8. März
(Büchergilde Gutenberg) 

*Blackburn Gant - von Polio gezeichnet zeigt er uns was Freundschaft bedeutet. „Der Friedhofswärter“ ein Jahreshighlight.*
Rating:5

(Büchergilde Gutenberg) *Blackburn Gant - von Polio gezeichnet zeigt er uns was Freundschaft bedeutet. „Der Friedhofswärter“ ein Jahreshighlight.*

„Der Friedhofswärter“ von Ron Rash ist ein unglaublich packender Roman, eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte von ungeheurer Wucht – und zugleich eine literarische Entdeckung! Blowing Rock, North Carolina, zu Beginn der 1950er- Jahre. Der junge Blackburn Gant, seit seiner Kindheit von einer Polioerkrankung gezeichnet, arbeitet als Friedhofswärter der kleinen Stadt in den Appalachen. Als sein einziger Freund Jacob in den Koreakrieg eingezogen wird, bekommt Blackburn die Aufgabe, sich um dessen schwangere Frau Naomi zu kümmern. Die sechzehnjährige mittellose Naomi und Jacob werden seit ihrer Hochzeit in Blowing Rock wie Ausgestoßene behandelt. Besonders Jacobs Eltern können sich mit dieser Heirat nicht abfinden und als Jacob im Krieg schwer verwundet wird, entsteht ein Plan, der das Leben von vielen Menschen erschüttern wird. Ron Rash schreibt über Krieg, die Traumata und die Rückkehr in die Gesellschaft und ganz besonders über Loyalität, Freundschaft und Liebe. Die Liebe zwischen Jacob und Naomi, die Liebe zwischen Blackburn und Jacob, aber auch die übergriffige Liebe der Hamptons. Im Vordergrund steht Blackburn Gant ein ganz besonderer Freund sowohl für Jacob, aber auch für Naomi. Konnte den Roman nicht aus der Hand legen, so sehr berührte mich die Geschichte von Blackburn. Eine Figur mit der ich mich sehr identifizieren kann. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ weil Ron Rash eine tolle Geschichte erzählt und dabei eine wunderbare Sprache verwendet um uns Würde, Freundschaft, Liebe zu erklären. #DerFriedhofswärter #RonRash #BlackburnGant #KoreaKrieg #Freundschaft #Appalachen #Jahreshighlight

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
25. Jan.
Rating:4.5

Sehr atmosphärisch

Sehr atmosphärisch schildert RR das Leben im ländlichen Amerika der 1950er Jahre mit allen Vorurteilen. Ich konnte die Beweggründe von Jacob's Eltern ein Stück weit nachvollziehen. Die Umsetzung ihrer Ziele hat mich allerdings fassungslos gemacht. Mehr sogar noch, dass nichts hinterfragt wird. Mit weiterem Verlauf wurde das Buch für mich fast zu einem Thriller. Mit immer größerer Beklemmung habe ich weiter gelesen und gehofft, dass noch das "Richtige" geschieht. Bis zum Schluss hätte das Buch noch in jede Richtung enden können. Sehr gut!

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
25. Jan.
Rating:4.5

Tief beeindruckt lässt mich dieses Buch zurück. Über toxische Eltern-Kind-Beziehungen, über die wahre Liebe, über echte Freundschaften . Teilweise waren die Ungerechtigkeiten kaum auszuhalten. Für Blackburn hätte ich mir vielleicht ein anders Ende gewünscht, er ist so ein wertvoller Charakter, der im Laufe der Geschichte über sich hinaus gewachsen ist. Eine wunderbar erzählte Geschichte, die zwar letztlich vorhersehbar war, mich aber sehr berührt hat.

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
10. Okt.
Rating:5

Ron Rash hat hier mit Blackburn Gant einen liebeswerten Charakter geschaffen. Ein sprachlich tolles Buch über Freundschaft, Loyalität und Liebe. Was Jacob, Naomi und Blackburn in diesem Buch angetan wird, hatte ich definitiv nicht erwartet und macht das ruhig erzählte Buch trotzdem zum Pageturner.

