Ein Kampf, viele Verluste und die Folgen. – Eine Zweiklassengesellschaft wird aufgemacht und außgerechnet die viel gelobte Protagonistin kackt mal wieder ab. Für die Menge an Worten, die hier verwendet wurden, wurde aber auch erstaunlich wenig erzählt.
Diese Reihe entwickelt sich für mich so nach und nach zur Hassliebe. Es interessiert mich schon, wie die Story weiter geht und vielleicht erlebe ich ja auch irgendwann mal noch so eine Art Ende oder Finale, aber der Schreibstil dieses Autorenduos, welches sich hinter „Rose Snow“ verbirgt, ist sehr ausschweifend und zu Tode erklärend. Das geht dann leider sehr oft auf die Spannung und den Inhalt. Ich habe so oft den Faden verloren und dann den Anschluss wieder verpasst, dass diese Lektüre alles war, aber mit Sicherheit keine Freude. An Fantasie mangelt es diesem Band und auch der ganzen Reihe überhaupt nicht. Immer wenn man denkt, dass es nicht schlimmer kommen kann, wird ein neues Land, ein neues Wesen oder einfach nur eine neue Magie eingeführt, die die ganze Situation dann alles andere als entspannt. Die beiden Protagonisten sind mal ein Liebespaar, mal sind sie es nicht. – Ist das die neue Art von Ramantasy? Oder was darf ich mir darunter vorstellen. – In jedem Fall nervt dieses ewige Hin und Her, was ja zusätzlich zu diesem großen Krieg noch da rum nervt. Mir wird scheinbar immer mehr klar, um was es hier eigentlich geht. Nach meiner Deutung spielt das ganze Durcheinander sozusagen im Leben nach dem Tod. Und dann gibt es ja diese Tierverbundenen und die Menschenverbundenen Wesen in dieser Welt. Das deute ich als diesen ewigen Kampf zwischen veganen Menschen und eben jenen, die nach wie vor Fleisch und Milchprodukte konsumieren. – Dieser sinnlose und dämlich Kleinkrieg hat es jetzt also auch in die Literatur geschafft und nein, ich finde das nicht gut. Wenn ihr euch dieses Buch oder auch die Reihe antun wollt, dann fangt unbedingt am Anfang an. Alles andere macht absolut überhaupt keinen sinn, weil man ansonsten nichts weiter als Bahnhof versteht.


