Historischer Roman mit einer Spur Krimi. Ich lese bzw. höre Balsons Bücher mit Begeisterung, auch dieses. Allerdings hat es mich nicht ganz so mitgerissen und emotional berührt wie seine anderen Bücher. Vielleicht weil mit Liam Taggert und Catherine Lockhardt gefehlt haben. Nichtsdestotrotz hat mich Elis Geschichte berührt und mir wurden die Schrecken des Holocaust einmal mehr vor Augen geführt.
Mal wieder ein sehr berührendes Buch, das einem eine Gänsehaut beschert ob der Gräueltaten der Nazis.
Tolles Thema, aber die Geschichte konnte mich nicht richtig in den Bann ziehen. Schade 😔
Bewegend, erschreckend und historisch wertvoll Eines der besten historischen Bücher die ich je gelesen habe. Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, sind die historischen Aspekte real. Ich empfehle es jedem der gute Bücher mag, der offen ist für die Zeit des "Holocaust" und der sich den erschreckenden Details stellen möchte
Wieder ein sehr berührender Roman zu Zeiten des zweiten Weltkrieges.
Interessante Geschichte auf drei Zeitebenen
Esthers Verschwinden von Ronald H. Balson ist ein Roman, der auf drei Zeitebenen spielt. Eli Rosen und sein 10 jähriger Sohn entkommen nur knapp dem Holocaust und finden sich nach dem Krieg in einem Lager für Displace Persons wieder, wo ein Kampf um die raren US Visas entsteht. Nur das Schicksal von Esther, Elis Frau ist unbekannt. Rückblickend springen wir ins Jahr 1939, als Lublin (Polen) von den Nazis besetzt wird. Zu dieser Zeit besitzt Eli ein Bauunternehmen und genießt einen gewissen Schutz eines Nichtjüdischen Polen, der mit den Nazis kooperiert, aber letztendlich wird die Familie getrennt. In einer dritten Zeitebenen befinden wir uns in Chicago 1965, wo Eli Rosen Machenschaften in den höchsten politischen Rängen aufdecken möchte. Besonders in der Zeit nach der Machtübernahme hat es der Autor geschafft mir die Ängste der Familie Rosen sehr nahe zu bringen. Besonders auch die unterschiedlichsten Ansichten von Eli und Esther über die drohende Gefahr ist sichtbar. Aber auch die Situation im Lager der Displace Person fand ich sehr interessant. Im dritten Strang im Chicago ist für meinen Geschmack die Geschichte für mich etwas zu weit abgedriftet, die die zwar in Beziehung zur Familie Rosen stand aber zuviele andere Themen daneben behandelte. Ein spannedes Buch mit kleinen Schwächen im dritten Handlungsstrang.
Ronald H. Balson hat wieder ein Werk geschaffen, dass historische Begebenheiten mit fiktiven Charakteren vermischt. Die Protagonisten und Protagonistinnen sind frei erfunden und doch stehen sie für die Schicksale von Millionen von Menschen und das macht die Geschichte so lebendig und bedrückend. Die Geschichte spielt in drei Zeitebenen und an drei verschiedenen Orten, doch immer spielt die Suche von Eli Rosen nach seiner Frau Esther eine zentrale Rolle. Die Themen Korruption, Krieg und Lügen sind auch heutzutage aktuell, demgegenüber steht aber auch die tiefe Liebe Elis zu seiner Frau Esther und seinem Sohn Isaak und der Wille das Leben und die Hoffnung nicht aufzugeben.
1946 Eli Rosen und sein Sohn landen nach ihrer Befreiuung aus dem KZ im DP Lager Föhrenwald und versuchen ein Visum nach Amerika zu erhalten. Dabei sucht Eli Rosen nach seiner Verschwundenen Frau Esther. 1965 Eli Rosen versucht mit einer Journalistin einen weitereichenden Komplett aufzudecken, der bis in den 2. Weltkrieg reicht... Leseeindruck: Dies ist bereits mein 4. Buch vom Autor Ronald H. Balson. Auch in diesem Buch geht es um die Judenverfolgung im Nationalsozialismus im besetzten Polen. Jedoch wurde dieses Mal auch die Befreiuung der Juden 1945 durch die Aliierten thematisiert, was ich äußerst interessant fand. Da mir persönlich diese Situation nicht bekannt war bzw. ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe. Hier hat der Autor es gut geschafft die Situation der Juden darzustellen besonders den Neuanfang, das Suchen nach Angehörigen und die Folgen nach jahrelanger Gefangenschaft. Darüber hinaus wurde ein weiteres Thema behandelt, welches ich nicht näher benennen möchte, da ich sonst spoiler. Alle Themen waren für mich authentisch in die Handlung eingearbeitet und waren sehr gut recherchiert. Die Geschichte spielt in drei Zeitebenen, was zu Beginn leicht verwirrend sein kann. Die erste Ebene spielt 1939-1942. Hier begleitet man die Familie Rosen, welche sich mit der neuen Situation im besetzten Polen auseinandersetzen müsste. Hier hätte ich gerne Eli Rosen mehrmals angeschrien, da er teilweise sehr naiv war, was man ihm aber auch nicht verübeln kann. Teilweise hatte ich auch echte Aggressionen und musste das Buch kurz weglegen. Ich habe mit der Familie gebetet, dass doch noch alles gut werden wird. In der nächsten Zeitebene 1945-1946 begleitet man nur Eli Rosen und seinen Sohn Isaak im DP Lager Föhrenwald. Hier habe ich mit Eli Rosen gehofft seine Frau aufzuspüren und gleichzeitigt Rache üben zu können. Aber plötzlich kam es zu unerwarteten Wendungen, welche sehr gut gepasst haben und die Spannung nochmal neu aufgebaut haben, sodass die 3. Zeitebene kam 1965-1966 kam. In dieser Ebene hatte ich anfangs etwas Probleme durchzusehen, da neue Charaktere hinzukommen und ein politischer Komplett aufgedeckt wird. Auch in dieser Ebene kommt es zu unerwarteten Wendungen, welche mich traurig aber auch furchtbar wütend gemacht haben. Leider, muss ich sagen, dass mir die Abhandlung am Ende etwas zu schnell kam und ich mir da etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Der Schreibstil ist flüssig und emotional. Gleichzeitig auch nicht beschönigend und man muss damit rechnen, dass es zu keinem Happy- Ende kommt. Dies passt aber zu den Themen. Fazit: Eine rührende Geschichte über eine jüdische Familie im besetzten Polen und die Folgen, die noch Jahre später anhalten werden.







