War nicht ganz meins
Ich habe vorher schon zwei andere Romanbiografien aus diesem Verlag gelesen (Clara Schumann und Jane Austen) und beide sehr gerne gemocht. Deshalb hatte ich mich sehr auf den Roman über Coco Chanel gefreut. Aber es war nicht ganz meins. Es sollte ja vordergründig um die Entstehung des berühmten Parfums Chanel No 5 gehen, doch das trat immer wieder zugunsten von Liebesgeschichten in den Hintergrund. Es wirkte, als würde der Autorin immer mal wieder einfallen „ups, eigentlich gehts hier ja um das Parfum“, dann wurde das 1-2 Seiten zum Thema gemacht und weiter ging’s im Liebesurlaub mit Dimitri… dass diese Geschichte so viel Raum einnahm hat mich gestört, denn sie führte ja letztendlich zu nichts (kein Spoiler, dass Coco Chanel ihr Leben lang unverheiratet blieb, ist ja bekannt). Und was sollte das aufgemachte Drama mit Strawinsky, dass dann einfach im Sand verlief? Viel lieber hätte ich davon gelesen, wie sie ihre Kleider designt, ihr Geschäft führt, einfach ihren Berufsalltag! So konnte mich der Roman leider nicht fesseln. Toll fand ich, dass Coco in den Kapiteln aus ihrer Sicht Gabrielle genannt wurde und so der Bruch zwischen Privatperson und Modeschöpferin deutlich gemacht wurde. Das Nachwort fand ich dann wieder sehr interessant und ich rechne der Autorin hoch an, dass sie sehr nah an den Fakten geblieben ist und umfangreich recherchiert hat (das ist bei solchen Romanen ja leider auch nicht selbstverständlich).

























