Diese Geschichte ist keine leichte, zuckersüße RomCom. Vielmehr fand ich das Buch sehr ehrlich und nahbar. Die Protagonistin hat Ecken und Kanten, eine schwere Vergangenheit und typische Probleme einer Anfang 30-jährigen. Hier gibt es keine elektrisierenden Berührungen, romantischen Zufälle oder Feuerwerk. Die Romanze entspinnt sich ganz leise, langsam und so normal, wie man sie vielleicht schon von Freunden mitbekommen hat. Im Mittelpunkt steht aber vielmehr Jolene und ihr Versuch, den Job zu behalten, den sie eigentlich blöd findet, den sie aber braucht. Dies teils auf herrlich witzige und dann wieder traurige Art. Ich mochte all diese Entwicklungen sehr.

Diese Geschichte habe ich sehr gerne gelesen. Mit einer gewissen Tragik erlebt man das Leben von Jolene: Freundlos, Familie nervt sie, sie lebt ärmlich und was sie hat, ist einzig und allein ihren Job, den sie hasst. Anfangs gab es noch die eine oder andere witzige Szene. Einiges hat mich auch an The Office erinnert an Skurrilität. Mit der Zeit hat mir Jolene aber sehr leid getan, vor allem als es um ihre Traumata geht. Man wünscht sich, dass sie da rauskommt und sie alle ihre Probleme lösen kann. Es ist eine Geschichte über die Findung zu sich selbst und was wirklich wichtig im Leben ist. Mir hat die Schreibart sehr gefallen und auch, dass es ohne Spice ist. Es ist auch nur ganz soft eine Liebesgeschichte, primär geht es um andere Themen. Sehr tiefgründig und manchmal auch witzig. Vielleicht habe ich mir mehr lustige Szenen gewünscht es war doch ganz schön traurig.

Ein vor Sarkasmus triefender Büroroman
Jolene arbeitet in einem Großraumbüro für eine große Firma und ist mehr als unzufrieden mit ihren Kolleg*innen. Um ihrem Ärger Luft zu machen hat sie sich überlegt das sie jeder Mail, an einem ihrer Kollegen eine versteckte Botschaft mitschickt um nicht noch durch zu drehen. Doch ausgerechnet Kathlyn, ihre verhasste Kollegin, entdeckt eine dieser Botschaften und so findet Jolene sich in einem Sensitive Seminar mit dem neuen Personaler Cliff wieder. Doch das Seminar ist nicht das einzige das ihr hinterlassen wurde, sondern auch die Einsicht in sämtliche Mails ihrer verhassten Kollegen, sowie deren Chats unter einander. Jolene lernt ihre Kollegen besser kennen und findet bald heraus, dass alles nur eine Fassade ist. Lediglich Cliff scheint als einziger Echt zu sein in dieser Firma. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand es für zwischendurch tatsächlich relativ angenehm. Ich fieberte leicht mit mit Jolene und konnte auch oft ihren Unmut verstehen. Wir kennen, die Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen oft nicht mehr richtig und gerade das Ellenbogenverhalten von Kathlyn zeigt die Gesellschaft gut wieder. Ich mochte Jolene und manchmal tat sie mir sogar etwas leid. Sie gab sich die Schuld an etwas, für das sie nicht verantwortlich war und ließ sich dadurch so beeinflussen. Ich fand die Charakterentwicklung von ihr auch sehr schön und habe die Interaktionen mit Cliff sehr gemocht. Dennoch war mir der Mittelteil zu lang. Es zog sich teilweise sehr, weil nichts passierte, außer das das neuerrichtete Konstrukt so vor sich hin lief. Cliff habe ich sehr gemocht. Er ist ein absoluter Herzensmensch und gibt die Hoffnung an einen nie auf, selbst wenn man selbst gerade nicht so viel von sich hält. Cliff zeigt dir, wie man sich selbst verzeiht. Doch das was Cliff an positivity mitbrachte, ging bei Kathlyn komplett verloren. Ich habe diese Frau wirklich gehasst und finde es schade das sie einfach null Entwicklung gezeigt hat. Selbst am Ende, konnte sie es nicht lassen. Das Ende war ok. Es war jetzt kein atemberaubendes Ende, aber für den Context den dieses Buch mit sich brachte war es ganz gut. Ich hätte mir, nach allem was Jolene für die einzelnen auch getan hat in der Zeit, einfach mehr Interaktionen miteinander gewünscht. Es wäre schöner gewesen, wenn die ein oder andere Beziehung besser aufgearbeitet worden wäre. Das was der Mittelteil zu viel hatte, hatte das Ende zu wenig.
