10. Mai
Rating:3

„Deine kalten Hände“ von Han Kang ist sprachlich wirklich beeindruckend. Die Atmosphäre ist kühl, intensiv und stellenweise fast hypnotisch, und man merkt auf jeder Seite, wie präzise Han Kang schreibt. Trotzdem hat mich das Buch ziemlich ratlos zurückgelassen. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, die eigentliche Bedeutung zu verpassen und war am Ende ehrlich gesagt nicht sicher, was ich da eigentlich gelesen habe. Vielleicht ist es aber auch die Intention der Autorin und genau die Art von Buch, die man interpretieren und fühlen soll statt sie komplett zu verstehen… bei mir blieb aber vor allem Verwirrung zurück.

Deine kalten Hände
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7. Mai
Rating:5

Gewaltig und einzigartig, gleichzeitig abscheulich und wunderschön.

Ich weiß nicht mehr was ich erwartet hatte als ich es angefangen habe, aber es war als wären alle meine Erwartungen genommen worden und in der Luft zerrissen. Es ist so tiefgründig, abscheulich und faszinierend zugleich, wunderschön geschrieben. Die Geschichte ist so gewaltig, so einzigartig. Ich bin wie erschlagen! Absolut zu empfehlen! Kleine Warnung: Wer mit dem Thema Essstörungen nicht zurecht kommt, dem würde ich das Buch nicht empfehlen.

Deine kalten Hände
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22. März
Rating:5

Mitreißend und vielleicht sogar etwas verstörend zugleich

Ich muss sagen, Han Kang hat den Literaturnobelpreis wirklich verdient. Drei ihrer Werke habe ich bis jetzt gelesen und für mich sind alle eine fünf von fünf. Han Kang zeigt sehr schön wie der gesellschaftliche Druck zum Thema Schönheit und auch Verhalten innerhalb der Norm einen Menschen zerbrechen kann. In diesem Buch treffen zwei Menschen aufeinander, die jeweils auf ihrer eigene Art und Weise ein Problem behaftetes Leben führen, was sie zu bezwingen erachten. Meiner Meinung nach würde ich es schon in Richtung Gesellschafts Drama einordnen. Ich kann auf jeden Fall nur jeden Han Kang mit besten Gewissen empfehlen.

Deine kalten Hände
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13. März
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Rating:3.5

"Ihre kalten Hände... Was wollten mir diese Hände sagen, jetzt, wo ich sie das erste Mal betrachtete?" Jang Unhyong ist Künstler und fasziniert von Händen, seit er L. kennengelernt hat. L. ist dick, richtig dick und das beschreibt Han Kang auch sehr ausgiebig. Wie es so ihre Art ist, nimmt sie da kein Blatt vor den Mund und das ist meist nicht schön zu lesen. Jang Unhyong jedoch ist sofort von ihren schönen Händen angetan und möchte sie in Gips gießen. Lange muss er L. dazu überreden, findet sie sich doch so hässlich, ist aber mit Absicht auch so geworden. Sie hat sich eine Schutzhülle angefressen. Die Gründe? Nachvollziehbar! Ganz anders E. Eine erfolgreiche Innenarchitektin, die von Jang Unhyong ein Exemplar dieser Hände für einen Kunden kaufen möchte. Auch sie hat sich eine Art künstliche Hülle geschaffen um sich dahinter zu verstecken, diese aber soll immer perfekt sein. "Solange meine Hülle makellos ist, macht es ja nichts, dass sie lediglich eine Hülle ist, oder? Mit beiden Frauen führt der Künstler nacheinander Beziehungen und es ist erschreckend diese lesend mitzuverfolgen. Viel dreht sich um Essstörungen und das Aussehen des Körpers, das ist bisweilen sehr verletzend zu verfolgen, aber es wäre wohl kein Buch von Han Kang, wenn es anders wäre. Die Sprache ist wie immer, mal hart und mal poetisch und lässt sich sehr gut lesen. "Das Leben ist eine Hülle, die sich über einem Abgrund wölbt, und wir leben darauf wie maskierte Akrobaten."

