3. Sept.
Rating:4

Gelungener Abschluss der Bloomsbury Reihe

Virgina und Leonardo Woolf feiern mit ihrem Verlag, der Hogarth Press, erste Erfolge und auch Virginia kann mit ihren Büchern erste Erfolge für sich verbuchen. Dann lernt sie Vita Sackville-West kennen, die für ihr skandalöses Liebesleben bekannt ist. Sie lernen sich beide kennen und es entsteht eine zarte Liebe zwischen ihnen. Virginia erlangt immer mehr an Leichtigkeit, was sie schließlich zu ihrem Werk "Orlando" inspiriert. Einen besseren Abschluss für diese Reihe hätte man sich nicht wünschen können. Man lernt wieder die Protagonisten tiefsinnig kennen und bekommt einen guten Überblick darüber, wie die historischen Personen gelebt haben können. Der Schreibstil ist anspruchsvoll und nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, was keinesfalls als negative Kritik von mir gemeint ist. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen.

Die Liebenden von Bloomsbury – Vita und der Garten der Liebe
Die Liebenden von Bloomsbury – Vita und der Garten der Liebeby Stefanie H. MartinAufbau TB
9. Juli
Rating:5

Liebe erleben Vita Sackwall-West ist eine erfolgreiche Schriftstellerin des beginnenden 20. Jahrhunderts. Virginia Woolf und sie lernen sich durch einen gemeinsamen Bekannten kennen. Virginia weiß von Vita aufregendem Liebesleben und lässt sich auf die, auf sie so faszinierende Frau, ein. Virginia lernt körperliche Liebe kennen, aber muss auch lernen, mit der sprunghaften Vita klarzukommen. Vitas Charakter stellt Virginias Psyche dabei manchmal auf eine harte Probe. „Die Liebenden von Bloomsbury - Vita und der Garten der Liebe“ ist Band 3 der Bloomsbury-Saga der Autorin Stefanie H. Martin. Die drei Buchcover sehen sich ähnlich und spiegeln die Zeit ihrer Protagonistinnen wider. Ich habe alle drei Bände gelesen. Fiel es mir beim ersten Band noch schwer, der Geschichte und ihren Charakteren folgen zu können, wurde es von Band zu Band besser. Ich finde, es ist der Autorin außergewöhnlich gut gelungen, die Bloomsburys, die damalige Zeit und vor allem auch die Sprachweise, geprägt durch die Literatur der damaligen Zeit und aufgrund des Intellekts der Bloomsbury, darzustellen. Hielt ich den Charakter der Virginia Woolf am Anfang noch für sehr schwierig, entwickelte sich jedoch immer mehr Verständnis für ihr Verhalten. Als unwahrscheinlich sensibler Mensch, mit hoher Intelligenz und ihrer Familiengeschichte wurde ihr Charakter und ihre Psyche geprägt. Vita Sackwall-West jedoch ist charakterlich vollkommen verschieden von Virginia, sprunghaft, im Intellekt zwar nicht oberflächlich, aber doch nicht so hinterfragend wie Virginia. Stefanie H. Martin hat diese Unterschiede wunderbar dargestellt, indem sie die Hochs und Tiefs in der Beziehung der beiden herausgehoben hat. Ich finde auch die allgemeinen Beziehungen der Bloomsburys wurden grandios erklärt. Es mag verwirrend klingen, aber auch sie waren oftmals Sklave der gesellschaftlichen Erwartungen. Umso interessanter fand ich die Ehen der Protagonistinnen, sowohl Virginias, als auch Vitas und Vanessas. Ich muss sagen, ich fand es von Vorteil, alle drei Bände gelesen zu haben. Ich stelle es mir schwierig vor, der Geschichte zu folgen, wenn man die vorhergehenden Bände nicht gelesen hat. Alles in allem für mich eine grandiose Reihe über grandiose Frauen der Bloomsbury-Ära, die dem Leser diese Charaktere nahe bringen. Eine Leseempfehlung für all jene, die gerne historische Romane lesen und an Literatur interessiert sind. Ich würde jedoch empfehlen, alle drei Bände ich chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Die Liebenden von Bloomsbury – Vita und der Garten der Liebe
Die Liebenden von Bloomsbury – Vita und der Garten der Liebeby Stefanie H. MartinAufbau TB
9. Juli
Rating:4

Auch der dritte Teil 'Der Liebenden von Bloomsbury' von der Autorin Stefanie H. Martin hat mir gut gefallen. In 'Vita und der Garten der Liebe' dreht es sich, wie schon der Titel verrät, um Vita Sackville-West und Virginia. Alle anderen der Bloomsbury Group spielen diesmal kaum eine Rolle. Das war das einzige was ich etwas schade fand. Es wurde zum Ende hin ein winziges bisschen langatmig und ich hätte gerne noch etwas über Vanessa etc gelesen. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Die gut situierte Schriftstellerin und Dichterin Vita und die eigensinnige Schriftstellerin Virginia Woolf lernen sich durch Clive, Virginias Schwager, kennen und erliegen recht schnell der gegenseitigen Anziehung. Ab da beginnt ein behutsames herantasten der verheirateten Damen und Virginia erlebt zum ersten Mal die Leidenschaft zwischen zwei Menschen. Vita hat ein sehr flatterhaftes Wesen und unterhält trotz ihrer großen Liebe zu ihrem Mann Harold einige Affären. Virginia hat nach wie vor schwer mit ihrer kränklichen Konstitution zu kämpfen und daran ändert auch die flotte Vita oder ihr aufoperungsvoller Ehegatte Leonard nichts. Am Ende erfahren wir noch in kurzen Sätzen wie das restliche Leben der einzelnen Bloomsburys weiterging, das war auch sehr interessant zu lesen. Eine schöne und informative, biographische Triologie geht zu Ende und ich würde empfehlen alle Teile zu lesen um komplett in die Erzählung rund um die Bloomsbury Group einzutauchen.

Die Liebenden von Bloomsbury – Vita und der Garten der Liebe
Die Liebenden von Bloomsbury – Vita und der Garten der Liebeby Stefanie H. MartinAufbau TB