15. Dez.
Rating:5

Zwei wunderschöne Kurzgeschichten aus menschlicher, als auch kätzischer Sicht. Herzerwärmend und schnurrend kuschelig! Empfehlenswert! ❤️🐈

Ginger erbt von ihrer geliebten Patentante den heruntergekommenen Antiquitätenladen, inklusive Probleme und eines kleinen Katers: Plunder. Dieser muss sich erstmal mit ihrer kätzischen Hoheit Plüsch verstehen. In dem Tohuwabohu kurz vor Weihnachten kommt dann auch noch das Interesse eines jungen Mannes an ihr auf und zwar nicht nur an den beiden Katzen. Kris ist ein harter Typ, der sich jedoch gerecht für die Schwachen einsetzt. So kommt es, dass er dem Streuner Raufer das Leben rettet. Womit er nicht gerechnet hat, ist dass dieser nun auf Zeit bei ihm wohnt. Auch Raufer findet diese Situation alles andere als komisch und doch entspinnt zwischen den beiden ein besonderes Band. Zwei wunderbare und herzerwärmende Kurzgeschichten, die zur Weihnachtszeit spielen. Die Charaktere in beiden Geschichten sind wunderbar sympathisch, manche haben Witz und Charme und andere sind die stillen Typen, die das Herz am rechten Fleck haben. Ginger ist eine herzliche Frau, die nicht scheut dort anzupacken, wo es besonders viel zu tun gibt. Sie ist einfühlsam und einfach eine Klasse Katzenfrau. Genauso ist auch Kris, er ist cool und doch beherzt bei der Sache. Er hilft und will keinen großen Dank, so lange es der Sache dient und er jemanden glücklich machen kann. Dafür springt er auch über seinen eigenen Schatten. Die wahren Helden sind natürlich die schnurrigen Vierbeiner. Peluche und Plunder sind ein geniales Paar und könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Peluche einfach die kätzische arrogante Hoheit ist, die einem das typische abgehobene Katzenbild vermittelt, ist Plunder der niedliche und kuschelbedürftige Angstkater. Es ist schön, wie beide miteinander umgehen und Plunder Peluche dazu bewegt, ihre hoheitlichen Allüren beiseitezuschieben. Der Streuner Raufer ist das kätzische Ebenbild von Kris. Mehr braucht es einfach nicht, da mir beide so sympathisch waren. Respektvoll, ästhetisch und real. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Kapitellängen sind ideal und der Perspektivwechsel von Mensch zu Katze ist erfrischend und gut gewählt. Man sprintet durch die Geschichte, ohne dabei den Zauber zu verlieren, welcher auch unterschwellig Weihnachtsstimmung aufkommen lässt. Von den beiden Geschichten hat mir die zweite noch einen Ticken besser gefallen, als die erste, aber insgesamt hat mir das Buch äußerst gut gefallen. Ich kann es Tier- und besonders Katzenliebhaber wärmstens empfehlen! 💕

Zwei Katzen unterm Weihnachtsbaum
Zwei Katzen unterm Weihnachtsbaumby Andrea SchachtAufbau TB