
Heute komme ich nicht drum herum, euch dieses wunderbare Buch vorzustellen, das ich gestern Abend beendet habe. „Die geheimen Memoiren der Jane Austen“ ist eine tolle Geschichte von Syrie James, die selbst ein jahrelanger Jane-Austen-Fan ist. Es ist ja bekannt, dass Jane Austen als sogenannte »alte Jungfer« starb. Die Idee zu diesem Buch kam der Autorin, als der Film »Shakespeare in Love« erschien. Da nämlich noch nie jemand die Idee hatte, eine Liebesgeschichte für Jane Austen zu schreiben, hat sie sich auf Recherchereise gemacht. Bekannt ist, dass Jane im Alter von 20 Jahren einen kurzen Flirt zu einem Iren namens Tom Lefroy hatte. Da Jane aber nicht über Geld verfügte, wurde aus dieser kurzen Beziehung nichts, denn seine Familie war dagegen. Jane Austen hatte bekanntermaßen sehr viele Briefe mit ihrer Schwester Cassandra geschrieben. Sie war ihre engste Vertraute und Cassandra hatte nach Janes Tod hunderte ihrer Briefe verbrannt und aus manchen hatte sie große Teile herausgeschnitten, weil sie anscheinend nicht wollte, dass ein schlechtes Licht auf Jane fiel. Aus den übrigen Briefen, die Syrie James las stellte sie fest, dass es eine Lücke von ungefähr zwei Jahren (Januar 1809 bis April 1811) gab in der es keine persönlichen Briefe gegeben hatte. Diese Zeit lag unmittelbar vor der Veröffentlichung von „Vernunft und Gefühl“. Also hatte Syrie James zu einer Geschichte, in der Jane eine geheime Liebesbeziehung gehabt haben könnte. Die Geschichte erzählt sie aus der Sicht von Jane Austen, was dem Leser das Gefühl vermittelt, genau so kann es gewesen sein. Sie trifft den Ton der damaligen Zeit so gut, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein, im Regency, direkt neben Jane und.... ❤️ Dieses Buch erschien bereits 2008 und ich möchte es Jane Austen Fans und jenen, die ihre Bücher neu für sich entdeckt haben, sehr ans Herz legen.
