3 Geschwister aus einer großen Pfarrersfamilie beschreiben ihre teils harmonischen, viel chaotischen Weihnachtserfahrungen. Humorvoll, witzig und mit viel Wiedererkennungswert.

»Es wäre schön, wenn man ab und zu einfach nur sein könnte, einfach nur existieren! Aber das kann man sich als moderner Mensch nicht leisten.«
Zwischen dem ganzen Alltagsstress laufen die Vorbereitungen des Weihnachtsfests nebenher und verursachen dadurch noch mehr Stress. Eins bleibt dabei immer gewiss – es kann jedes Mal mächtig viel schiefgehen. So auch bei den Arenz’ Geschwistern. Das Besorgen der Weihnachtsgeschenke wird erst am 24. Dezember angegangen und endet oftmals in totalem Chaos. Ganz egal, ob es sich dabei um die beiden Lehrer*innen Heinrich und Katharina oder den oftmals nach Arbeit suchenden Schauspieler Jörg handelt. Neben irrwitzigen Geschichten, rund um Weihnachtseinkäufe, den üblichen Schwierigkeiten mit der Familie und Neckereien oder Missverständnissen unter den Geschwistern, schimmert immer wieder das Wunder der Weihnachtszeit zwischen den einzelnen Erzählungen hindurch. Manche der Texte sind einem beim Lesen leicht peinlich und neigen zum Fremdschämen, andere liest man vor sich hin schmunzelnd und in den restlichen erkennt man sich selbst oder Angehörige der Familie wieder. Aber eins haben sie alle gemeinsam – sie sind kurzweilig und pointiert. Wie schon beim letzten gemeinsamen Erzählband der Arenz‘ Geschwister, las ich auch diesmal die Texte sehr gerne und empfehle sie allen, die entweder noch eine humorvolle weihnachtliche Einstimmung brauchen oder sich damit selbst oder anderen die Festtage versüßen wollen. Und nun wünsche ich euch weiterhin eine schöne (Vor-)Weihnachtszeit, ganz egal, ob ihr gläubig seid oder nicht, schließlich heißt es in der letzten Erzählung treffend: »Die Hälfte der Deutschen hier sind doch auch keine richtigen Christen, und trotzdem feiern sie alle Weihnachten.«
So schön! 😍❄️🎄


