23. Juni
Rating:4

Unterhaltsamer historischer Liebesroman…

Das Cover gefällt mir und ich finde, es passt zu dieser Geschichte. Emma liebt das Theater und würde gern eine erfolgreiche Autorin für Theaterstücke werden. Doch dann gerät sie in eine Notlage und muss eine Dienststelle als Gesellschafterin bei Lady Darlington antreten, die ihre Tochter Anthea gern mit dem reichen Mr. Livingston verheiraten möchte. Da nichts funktioniert, damit sich die beiden näher kommen, schreibt Emma ein Theaterstück für die beiden. Doch auch das hilft nicht. Vielmehr scheint es so, als würde sich Anthea nur zu dem Dandy Mr Beauchamp hingezogen fühlen, doch auch Emma lässt er nicht kalt. Emma ist eine liebevolle und herzliche junge Frau. Sie meint es mit allen gut und ist äußerst gutgläubig. Nicht selten gerät sie dadurch in Schwierigkeiten und muss gerettet werden. Trotzdem merkt man, wie wichtig es ihr ist ihre Lieben zu beschützen und sie gönnt allen nur das Beste. Ihren großen Traum konnte ich total nachvollziehen, aber auch dahingehend ist sie etwas blauäugig. Trotzdem lässt sie sich bei keinem Rückschlag beirren und kämpft weiter für ihr Ziel. Mir persönlich war sie aber etwas zu naiv, was schon fast klischeehaft wirkt. Aber sie ist in jedem Fall super sympathisch. Ambrose fand ich auch sympathisch und ein bisschen gewitzt. Er hat nicht nur mich gut unterhalten. Ich mochte, wie er Emma wieder provoziert und herausfordert. Wie er sich ansonsten in der Damenwelt bewegt hat, ist für einen Dandy in der vorherrschenden Zeit wohl normal. Im Umgang mit Emma fand ich ihn jedoch zum Teil schwierig. Ich konnte grundsätzlich nachvollziehen, war um er ist, wie er ist, trotzdem hätte ich mir etwas mehr Zuneigung gewünscht. Im Laufe der Geschichte wird ihm dann aber einiges deutlich, so dass man eine schöne Entwicklung erkennen kann. Alle anderen Figuren haben mir auch gut gefallen und haben die Gesamthandlung sinnvoll ergänzt. Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen. Es gibt viele kleinere und größere Konflikte und überraschende Wendungen. Die Geschichte ist schon recht humorvoll und unterhaltsam und ich bin schnell durchgewesen. Die gewählten Themen waren durchaus interessant, aus meiner Sicht aber nur recht oberflächlich bearbeitet. Das hat aber zu dieser Geschichte gepasst. Und das Ende war dann mal etwas anderes und hat mich so auch abgeholt. Den Schreibstil fand ich gut. Alles leist sich locker und flüssig. Sprachlich passt alles in die vorherrschende Zeit. Die Dialoge sind unterhaltsam und humorvoll. Die Beschreibungen des Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben ein Bild vor meinem inneren Auge entstehen lassen. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene war für mich gut. Man konnte sich in die Figuren hineinversetzen und sie im Grunde auch alle nachvollziehen. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung (4/5 Sterne), weil Emma und Ambrose schon recht sympathisch sind, weil die Geschichte durchaus unterhaltsam ist und weil der Schreibstil locker und leicht ist. Ein halbes Sternchen ziehe ich aber ab für Emma. Die war mir persönlich einfach ein bisschen zu naiv. Ein weiteres halbes Sternchen ziehe ich ab, weil ich die Handlung insgesamt etwas klischeehaft und vorhersehbar fand. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack. Trotzdem lohnt es sich in jedem Fall diese Geschichte zu lesen. Vielen Dank an Julie Marsh und den atb-Verlag für diese Geschichte.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
7. Okt.
Ein netter Regancy Roman für zwischendurch
Rating:4