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10. März
Rating:3.5

Ein kluges, radikales, teilweise verstörendes Buch über die Diskrepanz zwischen Innen und Außen, falsche Hüllen und die Sehnsucht nach Echtheit und Nähe.

„Mein tiefstes, geheimes Inneres zitterte einsam vor Angst […]“ „Wenn ich mutig zu handeln schien, hieß das noch lange nicht, dass ich mutig war, sondern vielmehr, dass ich panische Angst davor hatte, als Feigling zu gelten“ „Ich lebte ja so, als gäbe es mich selbst gar nicht, sondern nur das Bild, das die anderen von mir hatten.“ Das übergeordnete Thema des Romans - die Suche nach Nähe und Wahrhaftigkeit in einer Welt voller Masken - hatte mich sehr interessiert. Han Kang wählt mit der Erzählung über einen Künstler, der Gipsabdrücke von Körpern und Körperteilen nimmt, ein sehr starkes und stimmiges Bild dazu. Der Gipsabdruck der äußeren Hülle, die Maske, die hohl ist. So wie unsere gesellschaftlichen Masken nicht unser wirkliches Inneres enthalten. Aber ich hab mir von dem Roman doch noch etwas mehr oder etwas anderes erhofft. Die Gipsskulpturen als starke Metapher sind gut, aber es bleibt wie eine skizzenhafte Idee, die am Ende nicht ganz rund ausformuliert und gut zu Ende erzählt wird. Gut fand ich die Perspektive auf nicht normschöne Körper, und was an diesen auch anziehend oder schön sein kann. Solche Betrachtungsweisen wünsche ich mir mehr in der Literatur. Der Roman enthält krasse, manchmal vielleicht verstörende Szenen und Gedanken, die hängen bleiben und zum Weiterdenken anregen. Und es bleibt ein düster bedrückender Beigeschmack, wie öfters bei Han Kang. Viel tiefer als zur Haupterkenntnis, dass Masken halt hohl und nicht das wahre Innere sind, dringt die Geschichte aber nicht vor. Sicherlich könnte das Ende dann noch so gedeutet werden, als habe das warme, weiche, lebendige Innere keinerlei Platz in der (südkoreanischen) Gesellschaft, aber viel weiter geht die Erkundung nicht. Es bleibt ein - wenn auch nicht ganz schlechter - Entwurf. Trotzdem halte ich es für lesenswert, der klare Schreibstil macht es gut zugänglich und leicht zu lesen.

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28. Feb.
Rating:3

Distanziert und aufwühlend

Triggerwarnung: Essstörung Inhalt: Es geht um einen Künstler, der Gipsabdrücke von Frauenkörpern nimmt. Man könnte ihn als „ intensiven psychologischen Roman über Einsamkeit, Körperlichkeit und die Suche nach Wahrheit hinter sozialen Masken“ bezeichnen. Ich weiß nicht genau, wie ich das Ganze bewerten soll. Ich bin total gut in das Buch reingekommen und es hat sich sehr schnell lesen lassen. Mit der Zeit hat es mir weniger gut gefallen. Ich finde die Handlung hat sich in der Mitte irgendwie verloren und am Ende wusste ich nicht mehr was ich davon halten sollte. Ich mochte L, und wie sie immer mehr in die Essstörung geriet. Das war sehr aufwühlend und total gut dargestellt, auch wenn ich durch den Umgang im Buch verwirrt war. Als E hinzukam, hat mich das Buch nach und nach verloren. Ich fand die Handlung nicht überzeugend und hab den Künstler teilweise als pervers und unsympathisch wahrgenommen. Auch E fand ich seltsam. Trotzdem konnte man das Große Ganze dahinter ersehnen

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24. Feb.
Rating:3.5

Die Handlung befasst sich mit sehr schweren Themen wie Einsamkeit, Andersartigkeit, Tod, Essstörung usw. und spricht die Themen auf sehr interessante Art und Weise an. Die Art wie der Protagonist Dinge auffasst und mit ihnen umgeht ist faszinierend.

