buch das zeigt, dass in jeden Menschen mehr steckt als der grobe Blick von außen offenbart. Ein zweiter Blick lohnt sich, sodass eine wunderschöne, wenn auch nicht fehlerfreie Gemeinschaft entstehen kann, in der jeder in seinem Sein gesehen wird. Es war so wundervoll, die ganze Nachbarschaft von Pina und Leo zu begleiten. Alle sind im Verlauf der Geschichte so sehr gewachsen. Aber am schönsten war, das die Menschen Leo gesehen haben und nicht nur seinen Autismus. Es gab einige Hochs und Tiefs, dabei sind so wertvolle Gedanken zum Thema Inklusion und Carearbeit entstanden. In meinen Augen ein wertvolles Buch, das Verständnis fördern kann.
Ein Buch über Zwischentöne
Dieses Buch ist ein Buch über die Zwischentöne dieser Gesellschaft. Eine mutter die ausfällt, alleinerziehend, behindertes Kind. Eine Hausgemeinschaft die da ist, die entdeckt, dass nicht alles funktionieren kann und muss. Ein junger mann, der von der Gesellschaft übersehen wird, über dessen Kopf entschieden wird und der gleichzeitig genau das aufzeigt was wichtig ist, nämlich, wie weit weg wir von einer Gesellschaft sind, die alle so annehmen kann, wie sie sind. Hat mir sehr gut gefallen. Schreibstil und Thema sind hervorragend. Humor ebenfalls und dann noch leo. Leo der Busfahrer.

❤️🩹🚌🌈 Pina ist Mutter des 20-jährigen Leo. Die beiden leben in der Hansastraße in einem 4 Parteien Haus und bilden vermeintlich ein perfektes Team bis Pina an einem Tag auf der Straße zusammenbricht und zunächst nicht nach Hause kommt. Zurück bleibt Leo, bei dem jeder Tag einem bestimmten Schema folgen muss und die drei anderen BewohnerInnen des Hauses. Die 84 jährige Inge, die junge Ausreißerin Zola und der menschenscheue Wojtek versuchen nun gezwungenermaßen, sich um Leo zu kümmern. Seite 126: "Es ist eine große Aufgabe, die Welt für jemanden passend zu machen, die nicht für ihn geschaffen ist." Wie schon in ihrem ersten Roman, hat Vera Zischke mich sofort mit ihrem authentischen und alltäglichen Schreibstil gefesselt. Es wird zu keiner Zeit langweilig. Die Charaktere sind so liebevoll gezeichnet und ich wäre gern auch einmal zu Besuch in dieser Hausgemeinschaft. Pina ist die Löwenmutter, die aber vor lauter Verantwortungsbewusstsein, sich selbst komplett aufgegeben hat, sogar jegliche körperliche Symptome komplett ausblendet bis es zu spät ist. Leo kann nicht kommunizieren, wie andere Menschen. Sein großer Traum ist, Busfahrer zu werden. Es war so schön, mitzuerleben, wie die ungleiche Gruppe zusammenwächst und Verantwortung übernimmt. Seite 174: "Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, ob es nicht viel mehr ein Spektrum des Menschseins gibt, auf dem sich alle irgendwie bewegen, aber jeder an einer anderen Stelle." Ich markiere normalerweise nicht viel in Büchern, aber hier gab es so viele wundervolle Sätze, die eigentlich viel aussagekräftiger sind, als jede Rezension. Seite 290: "Es ist nicht nur eine Bürde, weißt du. Es ist auch ein Privileg. Leo hat mir Zutritt zu einer Welt verschafft, die die meisten Menschen niemals betreten. Ich habe mehr von ihm gelernt, als von allen anderen Menschen auf der Welt." Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, da es so ein wichtiges Thema ist und aktueller denn je. Denn Menschen, die nicht der gesellschaftlichen Norm angehören und deren pflegende Angehörige werden nur wenig unterstützt, wenn überhaupt gesehen. Das Buch wird definitiv zu meinen all time favorites gehören. ❤️🩹🚌🌈

Ein Buch was Mut macht, dass kein Mensch alles alleine schaffen muss und die Menschheit doch besser ist als ihr Ruf
Pina fällt aus - Magendurchbruch, mitten auf der Kreuzung. Aber eigentlich kann sie das nicht. Muss sie sich doch um ihren autistischen Sohn kümmern, denn nur sie weiß, wie er tickt und was er braucht. Aber dann passiert ein Wunder und es zeigt sich, dass die Menschheit doch besser ist als ihr Ruf. Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen. Das liegt zum einen an der Story, die sehr authentisch aufzeigt, wie belastet pflegende Angehörige sind und das ein Ausfall dieser Personen immer eine Katastrophe erstmal ist. Vor allem, dass das System da in Deutschland eigentlich dringend einer Verbesserung bedarf. Aber am besten waren die Figuren. Alle einzigartig in ihrer Charakteristik, alle mit Fehlern behaftet, aber trotzdem alle symphatisch und liebenswert (außer vielleicht Zolas Vater). Am meisten hat mir aber Leo gefallen. Er hat mich ein bißchen an meinen Sohn erinnert. Der ist zwar nicht direkt autistisch, hat aber leichte Züge (so wie ich) und bei ihm bin ich die "Maumat". Und Leo ist einfach liebenswert mit seinem Busfimmel und der grünen Blase. Einfach, dass solche Menschen einen Fokus in der Literatur bekommen verdient einen Daumen hoch und sollte viel öfter vorkommen. Vor allem die Botschaft von Pina, dass Inklusion kein "nice-to-have" sondern ein "must-to-do" sein sollte, ist wichtig. Aber auch, dass man in der Hausgemeinschaft mehr auf sich achten sollte. Dass Buch hat einfach so viele wichtigen Themen und Botschaften, dass es ein jeder lesen sollte. Es weckt Emphatie und Verständnis. Mein Fazit: Volle Leseempfehlung und zwar für jeden und jede.