Ein netter Regancy Roman für zwischendurch

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich von Julie Marsh ist ein netter Regancy Romance Roman. Zudem ist es er erste Teil einer Reihe. Das Buch ist in sich abgeschlossen. London 1807 die junge Emma Smart wächst bei ihrem Vormund auf. Doch als dieser ins Schuldnergefängnis kommt muss sich Emma selbst durchschlagen. Sie findet eine Anstellung als Gesellschafterin bei Lady Darlington. Hier soll sie helfen die Tochter der Lady mit dem Reichen Nachbarn zu verkuppeln. Doch diese scheint nur Augen für den Dandy Ambrose zu haben. Emma versucht mit einem selbstgeschriebenen Theaterstück der Liebe auf die Sprünge zu helfen. Doch sie ahnt nicht was sie damit anrichtet. Der Schreibstil von Julie Marsh ist flüssig und leicht. Sie schafft es eine nette Atmosphäre zu schaffen und den Leser in die Regancy Zeit zu versetzten. Sie hat eine tolle Mischung aus moderner und historischer Sprache. Ihr Buch erinnert etwas an die großen Werke von Jane Austen. Es gibt eine sympathische junge Frau die sich ihren Weg in einer Männerdominierten Welt bahnt. Es hatte leichte Anwandlungen von Stolz und Vorurteil gerade im Umgang zwischen Emma und Ambrose. Stellenweise waren mir die Protagonisten etwas zu anstrengend. Emma wirkte manchmal naiv und Ambrose war häufig sehr unsympathisch. Ich konnte die Gefühle von Emma nicht ganz nachvollziehen. Auch wirkte es gegen Ende etwas zu konstruiert und vorhersehbar. Das Buch hat mir recht gut gefallen. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, mit einem tollen historischen Flair, einer etwas unausgegorenen Liebesgeschichte. Sie bietet Abwechslung , Wirrungen und auch Humor.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
19. März
Rating:3

Das war eine sehr ungewöhnliche Geschichte. Wir bewegen uns hier im Jahr 1807. Der Anfang hat mir richtig gut gefallen, aber dann hat die Story mich auch schnell wieder verlassen. Emma stolpert von einem Schicksalsschlag in den nächsten. Es entsteht eine Odyssee an Ereignissen, die ich so rein gar nicht vorhersehen konnte, was ja an sich nicht schlecht ist. Ich kam mir manchmal wie in einem Tollhaus vor. Wie ein Theaterstück in einem Theaterstück, um mich an den Klappentext zu orientieren. Ambrose mochte ich nicht so wirklich. Er ist ein Lebemann und sieht nur seine Vorteile. Ich bin ehrlich, dieser Herausforderung wäre ich nicht gewachsen. Aber ich muss mich auch nicht mit ihm herumschlagen. Unterhaltung wurde hier definitiv geboten, auch wenn mich die beiden Hauptcharaktere nicht überzeugen konnten. Aber vielleicht seht ihr das anders. Man konnte die Geschichte auf jeden Fall gut lesen. Ich habe das Buch auch fast in einem Rutsch durch gehabt. Mit dem Schreibstil kam ich sehr gut zurecht. Mir fehlte es hier vor allem an wechselnden Emotionen. Eigentlich wurde sich hier fast nur angekeift. Eine schöne Diskussion oder Konversation gab es für mich hier fast nicht. Leider konnte mich diese Geschichte, trotz interessanter Wendungen nicht überzeugen.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
10. Jan.
Rating:3

Ich wurde gut unterhalten. Hab es nebenbei beim Puzzeln gehört. Es war ganz nett aufgebaut, man konnte sich einfach berieseln lassen. Doch die Verbindung der Charaktere (Emma & Ambrose) bzw. die Anziehung der Beiden, habe ich erst ab der Hälfte gespürt. Dann wurde die Geschichte für mich auch interessanter. Davor fand ich es etwas langatmig. Es ähnelt sehr den Geschichten von "Jane Austen", unter anderem habe ich Teile von "Mansfield Park" wiedererkannt (ein Theaterstück gemeinsam einstudieren). Das hin und her der Charaktere war echt anstrengend, besonders wurde es am Ende nervig. Obwohl ich Frances als Charakter echt mochte und ich wegen ihr auch das ein oder andere Mal laut gelacht habe (sehr amüsanter Charakter), weiß ich noch nicht, ob ich im nächsten Teil ihre Geschichte hören möchte. Die Sprecherin war wie immer super.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
9. Nov.
Rating:4