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
2. Okt.
"Vielleicht geht es nicht darum, dass man wählen muss, wen man liebt" sagte Blackburn, " Vielleicht ist ein Herz groß genug, um beide Menschen in sich zu tragen."

Ein sehr lesenswerter und vielschichtiger Roman. Es mutet zunächst so an, als ginge es um einen klassischen Liebesroman, aber es gibt viele weitere Facetten.
Es geht auch um gesellschaftliche Konventionen, um kriegsbedingte Traumata, um die Verstrickungen von Lügengebilden, um Versehrtheit, dem Zeitgeschehen der 1950er Jahre in Amerika  und im Besonderen um Freundschaft.

Der Verbund all dieser Themen in ruhiger und schöner Erzählweise hat mich sehr gut unterhalten.
Rating:4

"Vielleicht geht es nicht darum, dass man wählen muss, wen man liebt" sagte Blackburn, " Vielleicht ist ein Herz groß genug, um beide Menschen in sich zu tragen." Ein sehr lesenswerter und vielschichtiger Roman. Es mutet zunächst so an, als ginge es um einen klassischen Liebesroman, aber es gibt viele weitere Facetten. Es geht auch um gesellschaftliche Konventionen, um kriegsbedingte Traumata, um die Verstrickungen von Lügengebilden, um Versehrtheit, dem Zeitgeschehen der 1950er Jahre in Amerika und im Besonderen um Freundschaft. Der Verbund all dieser Themen in ruhiger und schöner Erzählweise hat mich sehr gut unterhalten.

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
18. Sept.
Rating:1.5

„Der Friedhofswärter – Statist im eigenen Leben“

Ach, Blackburn Gant, die tragische Figur, die sich durch die Seiten dieses Romans schleppt. Ein junger Mann, dessen Leben sich offenbar ausschließlich darum dreht, anderen zuzuhören, während er selbst völlig in den Hintergrund gerät. Die anderen? Die haben natürlich ständig ihre eigenen Dramen, die sie in den Vordergrund stellen, während unser armer Blackburn nur als der ewige Zuhörer fungiert. Da haben wir Jacob und Naomi, die ständig im Mittelpunkt stehen und ihre Geschichten erzählen, während Blackburn als der stille Beobachter daneben steht. Hat er eigene Bedürfnisse? Eigene Träume? Ach, was für eine unnötige Frage! Es geht ja schließlich um die anderen, um ihre Dramen und ihre Selbstgespräche. Und jetzt soll er auch noch das Beziehungschaos zwischen Jacob und Naomi retten? Ja, warum nicht! Als ob er nichts Besseres zu tun hätte, als sich in diese endlosen Dramen einzumischen, die sich um ihn herum abspielen. Was soll das alles?

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
16. Sept.
„Manchmal braucht es nur einen Menschen, der an deiner Seite bleibt, wenn alle anderen gehen.“

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Rating:4

„Manchmal braucht es nur einen Menschen, der an deiner Seite bleibt, wenn alle anderen gehen.“ 🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷🩷