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17. Jan.
Rating:4.5

Ich mag ganz ehrlich diese Art von Literatur sehr… kaum einer vermag es, den inneren Dialog den man manchmal mit sich selbst ausführt, so gut darzustellen… Und ja! Hier ist er brutal, direkt, schonungslos,ehrlich und zeigt manchmal die intrusiven Gedanken der Menschen. Dies verbunden mit Kunst und menschlicher verkorkster Interaktion, macht dieses Buch wieder zu einem kleinen Goldstück in meinem Regal… Aber definitiv (naja wie fast alle Bücher von Ihr) nur ein empfehlenswertes Buch wenn man den Geschmack des Gegenübers etwas einschätzen kann.

Deine kalten Hände
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15. Nov.

Das Werk Deine kalten Hände von Han Kang ist eine intensive Auseinandersetzung mit zwischenmenschlichen Beziehungen und der Funktion der „äußeren Hülle“ des Menschen in der Gesellschaft. Die Grundlage bildet umrissen die Lebens- und Familiengeschichte eines Küstlers, der in seiner Kindheit offenbar früh gelernt hat, dass der Schein nach außen und die Repräsentation der Familie in der Gesellschaft das Wichtigste sind. Durch seine Kunst versucht er, sich dem „Darunter“ anzunähern. Han Kang erzählt geschickt aus verschiedenen Perspektiven, naturalistisch, mit großer Beobachtungsgabe, gesellschaftskritisch, geht langsam und vorsichtig vor. Ich krieg Gänsehaut, wenn ich an dieses tolle Werk denke.

Deine kalten Hände
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29. Okt.
Rating:4

Interessante „Lebensgeschichte“ eines Mannes, die an einer Stelle abbricht und auch nicht aufgeklärt wird. Die Thematik ist nicht leicht zu definieren. Es geht viel um das Menschliche, das Zwischenmenschliche und Ästhetik. Die Klammer, die Einleitung, habe ich nicht verstanden. Warum ist das wichtig? Stunde um Stunde habe ich mich gefragt, wann wird es relevant? Meiner Meinung nach: Gar nicht. Höchstens, wenn man es als autobiografische Passagen interpretiert.

Deine kalten Hände
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10. Sept.
Nicht für jeden was
Rating:3.5

Nicht für jeden was

Ich habe dieses Buch ungefähr zur Hälfte gelesen und kam leider gar nicht in die Story, daher habe ich es abgebrochen. Das Buch ist sehr gut geschrieben, die Story war einfach nichts für mich.🌚 Das Buch bekommt von mir trotzdem 3,5 Sterne, da Han Kang einen sehr angenehmen Stil beim Schreiben hat ☺️

Deine kalten Hände
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10. Aug.
Rating:4

❲ Zuneigung hat etwas Einsames. Sie kann für einen Moment sehr heftig sein, ist aber nicht beständig. Man kann nicht auf sie zählen, weil sie sich verändert, verblasst oder für immer verschwindet. ❳

Deine kalten Hände
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10. Aug.
Rating:4

„Deine kalten Hände“ ist vielschichtig und voller symbolischer Ebenen, sodass man sich nach dem Lesen tatsächlich eher fühlend als verstehend zurückgelassen fühlt. Es geht stark um Traumata, um das Schweigen über Schmerz, um körperliche und seelische Fragmentierung – vor allem aber darum, wie Erfahrungen und Verletzungen aus der Kindheit bis ins Erwachsenenleben nachwirken. Die Figuren wirken oft wie Hüllen, durchzogen von etwas Unsichtbarem, das sie innerlich formt – oder verformt. Dieses Buch hat mich emotional zwar nicht mitgenommen, wie zb 'Die Vegetarierin ', aber es hat dennoch Anklang bei mir gefunden.

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31. Juli
Rating:3

Ich bin nicht gemacht für Bellatristik. Zu oft stell ich mir vor, wie Autoren sich ganz fruchtbar toll finden wenn sie schreiben und denken „Hach, guck wie wortgewandt ich bin“. Ich hatte sorge, dass es mir bei diesem Buch auch so gehen wird, aber das war zum Glück nicht der Fall. Eine interessante Geschichte, spannend wäre aber schon zu weit. Habe Abschnitte verschlungen und musste mich dann wieder zum weiterlesen zwingen.