Was für ein herrlicher Auftakt der Ladys von Somerset. Eine unterhaltsame, abwechslungsreiche und stimmungsgeladene Theaterkomödie ganz im Erzählstil von Bridgerton. Emma Smarts große Leidenschaft ist das Theater und so versucht sie Schulden ihres Vormundes durch ein selbstgeschriebenes Theaterstück aufzufangen. Doch es ereignet sich eine Tragödie nach der anderen, die sie zwingt, immer wieder ihre Pläne zu ändern und in der Not Dinge zu tun, die ihr viel abverlangen und so gar nicht zu ihren Prinzipien passen. Genau das hat mir gefallen, weil hier so viel Handlung vorhanden ist, die herrlich frisch und lustig ist, gerade wo sich ihr Weg mit dem von Ambrose Beauchamp, einem Dandy wie er im Buche steht, kreuzt. Die gegenseitige Abneigung, die vielen humorvollen Wortgefechte mit den unterschiedlichen Vorstellungen von Abläufen und Zielen haben mir eine tolle Lesezeit beschert. Gerade durch die vielen nicht absehbaren Wendungen ist dieses Buch so gelungen, weil es eine Mischung aus traurigen, berührenden, lustigen und romantischen enthält, genau richtig dosiert. Auch wenn es scheint, dass Ambrose nichts im Leben wirklich ernst nimmt und ein absoluter Lebemann ist, so bekommt man im Laufe der Zeit genügend Einblicke, um ihn von einer völlig anderen Seite kennenzulernen und auch Emma muss viel umdenken und lernen, sich nicht von gewissen Vorurteilen leiten zu lassen. Gerade die Szenen mit dem Valet Warwick von Ambrose und Miss Darlington haben Gänsehaut verursacht und der Geschichte damit unglaublich Tiefe auch gegeben. Ein kleiner Punktabzug, da sich mir das Verhalten zum Ende von Ambrose nicht ganz erschloss und es auch keine einleuchtende Erklärung dafür gab. Die Charaktere sind toll gewählt, selbst wenn sie divenhaft oder eifersüchtig, vorwitzig oder auch chaotisch sind, alle sind auf ihre Weise interessant und genau passend zum Handlungsstrang. Ich bin angenehm überrascht, besonders der Titel macht total neugierig auf die Geschichte. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen und freue mich schon auf Francis Geschichte.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
3. Sept.
Ein richtiger Buchschatz!
Rating:5

Ein richtiger Buchschatz!

Eine unterhaltsame Liebesgeschichte zur Regency-Zeit London, 1807: Die Waise Emma lebt seit vielen Jahren bei ihrem Vormund. Dieser hat eine Wohnung in London und einen Landsitz in Somerset. Für Emma ist gerade in London die Zeit immer sehr vegnüglich, denn sie liebt es, das Theater zu besuchen. Als ihr Vormund aber überraschend in den Fleet, ein Gefängnis für hochverschuldete Menschen, gesteckt wird, ändert sich das Leben für Emma sehr und sie muss sich eine Stelle suchen, um selbst für ihr Einkommen sorgen zu können. Darum nimmt sie auch die Stelle als Gesellschafterin für Miss Darlington an, der sie die Literatur näherbringen soll, vorallem um damit bei ihrem Heiratskandidaten Mr. Livingston Eindruck zu schinden. Dieser lässt sich aber von den Bemühungen der Miss wenig beeindrucken und bringt Emma so in Misskredit bei Lady Darington, die nur aus diesem Grund eine Gesellschafterin engagiert hat. Erst als Emma die Idee hat, eine Theaterstück gemeinsam einzuüben, wirkt es so, als könne eine Eheanbahnung zwischen der Miss und dem Mister doch noch gelingen... Julie Marsh erzählt in diesem Regency-Roman eine unterhaltsame Liebesgeschichte à la Jane Austen. Emma ist eine sympathische junge Frau, die durch ihre Leidenschaft für das Theater einen Lebenstraum hat, den sie sich erfüllen möchte. Allerdings wird ihre Naivität immer wieder ausgenutzt und der Dandy Mr. Beauchamp eilt ihr einige Male zu Hilfe. Die Sprache der Autorin liest sich flüssig, wenn auch die ersten Seiten etwas gewöhnungsbedürftig waren, durch den ungewöhnlichen, dem historischen Hintergrund angepassten Schreibstil. Hin und wieder lese ich sehr gerne Romane aus der Regency-Zeit und bin auch großer Fan von Jane Austen und deren Werken. Julie Marshs Erzählweise ist sehr unterhaltsam und vermittelt eine tolle Athmosphäre, sodass man sich wirklich in der Handlung verlieren kann. Das Ende war zwar etwas vorhersehbar und hätte durchaus etwas geheimnisvoller sein können, was meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan hat. Es freut mich sehr, dass es noch einen zweiten Teil mit der unzähmbaren Frances als Protagonistin gibt und ich freue mich schon sehr, diesen demnächst zu lesen.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
1. Juni
Rating:4.5