💻 Bürotoxik > 💕 Love Story
Jolene arbeitet in einem Büro, in dem sie sich ständig über nervige Kleinigkeiten und ihre Kolleginnen und Kollegen ärgert. Um sich Luft zu machen, versteckt sie bissige Kommentare in ihren E-Mails – bis das auffliegt und sie zu einem Sensitivity-Training mit dem auffallend freundlichen Cliff muss. Als sie später zufällig Zugriff auf die gesamten Mails der Abteilung bekommt, entdeckt sie, was wirklich hinter den Fassaden ihrer Kolleginnen und Kollegen steckt. Dabei geraten auch ihre eigenen Vorurteile ins Wanken – besonders, wenn es um Cliff geht. —————————- Der Grundgedanke des Buches klang für mich eigentlich richtig spannend und amüsant: bissige Kommentare in E-Mails, Bürodrama und eine Office-Romance. Leider hat sich das beim Lesen für mich ganz anders angefühlt. 😅 Statt einer humorvollen Bürogeschichte hatte ich oft das Gefühl, mitten in einem toxischen Arbeitsumfeld zu sitzen. Fast alle Figuren hatten eine sehr negative Grundhaltung, und ein Großteil der Handlung bestand daraus, dass hinter dem Rücken über andere gelästert oder schlecht geredet wurde. Das hat mich beim Lesen eher gestresst und teilweise auch genervt, statt mich zu unterhalten. 😬 Die Lovestory zwischen Jolene und Cliff, die eigentlich ein zentraler Teil sein sollte, hat sich für mich außerdem sehr gezogen. Lange passiert in dieser Hinsicht kaum etwas, und erst in den letzten etwa 60 Seiten bekommt die Beziehung wirklich Raum. Dadurch wirkte das Ganze für mich etwas unausgewogen und der Romance-Aspekt kam letztlich zu kurz. 💔 Die Idee hinter der Geschichte fand ich weiterhin interessant, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Insgesamt war es für mich ein Buch mit guten Ansätzen, das sich jedoch deutlich mehr auf toxisches Büroklima als auf die versprochene Love Story konzentriert hat. 📧
Leider nicht ganz das was, ich nach dem sehr interessantem Klappentext erwartet habe. Ich war eher auf eine sarkastisch witzige Büro Romanze aus, habe aber menschliche Abgründe bekommen. Da Schreibstil ist flüssig zu lesen, auch wenn sich die Geschichte zwischendurch etwas in die Länge zieht. Alles in allem kann man das Buch gerne für zwischendurch in die Hand nehmen.
Viel erhofft, nichts bekommen
Anhand des Klappentextes hab ich mir hier echt viel erhofft und musste leider schnell merken, dass es nicht mein Buch ist und leider das Potenzial nicht mal annähernd ausgeschöpft wurde. Der Schreibstil ist altbacken und unmodern, ich dachte ich lese ein richtig altes Buch, nicht passend zu den Themen, die es eigentlich vermitteln wollte bzw sollte. Die Handlung blieb ohne Tiefe, die Themen, die hier so schön hätten aufgearbeitet werden können, haben so viel Raum und Möglichkeiten gegeben, welche leider nicht mal im Ansatz auch nur aufgegriffen wurden. Stattdessen bekommen wir farblose und charakterlose Protas und Nebenfiguren die Klischees bedienen und ein Buch, was lieber nicht gelesen werden sollte. Schade schade ☹️
Naajaaa
Die Idee für die Geschichte und den Text auf dem Einband fand ich super... das Lesen an sich war dann weniger ein Vergnügen. Es war einfach zu viel des Guten: zu viel Drama, zu viele eher vulgäre Worte, zu viele Wiederholungen und auch zu überspitzt im Generellen. 2.5 Sterne nur deshalb, weil ich die Idee originell fand und das Cover hübsch gestaltet ist.