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20. Juli
Rating:5

"Warum ist die Mitte meines Lebens so absolut hohl?"

Wo soll ich nur anfangen? Aber Seite 1 konnte ich es fast nicht aus der Hand legen und habe jede freie Minute darin gelesen. Seit ich den Roman 'Die Vegetarierin' gelesen habe, bin ich schon ein Fan der Autorin. Den Roman fand ich also auch schon sehr gut, aber 'Deine kalten Hände' hat mich noch ein bisschen mehr überzeugt und wird mich sicher noch nachhaltig beschäftigen. In dem Buch wird man herausgefordert sich mit Themen wie Kontrolle und Kontrollverlust auseinanderzusetzen, mit der eigenen und anderer Identitäten und dem Fakt, daß man keinen Menschen festhalten kann. Ich bin fasziniert.

Deine kalten Hände
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30. Juni
Rating:4.5

Das Buch zieht einen direkt in seinen Bann und überzeugt mit seiner argwöhnischen Eigenlogik. Das Darstellen des menschlichen Elends durch die Kunst steht wie bei DIE VEGETARIERIN im Mittelpunkt der Beschreibung.

Deine kalten Hände
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22. Juni
Rating:5

Han Kang typische harte Themen mit exzellenter Charakterarbeit

Mein drittes Hang Kang (Höhr)Buch überzeugt mit typisch faszinierenden Charakteren die lebendig werden in ihrer verletzlichen Gipsummantelung. Das apprupte Ende ist ebenfalls sehr typisch und stört mich recht wenig da es mir in diesen Büchern mehr um die Charakterarbeit geht als um ein definiertes Ende. Die Geschichte eines Menschen endet oft nicht mals mit seinem Tod und so können auch dieses Bücher, mit ihren lebendigen Charakteren, kein tatsächliches Ende finden.

Deine kalten Hände
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16. Juni
Rating:4

Sehr schwere Kost

In dem Buch geht es um einen Mann , der Künstler ist und eine ungesunde Obsession zu Gipsabdrücken von Menschen hegt . Auf der Suche nach menschlichen Modellen lernt er mehrere Frauen kennen, doch diese Bekanntschaften enden nicht gut. Es werden viele schwierige Themen angesprochen, wie Obsession, Essstörungen, Übergewicht etc. Ich mag den Schreibstil der Schriftstellerin sehr, die Art und Weise wie sie Dinge so detailliert beschreibt und welche Worte sie dafür auswählt fasziniert mich sehr. Ich weiß gar nicht weshalb ich das Buch solange nicht angefasst habe. Allgemein hat es mich sehr gefesselt, dass Ende fand ich jedoch ein wenig verwirrend. Das Buch hat eine sehr melancholische Stimmung, eigentlich perfekt für den Herbst geeignet. Ich kann’s aufjedenfall weiter empfehlen und werde mir die anderen Bücher der Autorin mit Sicherheit noch vornehmen.

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14. Juni
Rating:3.5

Neugierig machende Befremdlichkeit

Das ist mein zweites Buch von Han Kang. Schreibstil ist auch hier eine 10/10 mit der Geschichte habe ich mir hier stellenweise schwer getan...bis zum Ende bleibt der Hauptcharakter mir fremd. Vielleicht ist das auch das Ziel, denn in der gesamten Geschichte ist dies eins der bestimmenden Themen "Wer bin ich? Was macht uns aus? Was steckt hinter der Maske?". Es werden sehr bedrückende Themen behandelt, Einsamkeit, Depression, Essstörungen. Was mich zum Teil sehr beklemmt zurückgelassen hat, war die körperliche Komponente. Sei es Sex, die Betrachtung von Körpern...wie der Hauptcharakter damit umgeht ist sehr sehr befremdlich. Auch wenn es schwer fällt die Story ganz zu durchdringen, bleibt bis zum Ende die Neugier: wie geht es weiter, was passiert als nächstes? Deshalb würde ich das Buch schon empfehlen, es ist mal was anderes und gleichzeitig definitiv kein Buch für jede:n.

