Und wieder
Kann ich nur schreiben, dass es mir sehr gut gefallen hat. Ein Buch zum schnell durchlesen und dennoch spannend. Scheint meine Martin Krist Woche zu sein 😂
Und wieder
Kann ich nur schreiben, dass es mir sehr gut gefallen hat. Ein Buch zum schnell durchlesen und dennoch spannend. Scheint meine Martin Krist Woche zu sein 😂
Sobald das Buch erschienen war (ich fieberte nach dem ersten Band regelrecht darauf hin), habe ich mir das Buch direkt gekauft und sofort mit dem Lesen begonnen. Ich muss sagen, dass der zweite Band eher vor sich hin plätscherte und keine rechte Spannung aufkommen wollte. Bis es schließlich zum Showdown kam und die Auflösung der Mordserie ans Licht kam. Dort war die Spannung enorm und das Lesetempo steigerte sich ebenfalls. Wie schon im ersten Band bleiben aber auch hier wieder Fragen offen. Die Handlung wird auch wieder aus zwei Sichten geschrieben - plus einer sehr langen E-Mail, die zwischendurch immer eingestreut wurde. Diese fand ich am Ende jedoch auch merkwürdig und mir fehlt so ein bisschen der Zusammenhang zur E-Mail und zum Fall. Neben Henry Frei lesen wir aus Rebeccas Sicht - genau dort fehlt mir am Ende die eigentliche Auflösung der Fragen, die Rebecca beschäftigten. Ich kann diese hier nicht genau benennen, denn meine Rezension soll schließlich spoilerfrei bleiben. Nichtsdestotrotz hat mir auch der zweite Band gut gefallen und ich feue mich schon jetzt auf den dritten Band. Mal sehen, was uns diesmal erwartet, schließlich ist die Mordserie aus Band 1 und 2 nun abgeschlossen.
Kurzmeinung Genre: Thriller, Krimi Handlung: Auf der Suche nach dem Serienkiller und dem Motiv wird die Zeit sehr knapp. Insbesondere das verbindende Motiv der Opfer fehlt. Dabei fällt der Blick wieder auf den Ex-Kollegen Marek. Irgendwie führt eine Spur zu ihm. Doch kann das sein? Marek, vom Polizisten zum Serienmörder? Und wie passt Rebeccas Herzensmann Andreas in die Geschichte? Charaktere: Kriminalkommissar Frei hat auch im zweiten Band seine Ticks, die Wiedererkennungswert haben, dieses Mal aber nicht so in den Vordergrund rücken. Kollegin Albers versucht ihren Beruf, ihr Muttersein und ihre Ehe unter einen Hut zu bringen, was nicht immer leicht fällt, vor allem nicht, weil sie gesundheitlich ziemlich angeschlagen ist. In diesem Band knabbert sie nicht permanent an Karotten, sondern kämpft gegen ihre Erkältung und ihre Schniefnase an. Rebecca, die den zweiten Handlungsstrang dominiert, wird gut porträtiert und glaubwürdig in Szene gesetzt. Gegen Ende aber war sie mir zu zurückhaltend und schon fast naiv. Spannung: Auch hier wird wieder durch häufige Perspektivenwechsel und mehrere Handlungsstränge, die erst kurz vor Schluss die Verbindung zueinander offenbaren, die Spannung nach oben getrieben. Zusätzlich gibt es zwischendurch E-Mails an Frei, die außerhalb der Handlung zu sein scheinen, aber den Bezug zum Buchtitel herstellen. Wer ist diese Schwester, über die der Verfasser schreibt? Und warum geht das Ganze an Kriminalkommissar Frei? Die kurzen Kapitel mit jedesmal einem Cliffhanger an ihrem Ende treiben zwar die Spannung nach oben, doch auf die Dauer finde ich die Entwicklung der Story zu rasant. Es gibt kaum Atempausen, um sich das Geschehen vorzustellen und mal darüber nachzudenken. Es kommt so ein bisschen das Gefühl auf, man würde durch das Buch rennen. Schreibstil: Direkte und ab und an flapsige Sprache. Auf manche ekligen Details hätte ich wunderbar verzichten können. (Hierzu nenne ich mal das Stichwort -Erkältung / Nase läuft-.) Martin Krist schreibt flüssig und setzt auf flotte Handlungsentwicklung. Dabei schafft er aber eine schön düstere Atmosphäre vor der Kulisse Berlins. Ende: Teil 2 dieser Trilogie endet mit einem noch fulminanterem Ende und Cliffhänger als Teil 1. Hier wird die Brücke zu etwas größerem gebaut, das mit Alana und ihrem Verschwinden zu tun hat, was den Reiz auf den Abschlussband erhöht. Hörbuch: Der Sprecher hat in diesem Band gewechselt, was ich sehr positiv bewerte. Stefan Lehnen passt sehr gut zur Geschichte und setzt sie auf seine Art gut um. Fazit: Insgesamt wieder ein typischer Krist – Krimi, der mich aber nicht ganz überzeugen konnte. Durch die schnellen Kapitelwechsel empfand ich ihn als ein bisscher zu wirr. Die Handlung um den Mord sagte mir dieses Mal nicht ganz so zu bzw. ich fand sie nicht so interessant wie im 1. Teil. Ein paar Seiten mehr und etwas größere Ruhephasen im Aufbau würde ich in Zukunft bevorzugen. Dennoch bin ich auf den letzten Teil sehr gespannt, wie und ob alles miteinander ins Bild passen wird. Hoffentlich ist dies also nur ein typischer, etwas schwächelnder mittlerer Teil einer Trilogie, dessen Schwächen vom Finale ausgeglichen werden.
Spannend und packend führt Martin Krist die losen Fäden aus dem ersten Fall zusammen und verstrickt diese, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und dann kam der Höhepunkt. Das Ende. Wo ist jetzt der nächste Teil? Ich muss wissen wie es weitergeht.
Wie auch der Vorgänger in der Reihe ein sehr gutes Buch, das ich mit Genuss verschlungen habe. Die verschiedenen Erzählstränge, die eigentlich Handlung und die Erzählperspektive in der Ich Form des Täters, funktionieren sehr stimmig und bauen eine mitreißende Spannung auf, und geben ebenfalls viele Möglichkeiten zum Miträtseln, was und wer hinter der ganzen Sache steckt. Auch hält es vor allem zum Schluss noch einige Überraschungen parat. Auch hier stören mich jedoch die ständigen Song Verweise und Zitate, da sie keinen Mehrwert haben für die Story. Was nun mit eigentlich mit dieser Alanna ist? Gute Frage. Viele Andeutungen wieder einmal, aber wann gibt endlich mal eine wirkliche Story dazu?