„Vielleicht gibt es keine Normalität. Vielleicht wird ganz schön viel Mist im Namen dieser Normalität gemacht, weil alle so furchtbar viel Angst davor haben, nicht normal zu sein. Vielleicht sollten wir alle darüber nachdenken, ob es nicht vielmehr ein Spektrum des Menschseins gibt, auf dem sich alle irgendwie bewegen, aber jeder an einer anderen Stelle.“ Ein wunderbares, herzerwärmendes Buch mit viel Liebe für Details und die „schrägen Vogel“. Ich konnte jeder der Figuren so gut nachempfinden und hab sie alle ins Herz geschlossen. ❤️

Wenn du weißt, dass du für jemanden die ganze Welt bist
So ein Cozy Buch, das ungeschönt eine tolle Geschichte erzählt 🥰 Klappentext: Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.

Wenn du weißt, dass du für jemanden die ganze Welt bist – Leo, Pina & die 3 schrägen Vögel
Ich habe mir wieder ein Buch außerhalb meiner Komfortzone gesucht und dieses Hörbuch gefunden. Die Sprecherin gefiel mir gut, nur die Erzählperspektive der Geschichte ist nicht so mein Favorit. Daher kam ich etwas schwer in die Geschichte hinein. Trotzdem gefiel mir die Geschichte sehr gut, denn sie ist tief berührend. In dieser Geschichte geht es um Pina, eine alleinerziehende Mutter eines autistischen Sohnes. Sie würde alles für ihren Sohn Leo tun, denn er braucht einen strukturierten Alltag, um diesen bewältigen zu können. Doch als sie aus gesundheitlichen Gründen zusammenbricht, gerät Leos Welt aus den Fugen. Tatsächlich gerät nicht nur Leos Welt aus den Fugen, sondern auch die der Nachbarn. Denn Pinas und Leos Nachbarn müssen sich nun all dem stellen was Leos bunte Welt betrifft, und was zuerst für Chaos sorgt, führt dazu, dass sie zu einer starken Gemeinschaft werden. Alle, die dort im Haus wohnen, haben ihr Päckchen zu tragen, und im Laufe der Geschichte wachsen sie alle über sich hinaus und lernen, mit ihren Päckchen umzugehen. Die Geschichte behandelt viele wichtige Themen wie z.B. Überforderung, Inklusion und die gesellschaftliche Verantwortung, das Leben mit einem autistischen Kind, Alleinsein oder Altwerden. Durch den Schreibstil kommt die Geschichte berührend und emotional rüber. Die Autorin schafft es trotzdem, eine Prise Humor mit einfließen zu lassen, und man kann daher oft schmunzeln, trotz trauriger Momente. Das Buch hat mich wirklich beeindruckt.
Ein klares und intensives Buch
Was für eine Geschichte. Darin steckt so viel wahres, so vieles dass wir Eltern von pflegebedürftigen kennen. Das System ist krank und kaputt. Ohne das Dorf geht man unter.