Nett für zwischendurch aber nichts besonderes.
Papierstau, tropfende Wasserspender, übergriffige Bemerkungen – manchmal wird Jolene alles zu viel. Um sich Luft zu machen, versteckt sie fiese Bemerkungen in ihren E-Mails. Bis sie eines Tages auffliegt und ein Sensitivity Training mit dem auffällig freundlichen Cliff absolvieren muss. Als sie durch Zufall Zugriff auf sämtliche Mails der Abteilung erhält, lernt Jolene ihre Kolleginnen und Kollegen unfreiwillig besser kennen. Und plötzlich bröckeln die Mauern, die sie aufgebaut hat – besonders, wenn es um Cliff geht … TROPES >Workplace Romance >Enemies to Lovers >Forced Proximity Ja, es gibt nicht wirklich viel zu sagen. Ich bin kein großer Fan von dem Buch. Ich finde Jolene einfach nur anstrengend und nervig. Cliff ist ganz süß ,aber auch nichts besonderes. Das Setting im Büro finde ich jetzt auch nicht so passend für ein Romance Roman. Es war ok, aber es ist auch nicht schlimm wenn man es nicht liest.
Eine leichte Office-Romance voll bitterbösem Humor mit urkomischen, authentischen Charakteren und viel Tiefe
„Wir wissen nie, was die anderen gerade durchmachen, da bin ich keine Ausnahme. Ich habe weder dich noch Armin oder Caitlin so gesehen, wie ich euch hätte sehen sollen.“ Inhalt: Jolene ist unendlich genervt von ihren Kolleg:innen. Am liebsten versteckt sie fiese Beleidigungen in ihren E-Mails. Doch sie fliegt auf und bekommt ein Sensitivity Training mit dem verdächtig freundlichen Cliff verordnet. Als sie nach einem IT-Fehler Zugriff auf sämtliche Mails der Abteilung erhält, lernt Jolene ihre Kolleg:innen unfreiwillig besser kennen. Und plötzlich bröckeln die Mauern, die sie aufgebaut hat - besonders, wenn es um Cliff geht ... Meinung: Die von mir erwartete Office-Romanze blieb für mich etwas zu sehr Nebenthema und wurde nicht tief genug behandelt, doch dafür hat dieses Buch andere Qualitäten. Viel wichtigere, starke Themen werden aufgegriffen. Dieses Buch vermittelt so viel, was im Alltag wichtig ist und mehr gehört werden sollte. Jeder Mensch hat seine Vorgeschichte. Seine Probleme. Seine Sicht, die Welt zu sehen. Aus meiner Sicht, würde sich dieses Buch auch richtig gut als Schullektüre eignen. Es wird einem vor Augen geführt, dass man freundlich und rücksichtsvoll mit seinen Mitmenschen umgehen sollte, mögen sie einen auch noch so aufregen. Dass man nie den Menschen kennt, wenn man ihn nicht sieht. Außerdem werden noch massiver Alkoholkonsum/-Sucht und das Nichtverarbeiten von Traumata behandelt. Angststörungen und Kommunikationsprobleme innerhalb eines Arbeitsteams und dortige Konflikte werden ebenso aufgegriffen. Fazit: Ich finde, man kann hier sehr viel für sich selbst und für den Umgang mit Anderen mitnehmen. Ich danke NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! Auch wenn ich andere Erwartungen an dieses Buch hatte, wurde ich in die urkomische Welt der Arbeitswaben gezogen und gut unterhalten. Aus meiner Sicht auf jeden Fall eine Empfehlung zu lesen, aber wer sich auch eine süß-romantische Story einstellt, wird hier leider etwas enttäuscht. 3,5/5 Sternen

Ein Buch mit wichtigen Themen