Julie Marsh: Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich Verlag: Aufbau Taschenbuch ET: 11.04.2022 402 Seiten 💐 💐 💐 💐 💐 Ein Roman, welcher hinsichtlich Charakterzeichnung und Witz in bester Jane Austen-Tradition steht! Spritzig, humorvoll, romantisch, aber gleichzeitig auch realistisch auf die Welt des beginnenden 19. Jahrhunderts blickend. Doch um was geht es im ersten Band der 𝓛𝓪𝓭𝔂𝓼 𝓿𝓸𝓷 𝓢𝓸𝓶𝓮𝓻𝓼𝓮𝓽 ? Im London des Jahres 1807 träumt Emma von einer Karriere als Drehbuchautorin am Theater. Doch ist dies überhaupt als junge Frau möglich? Der Wunsch scheint in noch weitere Entfernung zu rücken, als ihr Vormund in schwere finanzielle Schwierigkeiten gerät. Als sie jedoch von der exzentrischen Lady Darlington als Gesellschafterin, mit dem Ziel ihre Tochter mit dem reichen Nachbarn zu verkuppeln, angestellt wird, scheint ein Theaterstück eine gute Möglichkeit zum besseren Kennenlernen der Unwilligen. Als noch der berühmt-berüchtigte Dandy Ambrose Beauchamp dazukommt, scheint das Gefühlschaos perfekt... 💐 💐 💐 💐 Julie Marsh feiert mit dem Roman ihr Debüt als Autorin – und zwar ein nahezu perfektes Debüt, indem sie eine vielschichtige Regency-Romance mit hohem Unterhaltungswert, aber auch Tiefgang zu Papier gebracht hat! Der Leser durchläuft bei der Lektüre ein Potpurri an Gefühlen, ist er mal hochgradig belustigt ob der stark überzeichneten, exzentrischen Figur einer Lady Darlington oder eines ironisch-beißenden Ambrose Beauchamp, der sich und die Welt partout nicht ernst nehmen möchte und das Dandytum in Perfektion auslebt, an anderer Stelle fühlt er mit Emma bei ihren Versuchen einen Platz in der Welt zu finden mit bzw. schüttelt den Kopf über die Ignoranz und Ungerechtigkeit einer per se abgeschafften, jedoch in täglichem Rassismus und Ausbeutung weiterexistierenden Sklaverei. Letztlich scheint der Roman auch sagen zu wollen, dass ein jeder sich entscheiden muss, welche Rolle er im Leben spielen möchte und dass man seine Chancen weise nutzen soll. Mit Emma und Ambrose betritt jedoch auch ein Paar die literarische Bühne, welches im besten Stile Maus und Katz ist, was dem Leser unweigerlich höchst unterhaltsame verbale Schlagabtausche bietet. Doch wie heißt es so schön, was sich neckt, das liebt sich – doch hier möchte ich nicht zu viel verraten, außer, dass Emma und Ambrose nicht nur einige Prüfungen bestehen müssen, sondern wohl erst zu sich selbst stehen und finden müssen, um das Wichtige im Leben zu erkennen und kurzsichtige Vorurteile zu überwinden. Der Roman gestaltet sich hinsichtlich der Liebesgeschichte(n) spannend, vielfältig, durchaus sehr romantisch, aber auch mit Realismus durchwirkt. Sprachlich ist der Autorin ein, in schönen Floskeln oder älteren Begriffen die Epoche authentisch darstellendes Wortgerüst gelungen, welches jedoch an einzelnen Stellen jedoch durch moderne Ausdrücke kurzzeitig den Lesefluss und das imaginäre Bilderkino des Lesers unterbricht. Insgesamt jedoch ein sehr gelungenes Debüt, welches sich auch als ideale locker-leichte, jedoch nicht oberflächlich-heitere Lektüre für einen schönen Lesenachmittag im Garten eignet.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
29. Jan.
Theater, Theater, der Vorhang geht auf
Rating:4

