Ich liebe diese starken Afrika-Frauen 😍
Starke Frau
Beryl Clutterback (Mädchenname) hatte ein bewegtes Leben mit Mittelpunkt in Kenia. Sie war anders als Frauen die in Großbritannien aufgewachsen waren und hat dadurch so viel erlebt und ich würde sagen auch erreicht. Berühmt wurde sie durch ihren Flug als erste Frau allein über den Atlantik. Da ich gerade dort unterwegs bin, dachte ich, es wäre eine gute Idee, dieses Buch zu lesen. Es hat mir sehr gefallen und mich bestimmte Landstriche, Bezeichnungen und Rahmenbedingungen besser verstehen lassen. Auch eine wichtige Rolle in diesem Buch spielt Karen Blixen, eine gute Freundin von Beryl und bekannt durch den Film "Jenseits von Afrika".
Ein wunderbares, beeindruckendes Denkmal für eine unkonventionelle und mutige Frau. Ich habe das Buch ebenso genossen wie die Kraft, die Beryl Markham zwischen allen Zeilen ausstrahlt.
Stichworte: Romanbiografie, fiktionale Biografie, starke Frau, Kenia, Birtisch-Ostafrika Handlung 4 - Beryls Leben nur bis zur Überquerung des Atlantik Sprache & Stil 5 - schön und spannend zu lesen, tolle landschaftl. Beschreibungen Charaktere 5 - Personen aus Beryls Leben Spannung & Abenteuer 4 - spannend mit kleinen Längen Ende 3 - passend zum Prolog, dennoch recht abrupt Gesamtwertung 4,2 / 5 Fazit: Von der Mutter ver- und in Kenia dem Vater überlassen, wuchs Beryl ganz frei und glücklich auf einer Pferdefarm auf. Das änderte sich, als sie in die Pubertät kam und eine Anstandsdame eingestellt wurde, die Beryl auf das Leben einer britischen Frau vorbereiten sollte. Doch Beryl ließ sich nur bedingt etwas aufzwingen und rebellierte ihr Leben lang. Sie kämpfte für ihr Recht für die Selbstbestimmung über ihr eigenes Leben, was im 20. Jahrhundert nicht gern gesehen und verurteilt wurde. In diesem Roman bringt die Autorin den Leser*innen die starke und selbstbewuste Frau näher, die später als die Frau in die Geschichtsbücher eingeht, die als erste Frau den Atlantik in Ost-West-Richtung überflogen hat. Doch dies ist kein “Fliegerbuch”, denn das Buch endet genau damit. Paula McLain schreibt über Beryls Kindheit und ihren Weg als erste lizenzierte Trainerin für Rennpferde bis zur Fliegerei. Sehr spannend und sehr intensiv begleitet man die Protagonistin auf ihrem steinigen und oftmals sehr schmerzhaften Weg. Ich habe einiges über die Zeit der britischen Protektorate und Kronkolonien gelernt. Zudem bringt die Autorin den Leser*innen Kenia durch die wundervollen landschaftlichen Beschreibungen näher. Ich dachte jedoch, ich würde mehr über die Flugpionierin erfahren und war in dieser Hinsicht etwas enttäuscht. Zudem hätte ich mir auch mehr Informationen über die Politik und auch mehr Landschaftsbeschreibungen gewünscht. Nach der Lektüre informierte ich mich deshalb weiter und intensiver über Beryl Markham, ihr weiteres Leben und die britische Kolonialzeit. Insgesamt aber dennoch ein sehr lesenswertes Buch!
Deutscher Titel: Lady Africa Sprecherin: Katharine McEwan Dauer: 12 h 16 min Kenia zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Beryl Clutterbuck ist vier Jahre alt, als sie mit ihren Eltern England verlässt und nach Kenia auswandert. Ihre Mutter hält es auf der noch rudimentären Farm nicht lange aus und verlässt Kenia mit Beryls jüngerem Bruder. Beryl bleibt bei ihrem Vater zurück. Das junge Mädchen wächst in der freien Natur Afrika auf und ihr bester Freund ist ein Junge eines in der Nähe lebenden Jägerstammes. Als Erwachsene wird sie Zeit ihres Lebens mit den Konventionen der Zeit zu kämpfen haben. Denn eines geht für sie über alles: ihre Unabhängigkeit. Viele von euch kennen das Setting sicherlich aus dem Leinwandepos “Jenseits von Afrika”. Und der Vergleich ist berechtigt, denn Denys Finch-Hatton, der Lebensgefährte von Karen aka Tanja Blixen, spielt auch in Beryls Leben eine große Rolle. Auch mit Karen selbst ist Beryl befreundet. Paula McLain hat es geschafft, die Atmosphäre und den Geist des kolonialen Afrika in meinem Kopfkino wiederzugeben. Ich habe dieses Buch von der ersten Minute an geliebt und jede weitere Minute genossen. Versteht mich nicht falsch, natürlich war die Kolonialzeit ein einziges großes Verbrechen, aber diesem kolonialen “Afrika-Feeling” kann man sich nur schwer entziehen, zumal die historische Protagonistin keine Berührungsängste mit den Einheimischen und der Natur hat. Paula McLains poetisch-gradlinige Sprache passt ganz wunderbar zu der Stimmung des Buchs, ebenso wie die junge Stimme der Sprecherin Katharine McEwan. Beryl Markham war eine ganz bemerkenswerte Frau, deren Leben sich wie kaum ein anderes zur Umsetzung als Roman eignet. Zugegebenermaßen wird das Buch auch durch die Auftritte der mir bereits bekannten Karen Blixen und Denys Finch-Hatton und einiger weiterer illustrer Persönlichkeiten der Geschichte umso interessanter. Ich kann es nach diesem Buch kaum erwarten, Markhams Autobiografie, “West with the Night”, und endlich auch einmal “Out of Africa” von Karen Blixen zu lesen! Sich selbst treu zu bleiben, das ist die Quintessenz dieser wunderbaren Darstellung von Markhams Leben. Alle Daumen hoch! Zum Hörbuch: Ich habe oben schon erwähnt, das Katharine McEwan wunderbar als Sprecherin passt, denn Beryl ist über einen Großteil des Romans, der mit Beryls Atlantiküberquerung endet, sehr jung. Außerdem beherrscht sie mühelos die verschiedenen Dialekte und Akzente der auftretenden Personen.