Ron Rashs Roman Der Friedhofswärter entführt die ins North Carolina der 1950er Jahre, in eine Kleinstadt, die von strengen Moralvorstellungen und starren gesellschaftlichen Grenzen geprägt ist. Im Mittelpunkt steht Blackburn Gant, ein junger Mann, der durch eine Polio-Erkrankung gezeichnet wurde und als Friedhofswärter am Rand der Gesellschaft lebt. Als sein wohlhabender Freund Jacob sich gegen den Willen seiner Eltern mit der schwangeren Naomi verheiratet und kurz darauf in den Koreakrieg eingezogen wird, übernimmt Blackburn die Aufgabe, Naomi beizustehen. Doch Jacobs Eltern spinnen eine Intrige, die darauf abzielt, Naomi und das ungeborene Kind aus dem Leben von Jacob zu löschen . Gesponnen wird ein Netz aus Lügen, das dramatische Folgen hat. Rash erzählt diese Geschichte in einer ruhigen, atmosphärisch Sprache, die ohne großen Spannungsbogen auskommt und gerade dadurch berührt. Er zeichnet seine Figuren mit Empathie und Tiefe. Blackburn ist ein Außenseiter voller Würde, Naomi eine Frau, die um Anerkennung kämpft und die Gegenspieler sind Spiegel einer Gesellschaft, die ihre eigenen Regeln über Menschlichkeit aufstellt. Besonders eindrucksvoll ist die Atmosphäre, die Rash entstehen lässt. Die Südstaatenlandschaft, die sozialen Spannungen und die unausgesprochenen Erwartungen der Dorfgemeinschaft sind spürbar, ohne dass sie je plakativ beschrieben würden. Zwar ist der Plot komplett vorhersehbar und das Ende wirkt etwas zu versöhnlich, doch mindert dies nur wenig die Wirkung des Romans. Fazit: Der Friedhofswärter ist kein Buch, das auf schnelle Wendungen setzt, sondern auf stille Intensität. Es handelt von Loyalität, von Freundschaft, von Verrat und davon, was es bedeutet, am Rand einer Gesellschaft dennoch Menschlichkeit zu bewahren. Ein stiller, eindringlicher Roman, der lange nachhallt.

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
30. Juli
Rating:4.5

Ein Plädoyer für die Freundschaft

Ein sehr ansprechendes Buch, das ruhig erzählt über die Freundschaft zweier Männer, über falsche Entscheidungen, über die Verarbeitung von Kriegstraumata und über toxische Eltern-Kind Beziehungen. Der Roman spielt in den 50er Jahren in North Carolina und wird der Zeit gerecht. Trotzdem sind die Themen zeitlos und nahbar. Absolute Leseempfehlung von meiner Seite.

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
23. Juli
Rating:4.5

Wunderschöne Beschreibungen der Natur, starke Sprache und alles in allem einfach eine tiefsinnige Geschichte. Außerdem hat Ron Rash mit Blackburn Gant einen für mich sehr liebenswerten Charakter erschaffen 🫶🏼. Ich hatte, auch wenn dieses Buch für mich keins zum mal „schnell wegsnacken“ war, eine tolle Lesezeit 🥰.