Theater, Theater, der Vorhang geht auf

Während bereits Band 2 der Ladys von Somerset von Julie Marsh erschienen ist, habe ich es endlich geschafft, mich dem Auftakt der Reihe zu widmen. Ich habe mich spontan für das Hörbuch entschieden - und konnte kaum mal auf "Pause" drücken. Das lag vor allem daran, dass Sprecherin Karoline Mask von Oppen den Text sehr hörf-freundlich interpretiert hat. Sie spricht den Text sehr lebhaft und abwechslungsreich. Julia Marsh liefert mit ihrer vielschichtigen Regency Romance aber auch eine Steilvorlage, so dass knapp 9 Hörbuch-Stunden wie im Flug vergehen.  . Es geht - wie sollte es anders sein - um die Liebe in Zeiten starrer Konventionen. Julie Marsh verpackt das in eine Geschichte, die sich auf ihre Art aber doch wiederum von anderen Romances des Genres abhebt. Dafür sorgt Protagonistin Emma Smart. Sie ist als sehr interessante Persönlichkeit angelegt. Im London des Jahres 1807 zieht es sie als Autorin ans Theater. Und so durfte ich in diesem Roman ganz viel herrliche Theaterluft schnuppern - was mir überaus gut gefallen hat und für mich ein großer Pluspunkt der Geschichte war. . Neben Emma gibt es noch ein ganzes Arsenal anderer, mal stereotyper, mal in ihrer Entwicklung sehr überraschender Charaktere. Lords, Ladys und die Suche nach der großen Liebe - das ist auch hier Dreh- und Angelpunkt der Story. Julie Marsh entwickelt und interpretiert das alles aber teilweise interessant anders. Ich denke da zum Beispiel auch an eine Liebesszene, bei der mit direkter Leseransprache diskret "ausgeblendet" wird. Das fand ich sehr gelungen - zumal ich ja bekennender Fan davon bin, einiges doch lieber der Fantasie zu überlassen.   . Fazit: Teil 1 der "Ladys von Somerset"-Reihe liefert gute Unterhaltung mit einem Mix aus Romantijk, Drama, Spannung und Humor.  Ich finde den Plot erfrischend, die Protagonistin modern und das Theater-Ambiente besonders. Die Hörbuchsprecherin hat einen tollen Job gemacht. Von mir gibt's also eine Empfehlung.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
4. Nov.
Rating:4

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar Preis: € 8,99 [D] Verlag: Aufbau Digital Seiten: 400 Format: Ebook Reihe: Band 1 Erscheinungsdatum: 24.03.2022 Inhalt: Lords, Ladys und die große Liebe. London, 1807: Als die theaterbegeisterte Emma in eine Notlage gerät, muss sie sich von Lady Darlington als Gesellschafterin anstellen lassen. Die Lady will ihre Tochter Anthea mit dem reichen Nachbarn Mr Livingston verheiraten – ausgerechnet mit Emmas Hilfe. Leider scheint sich Anthea mehr für den berüchtigten Dandy Ambrose Beauchamp zu interessieren als für den Nachbarn. Geschickt versucht Emma daher mit einem Theaterstück der Liebe auf die Sprünge zu helfen. Während der Proben wird es immer schwieriger, zwischen gespielter Liebe und echten Gefühlen zu unterscheiden. Nicht zuletzt für Emma selbst, deren eigenes Herz unberechenbar auf den Dandy reagiert ... Eine humorvolle und atmosphärische Liebesgeschichte mit einer unwiderstehlichen Heldin – erfrischend modern und so charmant wie ein Roman von Jane Austen. Meine Meinung: Emma Smart hat ihre Eltern verloren und lebt seitdem bei ihrem Onkel in London. Als dieser ins Schuldnergefängnis gerät, muss sie sich eine Arbeit suchen. Dank ihrer Schwäche für Literatur wird sie als Gesellschafterin von Lady Darlingtons Tochter Anthea angestellt, damit diese die Aufmerksamkeit des reichen Nachbarn Mr. Livingston auf sich ziehen kann. Doch sie hat nicht mit dem Lebemann Ambrose Beauchamp gerechnet, der nicht nur Lady Darlington umwirbt, sondern auch auf Anthea ein Auge geworfen hat. Emma hat mir als Charakter von Anfang an unglaublich gut gefallen. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen und liebt das Theater. Sie möchte Theaterstücke schreiben, doch als Frau in den 1800er Jahren ist das nicht gerade einfach. Und als dann auch noch der Onkel als Unterstützer fehlt, krempelt sie die Ärmel hoch und begibt sich auf Arbeitssuche. Tatkräftig, selbstsicher und intelligent - sie ist die perfekte Heldin für diesen Reihenauftakt. Nach der Bridgerton-Reihe bin ich richtig auf den Geschmack gekommen Romane aus dieser Zeitphase zu lesen. Es macht Spaß sich in die Geschichte und Gesellschaft von damals einzufühlen und Romantik steht bei diesem Buch ganz weit oben. Die Irrungen und Wirrungen sind köstlich mitzuerleben und haben mich stark an Jane Austen erinnert. Im Gegensatz zur Bridgerton-Reihe wird die eine amouröse Szene des Buches nur kurz angedeutet und dann beginnt das nächste Kapitel. Wer sich also erhofft heiße Geschichten zwischen den Laken zu erleben, ist hier falsch. Der Erzählstil ist frisch und angenehm zu lesen. Das gesamte Buch wird aus der Sicht von Emma erzählt. Oft wendet sie sich direkt an den Leser, sodass der Eindruck eines Gesprächs miteinander oder einer tatsächlichen Theateraufführung erweckt wird. Das hat mir gut gefallen und passt thematisch hervorragend. Fazit: Eine romantische Geschichte mit einer selbstsicheren Protagonistin im 19. Jahrhundert. Zum Glück wurde Teil 2 mit dem Titel "Ein Lord, die rebellische Frances und die Ballsaison" bereits für den 16.01.23 angekündigt. Für mich steht fest, dass ich auch diesen Band lesen werde. Daher vergebe ich vier Sterne.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB
26. Okt.
Rating:4