Mitmenschlichkeit vs. Fachkompetenz
Spoiler enthalten! Ich habe mich mit dieser Geschichte leider nicht vollständig wohlgefühlt. Obwohl der Ansatz herzzerreißend ist, verfolgte mich beim Lesen ständig das Gefühl einer Verharmlosung der Kompetenz, die für die Betreuung eines autistischen Erwachsenen dieser Ausprägung zwingend notwendig wäre. Für mich ist es eben nicht nur eine Frage des Wollens oder des Herzens, die Pflege einer fremden Person mit solch komplexen Bedürfnissen zu übernehmen. An vielen Stellen wird die Lage für mein Empfinden zu sehr romantisiert. Dass beispielsweise eine 17-Jährige quasi über Nacht die „Sprache“ des Sohnes lernt, eine Sprache, die sich die Mutter als bislang einzige Übersetzerin über Jahre mühsam aneignen musste, wirkt wenig glaubhaft. Besonders die Rolle der Polizei hat mich beschäftigt, da hier ein behördliches Totalversagen dargestellt wird. Einen schutzbedürftigen Autisten bei einer für diesen Fall vollkommen unqualifizierten Hausgemeinschaft zurückzulassen, wäre doch in der Realität eine grobe Verletzung der staatlichen Fürsorgepflicht? Dass der Staat einen schwerbehinderten Menschen auf diese Weise im Nirgendwo zurücklässt, um die Hausgemeinschaft in eine Heldenrolle zu drängen, behagt mir als literarisches Mittel zu Gunsten einer Wohlfühlatmosphäre nicht. Ein Mensch wie Leo in den Händen vollkommen unerfahrener Nachbarn, die allesamt selbst nicht fest im Leben stehen, wirkt auf mich am Ende fast wie eine Gefahr für Leo selbst. Während die anderen Charaktere an ihm wachsen dürfen, bleibt er gefühlt das Objekt dieser Entwicklung, seinen Meltdowns und Bedürfnissen potenziell schutzlos ausgeliefert, da professionelle Hilfe und medizinische Sicherheit in diesem Szenario kaum eine Rolle spielen. Dennoch möchte ich einen Aspekt hervorheben, den ich an dem Buch sehr schätze: den Grundgedanken des „Aufeinander-Schauens“. Vielleicht hat das Buch keinen realistischen Anspruch und es geht einzig um einen warmen Appell an die Gesellschaft.
Wow, das war krass!
Ich bin mit niedrigen Erwartungen in das Hörbuch gestartet und hab nach 5 Minuten schon gewusst: das Buch wird ein Lebenshighlight! Die Sprecherin hat das Hörbuch wundervoll eingesprochen und jede Person so toll verkörpert! Von vorne bis hinten eine 12/10! Das Buch enthält so unendlich viele, wichtige Themen, die mich für immer prägen werden. Gemeinschaft, Zusammenhalt, Liebe, Loslassen, die Zukunft und so viel mehr. Es hat mich so sehr bewegt & ist meiner Meinung nach ein Muss für alle❤️🩹
Ein Buch, was das Herz berührt
So viel Gutes habe ich über dieses Buch gehört, dass ich sehr gespannt darauf war. Pina ist die Mutter von Leo, 20, der in seiner ganz eigenen Welt lebt. Pina fungiert als seine Übersetzerin und ist immer bei ihm, wenn er nicht gerade in der Behindertenwerkstatt oder im Bus am Weg dorthin ist. Oder für 1,5 Fernsehfolgen bei Nachbarin Inge einmal in der Woche. Doch auch die Nachbarn von Pina und Leo haben so ihre Eigenheiten, die wir in der Geschichte kennen und lieben lernen. So ganz wusste ich am Anfang des Buches noch nicht, was ich davon halten soll. Pina bricht recht bald zusammen und kommt ins Krankenhaus. Und Leo ist allein zuhause, bzw. bei Inge und die weiß so gar nicht, was sie tun soll, wo Pina einfach nicht wieder auftaucht. Doch mit jedem Stück Entwicklung, mit jedem weiteren Beteiligten der Hausgemeinschaft und mit jeder neuen Schicht dieser vielschichtigen Geschichte, wachsen mir die Personen und die Geschichte mehr ans Herz. Dieses Buch lässt einen manche Bausteine des eigenen Lebens noch einmal überdenken und vielleicht ein Stückchen umplatzieren. Es gibt einen kleinen Einblick in (fehlende) Inklusion. Und es regt zum Nachdenken an. Vor allem aber berührt es das Herz! Und ist daher eine absolute Empfehlung von mir.
“Das Herz, es wird weicher mit dem Alter, nicht härter.”
Ein schönes, leicht zu lesendes Buch über menschliche Wärme, Nachbarschaft, aber es geht auch um wichtige Themen wie Mental Load in der Care-Arbeit und der Inklusion von Menschen mit Neurodivergenz. Lesenswert!
Eine neue Lieblings-Autorin...
,.. weil mich auch dieser Roman wieder begeistert hat. So lebensnah, so authentisch, so sympathisch, so gefühlsecht. Ein Buch, bei dem ich ständig in Gedanken bin aber mich nicht ärgere, wenn ich nicht zum Lesen komme, weil ich nicht möchte, dass es endet. Das ist nun aber leider passiert, mich werden Pina, Leo und die drei Vögel aber sicher noch lange begleiten.

















































