Ein packender Zufallsfund! Bin zufällig über dieses Buch gestolpert und da mich Geschichten aus der Nachkriegszeit immer interessieren, habe ich es gekauft und wurde nicht enttäuscht. Die Autorin verwebt auf unterhaltsame Weise historische Fakten mit Fiktion, verknüpft unterschiedliche Einzelschicksale mit der Geburtsstunde des Grundgesetzes. Ja, es ist auch die Geschichte Ilsas und ihrer Mitbewohnerinnen, auch eine Liebesgeschichte und dennoch ein informatives Buch über die Anfänge der Bundesrepublik und den Umgang der Einzelnen mit ihrer Vergangenheit. Ein durchaus gelungenes Debüt, das mich neugierig macht auf weitere Bücher der Autorin.
Interessante Thematik
Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil mich das Thema sehr interessiert hat. Der Plot dieses Romans kreist um die "Geburtsstunde" der deutschen Grundgesetze. Meiner Meinung nach wird aber viel zu wenig darauf eingegangen. Es wird viel mehr Ilsa's Geschichte erzählt. Es werden nebenbei noch einige heikle Themen in Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg oberflächlich angerissen. Es wird aber nichts davon vertieft. Ich fand den ganzen Plot konstruiert, teilweise plump. Über das eigentliche Thema, mit dem dieses Buch angepriesen wird, habe ich so gut wie nichts erfahren. Schade! 😑 Zum Glück war das Buch leicht zu lesen. Großen literarischen Anspruch hat es allerdings nicht.
Ein Buch über die Frauen, die die Gleichberechtigung ins Grundgesetz brachten....
... heißt es auf der Rückseite. Ein bisschen stimmt das ja. Der Fokus liegt allerdings auf die Liebesgeschichte der Ilse und ihr Durchkommen in Berlin. Das Grundgesetz spielt auch mehr eine Nebenstory. Schade.
Die Unbeirrbaren
Ich habe mir das Buch hauptsächlich gekauft, da die Autorin eine Nachbarin von mir ist. Das Thema, über das sie schreibt, ist ein Superwichtiges, nämlich wie der Satz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" ins Grundgesetz im Jahr 1949 aufgenommen wurde. Dafür hat die Autorin Deike Wichmann akribisch recherchiert und viele Originalzitate und auch die Sprache der damaligen Zeit verwendet. Das Buch ist aus Sicht der Protagonistin Ilsa geschrieben, die als Assistentin im Parlamentarischen Rat und insbesondere von Elisabeth Selbert die Entstehung des Grundgesetzes unmittelbar miterlebt. Zusätzlich erfahren wir viel über die Zeit im Nachkriegsdeutschland, über Täter und Mitläufer, Überlebende und Kriegswaisen. Die Narben, die der Krieg hinterlassen hat und die Wunden, die nie verheilen. Einen halben Stern Abzug gibt es für die etwas naive Sprache, die mir nicht so gut gefallen hat.
Wunderbar recherchiert, ausgearbeitete Charaktere. Der Alltag im Nachkriegsdeutschland gut erzählt
Wunderbare Geschichte. Sehr packend und emotional geschrieben.





