Fidelma auf Irrwegen
Dass Tremayne ein Fan der christlichen Lehre wie sie in Irland galt bevor der römische Ritus Einzug hielt, ist längstens bekannt. Die Folgen insbesondere für die Stellung und Rechte der Frauen ist in vielen Fidelma-Büchern beschrieben. Dieser Band ist eine harsche Kritik der römisch-katholischen Kirche. Einige Themen wie der Zölibat oder ein kleiner Kreis alter Männer, die für die gesamte Menschheit entscheiden, was richtig oder falsch ist, könnten nicht aktueller sein. Die theologischen Umwegen führen auch Fidelma auf Irrwegen. Sie übersieht Offensichtliches, kommt in ihren Ermittlungen nicht vom Fleck, weil sie sich ablenken lässt und nicht klar denkt. Ausgerechnet als der Oberste Richter angekündigt wird, löst sie drei Todesfälle innert wenigen Stunden auf. Als ob sie den Schmach vermeiden wollte, ausgerechnet vor dem sich zu blamieren, der ihr den Traumjob vor der Nase weggeschnappt hat.


