Unverstandene Neurodivergenz in a nutshell
Das Buch ist kurzweilig. Ein sehr direkter, klarer Schreibstil, der die Innenwelt unserer Protagonistin gut widerspiegelt. Eine neurodivergente Protagonistin, die in einer Welt voller neurotypischer Menschen versucht zu maskieren und dazuzugehören. Allerdings lernt sie, dass mit zunehmenden Alter sich bestimmte Regeln verändern und sie versteht nicht wieso. Leider taucht auch während des gesamten Buches kein Charakter auf, der dem Leser dieses unangenehme Gefühl nimmt, das sich aufbaut. Ein Gefühl aus Verständnis für ihre Situation, aber genauso Verständnis für den Blick aller anderen Charaktere gepaart mit einem fast Ekel für die starren Muster unserer Gesellschaft. Was ich gar nicht mochte waren die zuhauf mysogynen Aussagen, die durch Charaktere getroffen wurden und der nicht kritischen Auseinandersetzung mit eben diesen. So wirkt es, dass diese starren, mysogynen Muster richtig seien und unsere Protagonistin wirklich die mit den Problemen ist. Am Ende bleibt mir ein bleierndes, nüchternes Gefühl, eine Unzufriedenheit über das Ende der Geschichte. So wie die Geschichte mitten in ihrem Leben beginnt, hört sie auf, ohne dass sie sich ein Stück verändert. Da das Buch durchaus Gefühle in mir wach rief und ich den klaren Erzählstil sehr passend gewählt finde, gibt es 2 Sterne von mir.






















