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi
20. Mai
Rating:5

Es gibt Bücher, die ich einfach sofort wegen ihrer starken Sprache liebe. Der Friedhofswächter ist eines davon. Die Story ist simpel, die Umsetzung stark! Jacob Hampton hat gegen den Willen seiner Eltern ein Zimmermädchen geheiratet - Naomi, wunderschön, 16 Jahre alt, zu ihrem eigenen Kummer ohne nennenswerte Schulbildung. Von seinen Eltern enterbt und verstoßen schafft Jacob es trotzdem, für Naomi und sich ein Heim zu errichten - und zur Verwunderung der gesamten Kleinstadt bleibt Naomi bei Jacob, auch ohne dass er vom Geld seiner reichen und in der Stadt angesehenen Eltern profitiert. Dann wird Jacob eingezogen und muss in den Korea-Krieg. „Diese Kälte kroch nicht nur unter die Haut. Sie schloss Finger und Füße wie in Eisen ein, brachte Zähne zum Klappern wie Glas kurz vor dem Zerspringen.“ Seine mittlerweile schwangerer junge Frau muss er zurücklassen und bittet seinen besten Freund Blackburn Gant, sich um sie zu kümmern. Dieser ist der örtliche Friedhofswärter und Totengräber; von einer Polioerkrankung durch eine einseitige Gesichtslähmung gezeichnet, als Kind von den Mitschülern verspottet und gequält, ist er ein starker und herzensguter Mensch, der zudem mehr Verstand aufweist, als alle ihm zutrauen. „Die Toten konnten nichts tun, was die Lebenden ihm nicht bereits angetan hatten.“ Blackburn steht Naomi in Jacobs Abwesenheit zur Seite, er behauptet sich auch gegen Jacobs Vater, als dieser Naomi auf offener Straße beschimpft und beleidigt; er kümmert sich darum, dass Naomi zum Ende ihrer Schwangerschaft zu ihrem Vater und ihrer Schwester kommt, die sie - zunächst zähneknirschend - wieder bei sich auf der Farm aufnehmen, die sie wegen Jacob verlassen hatte. „»Wenn wir dann genauso aussehen wie im Leben«, hatte Blackburn erwidert, »würde ich lieber im Dunkeln bleiben.« »Vielleicht werden wir in diesem Licht nur das Gute in den Herzen der anderen sehen können, sonst nichts«, antwortete Naomi.“ Insgesamt muss man sich in die nicht leichten Verhältnisse im ländlichen Südosten der USA Anfang der 1950er Jahre hineinversetzen - ähnlich, wie in den Geschichten von Steinbeck, auch wenn seine Geschichten in der Zeit der Großen Depression zwischen 1929 und 1941 spielen. Doch erhält man hier noch den Beigeschmack dieser Zeit und eine Idee von der Einstellung und der Lebensweise der Menschen, die häufig nur von einem Jahr zum nächsten Leben können. Nach der Depression (Steinbeck) erfolgte der zweite Weltkrieg und nur wenige Jahre später wurden die Söhne Amerikas in den nächsten Krieg geschickt - nach Korea. Und in dieses Lebensgefühl wirft der Autor den Leser; auf der einen Seite die Farmer, die mit all ihrer Kraft und ihrem Schweiß ihre Familie und ihre Farmen über Wasser zu halten versuchten - und alle Familienmitglieder mussten einen Beitrag leisten. Schulbildung und persönliches Glück bleiben da auf der Strecke. Auf der anderen Seite die Familien, die es geschafft haben. Ein Geschäft aufgebaut, eine gewisse Bedeutung im Ort; ihr Wort, ihre Lebensweise hat Gewicht. Und genau zwischen diesen Leben kommen Jacob und Naomi zusammen - nicht gebilligt, von beiden Seiten; hinzu kommt dann Blackburn, der ausgestossene Gutmensch, für den Freundschaft und Gerechtigkeit alles bedeutet. Jacob wird in Korea schwer verletzt, überlebt jedoch. Seine Eltern erhalten diese Nachricht vor Naomi und allen anderen - und sie sehen ihre Chance, die beiden doch noch zu trennen. Sie schmieden einen perfiden Plan und setzen ihn um. Dabei haben sie jedoch nicht mit der Klugheit Blackburns gerechnet und nicht mit der wahren Liebe zwischen Naomi und ihrem Sohn. „Erniedrigung, Verlegenheit, Schuld – all das hatte er in seinem Leben schon gefühlt. Aber das hier war mehr. In diesem einen Moment, in dem in Clarkes Augen das Mitgefühl aufgeschimmert war, hatte Daniel sich geschämt.“ Der Autor hat hier - wie erwähnt - eine simple Story in große Worte gekleidet, wobei er strikt und nüchtern eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, von Trauer und Hass erzählt. Für mich ein weiteres Highlight in diesem Jahr. 5/5 Sterne Ich empfehle dieses Buch jedem, der die Geschichten von Steinbeck oder auch (moderner) Woodrell u.ä. mag - aber auch jedem, der einfach gute Geschichten mag, die tiefe Charaktere beinhalten, ohne sich zu sehr zu verlieren.

Der Friedhofswärter
Der Friedhofswärterby Ron Rashars vivendi