Worum geht es?: London, 1807: Als die theaterbegeisterte Emma in eine Notlage gerät, muss sie sich von Lady Darlington als Gesellschafterin anstellen lassen. Die Lady will ihre Tochter Anthea mit dem reichen Nachbarn Mr Livingston verheiraten – ausgerechnet mit Emmas Hilfe. Leider scheint sich Anthea mehr für den berüchtigten Dandy Ambrose Beauchamp zu interessieren als für den Nachbarn. Geschickt versucht Emma daher mit einem Theaterstück der Liebe auf die Sprünge zu helfen. Während der Proben wird es immer schwieriger, zwischen gespielter Liebe und echten Gefühlen zu unterscheiden. Nicht zuletzt für Emma selbst, deren eigenes Herz unberechenbar auf den Dandy reagiert. Der Schreibstil: Die Geschichte wird aus der Erzähler Perspektive erzählt. Der Schreibstil hat mir erstaunlich gut gefallen. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und auch teilweise mit dem ein oder anderen Witz verpackt. Anfangs hat mir allerdings der rote Pfaden gefehlt, wodurch der Einstieg etwas schwierig viel. Besonders die Landschaftsbeschreibungen von Somerset sind sehr gut ausgearbeitet und konnte ich mir bildlich vorstellen. Die Hauptfiguren: Emma ist eine junge Dame, welche in finanzieller Not steht. Sie wird als Gesellschafterin eingestellt um die Anthea zu verkuppeln. Bei ihr hatte ich gemischte Gefühle. Sie versucht alles um ihre Arbeitgeberin zufrieden zu stellen, verpfeift dafür aber nahestehende Menschen und gibt doch den einen oder anderen absolut unmöglichen Kommentar ab. Ich kann verstehen, dass sie nur ihre Haut retten möchte, aber besonders sympathisch macht sie das nicht. Mit der Zeit hat sie aus ihren Fehlern gelernt und ich konnte mich langsam mit ihr anfreunden. Ambrose ist ein Charmeur und Frauenheld. Seine Absichten sind sehr schnell klar und seine Sticheleien gegen Emma waren sehr amüsant. Kurzum kann ich sagen, dass ich Ambrose schon seit Seite 1 an ins Herz geschlossen habe und er das Buch mit seinen Sprüchen bereichert. Endfazit: Das Buch hat mich positiv überrascht. Der Schreibstil ist sehr erfrischend und mit sehr viel Humor versehen. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich schon jetzt auf den Folgeband gespannt. Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sterne. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ich
Die Ladys von Somerset – Die Liebe, der widerspenstige Ambrose und ichby Julie MarshAufbau TB