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29. Mai
Rating:4

Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück, weil ich gleichzeitig das Gefühl habe, es hat mich in gewisser Weise berührt, aber auch dass ich es noch mindestens zwei Mal lesen müsste, um es richtig greifen zu können.

Insgesamt hat mir das Buch gefallen, auch wenn ich beim Lesen stellenweise sehr distanziert geblieben bin. Es hat etwas mit mir gemacht, ohne dass ich wirklich sagen könnte, ich hätte es verstanden. Was mir gut gefallen hat, war die poetische Sprache und auch die Geschichte fand ich angenehm ungewöhnlich. Allerdings dürfe das Buch meiner Meinung nach (vielleicht ist es das auch und ich habe mich einfach nicht gut genug informiert) mit einer eindeutigen Triggerwarnung gekennzeichnet sein. Es geht wirklich sehr viel um Körper und Essstörungen.

Deine kalten Hände
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16. Mai
Rating:4

»Your Cold Hands« e.g. "Deine kalten Hände" (the German title) by Han Kang is a haunting and introspective novel that delves into themes of alienation, mortality, and the human obsession with understanding life by probing into death. Han Kang, known for her raw and intense style, continues to use dark, visceral imagery to engage readers with the complexities of human psychology and existence, following in the path of her earlier works like The Vegetarian and Human Acts. The novel revolves around the morbid fascination of the protagonist, a sculptor by the name Jang Unhyong who becomes deeply obsessed with understanding what makes life tangible—what exists within the flesh that separates the living from the dead. His method of exploration is chilling: through a series of detailed dissections of human plaster casts, he seeks answers by cutting into the body, almost as if peeling back the layers of human experience itself. The sculptor’s yearning for control and knowledge about life is unsettling yet undeniably magnetic, pushing readers into a confrontation with the boundaries between art and obsession, curiosity and violation. What stands out in »Your Cold Hands« is Han Kang’s powerful, sparse prose. She carefully crafts each sentence, creating an atmosphere that is at once beautiful and disquieting. Her language is not gratuitously graphic but descriptive enough to unsettle, reflecting the protagonist’s clinical yet disturbingly personal approach to his work. This style mirrors the emotional detachment the sculptor cultivates, showing the reader how he objectifies the human body to shield himself from its inherent vulnerability. However, in his attempt to dissect life’s mysteries, the sculptor reveals his own profound isolation and inability to connect with the world. The novel’s philosophical undertone raises compelling questions about the human impulse to confront death as a way of understanding life. Through her protagonist’s obsessive actions, Han Kang suggests that in our pursuit to control, we may ironically become more estranged from ourselves. The title, »Your Cold Hands«, evokes a sense of chilling intimacy, reflecting both the literal coldness of death and the figurative emotional numbness of the sculptor. This is where the novel’s strength lies: its ability to evoke a visceral reaction from readers, making them ponder not only the story but also their own responses to mortality, body, and identity. Yet »Your Cold Hands« may not be for everyone. The novel’s pace is deliberately slow, matching the rhythm of the sculptor’s meticulous work, which may feel unyielding to readers looking for traditional plot progression or resolution. Rather than providing clear answers, Han Kang leaves much up to interpretation, which can feel unsettling for those who prefer a linear narrative. But for readers willing to embrace its ambiguity and confront its darker themes, the novel offers a deeply reflective experience that lingers well beyond the last page. In »Your Cold Hands«, Han Kang once again proves her ability to traverse the uncomfortable, shining a light on the spaces where life and death, intimacy and detachment, converge. The novel is less a story and more an examination—of the body, of human motives, of our fragile grasp on meaning. It’s an unsettling but thought-provoking read that appeals to those who appreciate psychological depth, philosophical musings, and the art of prose that makes discomfort a vehicle for introspection.

Deine kalten Hände
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27. Apr.
Rating:4

Das zweite Buch wo ich von Han Kang lese und fande das deutlich besser als die Vegetarierin Ich fand es so gut und denke immer noch ab und zu daran obwohl ich das vor ein paar Monaten gelesen habe.

