11. Apr.
Rating:4.5

“Nur der Tod bringt Vergebung” hat mich vor allem durch sein Setting und die ruhige, durchdachte Erzählweise überzeugt. Der Fall ist interessant aufgebaut und fühlt sich durch die politischen und religiösen Spannungen der Zeit glaubwürdig an. Die Figuren funktionieren gut und die Ermittlungen wirken logisch, ohne unnötig aufgebläht zu sein. Ein kleiner Minuspunkt sind die vielen Namen und Begriffe, die am Anfang etwas anstrengend sein können, bis man sich reingefunden hat. Insgesamt macht das Buch genau das, was es soll: ein solider historischer Krimi mit Atmosphäre und Substanz. Wer sich für die Zeit interessiert und kein Problem mit einem ruhigeren Tempo hat, bekommt hier eine stimmige Geschichte. Klare Leseempfehlung.

Nur der Tod bringt Vergebung
Nur der Tod bringt Vergebungby Peter TremayneAufbau TB
25. Apr.
Rating:4

Schwester Fidelma , eine irische Nonne und Anwältin bei Gericht (!) ermittelt im Irland des 7.Jahrhunderts. Dieser Kriminalfall des Mittelalters handelt auf der Synode von Witebia, entsprechend viel geht es auch um Kirchen- und Glaubensdinge des Mittelalters. Ich finde die Kombi aus realer Historie (Synode) und fiktivem Kriminalfall schon spannend - und es gibt noch so viele weitere Fälle - ich freu mich drauf. Als nächstes reist Schwester Fidelma nach Rom… Ansonsten war und bleibt immer alles gleich, denn wie stellt am Ende der Synode Fidelma fest: „Darum drehte es sich also in Wirklichkeit? Um reine Machtpolitik? Der geistige Wettstreit, die theologische Erörterung war nur ein Scheingefecht gewesen. Oswiu war es einzig und allein um die Macht gegangen - wie allen Königen, wenn man es sich recht überlegte.“

Nur der Tod bringt Vergebung
Nur der Tod bringt Vergebungby Peter TremayneAufbau TB