Würdet ihr ab und an gerne euren Kollegen und Kolleginnen unverblümt eure Meinung mitteilen? Genau diesem Wunsch gibt Jolene in „Mit freundlichen Grüßen“ von Natalie Sue, erschienen im Aufbau Verlag, nach. Ich möchte erwähnen, dass ich das Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. Vielen Dank dafür! Jolene ist introvertiert und hasst ihre Kollegen, weshalb sie ihnen unverblümt in weißer Schrift unter jeder E-Mail ihre Meinung zusendet. Leider vergisst sie bei einer Mail, die Schriftfarbe an ihre verhasste Kollegin Caitlin zu ändern, und wird dabei ertappt. Daraufhin wird eine Software auf ihrem Computer installiert und Jolene wird zu einem Sensitivity-Training verdonnert. Nur leider wurden wohl die falschen Zugriffe bei ihr aktiviert, denn nun kann sie die Postfächer und E-Mails all ihrer Kollegen lesen. Die Grundidee klang mega, und so startete ich voller Vorfreude in den Roman. Natalie Sue hat einen leichten und flüssigen Schreibstil, mit dem sie mir gut die Gefühlswelt von Jolene darstellt. Dabei zeigt sie extrem gut auf, welche Auswirkungen es auf die Betroffenen hat, wenn man am Arbeitsplatz nicht gesehen wird und keine Anerkennung erhält. Leider fiel es mir jedoch extrem schwer, einen Bezug zu Jolene aufzubauen. Zum einen lag es daran, dass ich ihr Tun und Handeln nicht immer nachvollziehen konnte. Zum anderen packt die Autorin viel zu oft innere Monologe des Hauptcharakters ein, weshalb Jolene lange Zeit keine proaktive und starke Heldin war. Durch die vielen Gedanken der Hauptprotagonistin entwickelte sich die Handlung nur langsam. Dies führte zu Längen im Storytelling und dazu, dass der Spannungsbogen immer wieder abflachte. Anhand der Inhaltsangabe hoffte ich auf eine lockere, leichte Office Romance mit viel Humor, doch leider fehlte der Wortwitz an vielen Stellen. Trotz dieser Kritikpunkte war es mit 3,5 von 5 Sternen eine gut geschriebene Storyline, die leider nicht ganz meinen Erwartungen entsprach.
Im Buch ‚Mit freundlichen Grüßen‘ von Natalie Sue treffen wir auf die Protagonistin Jolene. Sie arbeitet in einem Großraumbüro und versteckt Beleidigungen in Mails an ihre Kollegen. Sie wird zu einem Sensitivity Training verdonnert, um ihren Job zu behalten. Durch Zufall kann sie auf sämtliche Mails ihrer Kollegen zugreifen. So lernt sie ihre Kollegen von einer anderen Seite kennen und muss am eigenen Leib spüren, wie es ist. Das Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und durch den Klappentext wollte ich das Buch unbedingt lesen.. Natalie Sue hat einen leichten und flüssigen Schreibstil, außerdem schafft sie es die Gefühle der Protagonistin gut rüber zu bringen. Ich hatte auf ein humorvolles Buch gehofft. Mit Jolene hat die Autorin eine Figur geschaffen, welche sehr menschlich und echt wirkt. Man kann ihre Gedanken gut nachverfolgen und ebenso ihre Gefühle. Die Autorin zeigt auf, wie sich ein ein Job auswirken kann, besonders wenn man nicht gesehen wird oder nach eigenem Gefühl, nicht ernst genommen wird. Nach meinem Gefühl+hl entwickelte sich die Handlung nur langsam, vieles geschah im Kopf der Protagonistin, wodurch man das Gefühl hatte die Szenen ziehen sich. Dadurch fiel es mir schwer bei der Sache zu bleiben, da es ebenfalls wenig spannend war. Trotz dessen war das Buch gut geschrieben.