Deine kalten Hände
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19. Apr.
Rating:5

„Du bist wirklich erbärmlich … Ich wusste von Anfang an, dass du ein erbärmlicher kleiner Junge bist.“ Sie kicherte ins Leere. „Aber deine Augen haben mir so gut gefallen.“ Mein erstes Buch von Han Kang und was soll ich sagen... Sie hat den Literaturnobelpreis mehr als verdient erhalten.

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14. März
Rating:3

Schwermütig und kalt

Ein für mich etwas "merkwürdig" aufgebauter Roman. Bin ein grosser Lesefan der Autorin , leider aber nicht von diesem Werk. Es fühlte sich wie 2 in 1 Buch an. Der Protagonist wirkte kalt, unsympathisch und distanziert. Themen wie Übergewicht, Bulimie und Selbstverletzung wogen in der ersten Häfte schwer , nur gab es zur Hälfte hin einen Cut. Das Personen nach Buchstaben benannt wurden war etwas anders und zum Ende irritierent. Das Ende habe ich nur überflogen , da ich nach 3/4 des Buches nicht mehr die Lust hatte es weiter zu lesen. Es wirkte wie sein Titel ...kalt...

Deine kalten Hände
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28. Feb.
Rating:3.5

Schwere Kost! ;-) 😜

Dies ist ein sehr körperlicher Roman. Das grosse Interesse an besonderen Körpern der Modelle, die den Künstler Unhyong faszinieren und von denen er Gipsabdrücke anfertigt ist das Hauptthema. Besondere Körper meint aber nicht einfach besonders schöne oder auffällige. Wir begleiten den Künstler auf den langen Weg herauszufinden, worin genau sein Interesse besteht. Es zeigt sich auch, dass Unhyong Interesse an den Frauen hat, es geht ihm um den Bezug zu den einzelnen Modellen mit ihren Körpern, ein Zusammentreffen, das meistens mehr als gestört ist. So verstrickt sich der Künstler in die Beziehungsmuster, welches oft in einer Eskalation mündet. Wer Han Kang kennt, weiss um ihre grosse Kunst, mit Worten umzugehen, aber auch von ihrem Hang zu Extremen. Die sehr bizarre Geschichte, die mich oft an den Rand der Übelkeit brachte, wird vor allem durch die angewandte Sprache aufgewertet. Die Geschichte ist fantastisch erzählt und ermöglicht eine direkte Nähe, der Inhalt ist aber oft sehr unangenehm und zeitweise schwer zu ertragen. Ich gebe zu, neben der Bekanntheit der Autorin hat mich vor allem das Cover angelockt, welches für mich ein sehr schönes, besonderes ist. Hier kann man schnell in die Irre geraten. Ich hatte etwas anderes erwartet. Ein literarisch hoch zu bewertendes, im Kern aber äusserst unangenehmes Buch. Besonders zu loben ist Heikko Deutschmann, der dem Protagonisten eine sehr passende Stimme gibt! Jetzt brauche ich aber erst einmal eine Han Kang Pause!

Deine kalten Hände
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18. Feb.
Rating:4.5

In "Deine kalten Hände" setzt sich Han Kang wieder mit der Frage der Identität und den Zwängen der Gesellschaft auseinander. Was ist das wirkliche Selbst, was ist nur Schein? Auch dieser Roman ist drastisch in seinen Schilderungen und beschreibt Figuren, die durch die Erwartungen anderer schwer leiden mussten.

Deine kalten Hände
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27. Jan.
Rating:4

Skurril - verwirrend - schwere Themen

Ich weiß tatsächlich nicht, warum ich das Buch bis zum Ende gelesen habe. Literarisch ist es top, nur thematisch super krass an manchen Stellen. Es enthält Missbrauch, Magersucht und auch körperliche Gewalt. Und zum Ende gibt es lauter lose Fäden. Das ist meine Meinung und es lässt mich etwas verwirrt.

Deine kalten Hände
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25. Dez.
Rating:4

Skurril und zugleich fesselnd 🫣

Für mich hat die Autorin stets eine künstlerische Atmosphäre geschaffen. Die Protagonisten reflektieren das Verhalten der Gesellschaft Ihnen gegenüber in ihren Handlungen wieder. Sehr bewegend und traurig.

