
Prag & Wien 1918–1920
Die junge Milena lebt im Jahr 1918 mit den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs. Sie versucht, als junge Schriftstellerin und als Frau ihren Platz zu finden. Doch gerade in dieser Zeit ist es für Frauen sehr schwer, einen Job zu bekommen – geschweige denn zu arbeiten und unabhängig zu sein. Eines Abends, als Milena im Kino ist, lernt sie ihren späteren Mann kennen. Dort begegnet sie auch seinen Freunden – vor allem Franz Kafka hat es ihr angetan. Ein sehr guter historischer Roman über Literatur und darüber, wie alles angefangen hat: Bücher schreiben, Artikel verfassen und sich als Autorin einen Namen machen. Man merkt auch deutlich, dass der Erste Weltkrieg noch eine große Rolle spielt, da immer wieder erwähnt wird, dass Lebensmittel und Materialien knapp sind. Außerdem wird klar dargestellt, wie abhängig Frauen damals von ihren Männern waren. Oft brauchten sie deren Zustimmung, sei es zum Reisen oder für andere Aktivitäten. Auch das Thema rund um den Autor Franz Kafka ist sehr gut ausgearbeitet – schließlich geht es auch um seine Geschichte. Die Beziehung zwischen ihm und Milena ist ebenfalls sehr schön dargestellt, auch wenn es eher eine Affäre als eine richtige Beziehung zwischen den beiden ist. Was mich etwas gestört hat, war die teilweise ältere Sprache. Das war zwar kein großes Problem, aber es hat meinen Lesefluss manchmal unterbrochen. Einige Begriffe musste ich sogar googeln, was mich etwas gestört hat. Trotzdem werde ich die anderen Bücher der Reihe gerne lesen. Das Buch ist für alle geeignet, die gerne historische Romane lesen und mehr über die Geschichte von Franz Kafka erfahren möchten. Ich freue mich schon auf die anderen Teile der Reihe. 🤍