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5. Nov.
Rating:3.5

Am Anfang hat es mich gewundert weshalb erst die Schriftstellerin erzählt und dann plötzlich das Manuskript kommt aber es macht am Ende Sinn. Ich fand es ganz gut das alle Charaktere irgendwie ihre Probleme haben und wie sie versuchen damit umzugehen.

Deine kalten Hände
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24. Okt.
WEIRD
Rating:4

WEIRD

Das ist tatsächlich das Wort, welches mir als erstes zu diesem Hörbuch einfällt. Einerseits ist es so fesselnd, dass ich nimma weghören kann, andererseits wird mir beim Hören fast schlecht. Es ist als hätte ein*e Thriller- Autor*in ein Buch über die beste Strategie zum zufrieden Leben geschrieben. Strange, hinterlässt ( zumindest bei mir), ein mulmiges Ekelgefühl. Es brachte mich definitiv zum nach, es wäre als Lektüre für einen Buchklub sehr geeignet, denn es polarisiert. Perfekt für Diskussionen! Wer immer sich davon angesprochen fühlt, sollte es lesen/hören.

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13. Sept.
Rating:4.5

Sehr schwere Kost

Die Geschichte, die die eigentliche Handlung umfasst, ist ziemlich banal und konstruiert. Danach, als der eigentliche Hauptdarsteller die Erzählung übernimmt, entsteht eine beklemmende Beschreibung zweier Liebesbeziehungen, die widersprüchlicher nicht sein könnten. Die eine oder andere Triggerwarnung wäre nicht verkehrt, es werden viele Traumata angesprochen und zum Ende hin fließt Blut, bevor ein relativ offenes Ende den Schlusspunkt setzt. Ein Buch, dass im Gedächtnis bleibt!

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3. Sept.
Rating:3

Schon mal 3 Parallelen zur „Vegetarierin“: Essen, Kunst und ein Ende das sich anfühlt als hätte die Autorin mitten in der Geschichte den Stecker gezogen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Schönheitswahn in Südkorea extrem ausgeprägt ist ( es ist üblich mit 18 von Mama ne kleine Schönheits OP geschenkt zu bekommen), hat das verhandelte Thema eine hohe Dringlichkeit. Bis zur Hälfte hat mir das Buch gut gefallen. Mir ging es irgendwann nicht mehr weiter. Die Geschichte bewegte sich im Kreis. Zu breit gezogen und durch E. keine neue Ebene, sondern nur eine andere Form der Maske, die mich überhaupt nicht mehr interessiert hat. Am eindrücklichsten waren die Geschehnisse aus der Kindheit des späteren Gips-Künstlers beschrieben. Diese hatten Tiefe und es wurden viele Gesellschaftliche Mechanismen durch Mimik, Handlungen-Konsequenzen und Beobachtungen gezeigt, die unter der eigentlichen Handlungsebene lagen. So gut die Umstände der essgestörten L.beschrieben werden, bleiben diese deutlich mehr an der Oberfläche. Ein gutes Buch, das aber längst nicht so ausgereift ist wie „die Vegetarierin“ und mich in der Zweiten Hälfte etwas verloren hat.

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2. Jan.
Rating:5

"Deine kalten Hände" handelt von dem seltsamen Leben eines erstaunlichen Künstlers, beeinflusst von besonderen Frauen, die durch das Schönheitsideal und falsche Werte verzerrt wurden. Geschickt bindet Han Kang den Leser an die schwierige Thematik und schafft eine Welt, die aufregend schön und entsetzlich kalt zugleich ist. Ein Buch für alle Gesellschaftskritiker und Kunstliebende unter uns, die sich mal in einer bizarren Geschichte verlieren möchten!

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1. Nov.
Rating:5

Mein erstes Buch von Han Kang, von der viele wohl eher ,die Vegetarierin‘ kennen bzw. gelesen haben. Nach der letzten Seite habe ich bestimmt eine viertel Stunde dagesessen und ins Leere gestarrt, so schwer hat der Inhalt nachgeklungen und mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Ein unglaublich intensives Buch, dass sich sowohl um Einsamkeit aber auch um körperliche und seelische Makel dreht. Welche Strategien entwickeln Menschen, um vermeintliche Fehler und Unvollkommenheiten zu kaschieren oder zu verdecken? Hier finden sich einige Methoden davon. Mit einer unheimlichen und beklemmenden Atmosphäre versehen, schafft es die Autorin wie keine zweite, dass einem dieses Buch direkt in die Eingeweide fährt. Tiefe Traumata der Protagonisten sind eng verwoben mit deren völlig zerrütteten Körpergefühlen und durchdrungen von nicht vorhandenem Selbstwert. Wer ein außergewöhnliches und stimmungsgeladenes Buch sucht, dass sich so intensiv mit inneren, destruktiven Prozessen eines Menschen befasst, wird hier fündig.

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21. Aug.
Rating:3

Leider konnte mich "Deine kalten Hände" nicht so sehr begeistern wie "Menschenwerk". Han Kangs Schreibstil gefällt mir sehr gut - etwas roh formuliert sie auf den Punkt (wobei gerade bezüglich der Körperbilder/-darstellungen mir die Formulierungen teils zu krass waren). Auch die gesellschaftskritischen Aspekte und Metaphern haben mir gut gefallen. Jedoch flacht die Handlung für mich ab, nachdem L.s Geschichte erzählt ist. Mein größter Kritikpunkt sind die Charaktere, zu denen ich wenig Zugang bekommen habe und die mir alle zu schroff, emotionslos, unnahbar und irgendwie unmenschlich erschienen, weshalb ihre Schicksale mich auch nicht wirklich berühren konnten.

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25. Juni
Rating:3

Schon mal 3 Parallelen zur „Vegetarierin“: Essen, Kunst und ein Ende das sich anfühlt als hätte die Autorin mitten in der Geschichte den Stecker gezogen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Schönheitswahn in Südkorea extrem ausgeprägt ist ( es ist üblich mit 18 von Mama ne kleine Schönheits OP geschenkt zu bekommen), hat das verhandelte Thema eine hohe Dringlichkeit. Bis zur Hälfte hat mir das Buch gut gefallen. Mir ging es irgendwann nicht mehr weiter. Die Geschichte bewegte sich im Kreis. Zu breit gezogen und durch E. keine neue Ebene, sondern nur eine andere Form der Maske, die mich überhaupt nicht mehr interessiert hat. Am eindrücklichsten waren die Geschehnisse aus der Kindheit des späteren Gips-Künstlers beschrieben. Diese hatten Tiefe und es wurden viele Gesellschaftliche Mechanismen durch Mimik, Handlungen-Konsequenzen und Beobachtungen gezeigt, die unter der eigentlichen Handlungsebene lagen. So gut die Umstände der essgestörten L.beschrieben werden, bleiben diese deutlich mehr an der Oberfläche. Ein gutes Buch, das aber längst nicht so ausgereift ist wie „die Vegetarierin“ und mich in der Zweiten Hälfte etwas verloren hat.

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19. Mai
Meiner Meinung nach besser als "Die Vegetarierin", aber nicht so gut wie "Menschenwerk" 🙏🏻
Rating:4

Meiner Meinung nach besser als "Die Vegetarierin", aber nicht so gut wie "Menschenwerk" 🙏🏻

Han Kang ist eine Autorin, mit der ich immer wieder in eine Achterbahn gerate. "Die Vegetarierin" war mMn den Hype nicht wert, "Menschenwerk" hat mich komplett umgehauen, und "Deine kalten Hände" liegt für mich nun gut in der Mitte. Der erste Teil des Buches hat mich richtig gepackt, der zweite dagegen leider weniger. Wie immer ist Han Kangs Schreibstil sehr direkt und gut verständlich, vielleicht auch etwas nüchtern, dafür mit eindrucksvollem Subtext. Ich werde wohl weiterhin Han Kang Bücher lesen und mich wieder überraschen lassen, wie mir ihr Buch das nächste Mal gefällt. 🤗

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