Der Weltenbau lässt ja keine fantastischen Wünsche offen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass eben dieser Weltenbau die Handlung verschluckt.
Die Handlung ist ohne Kenntnis der vorangegangenen Bände absolut unverständlich und nichts weiter als eine Drogenfantasie. – Betrachtet man allerdings das Gesamtbild, erschlägt einen der Weltenbau förmlich und lässt die eigentliche Handlung unter sich verschwinden. Ich kann mir gut vorstellen, dass mir persönlich schon einiges verloren gegangen ist, was mir die Handlung am Ende aber vielleicht sogar ein Stück weit versüßt und schmackhafter gemacht hätte. Die Handlung selber verstehe ich nur in Teilstücken, eben weil ich das Gefühl habe, dass dem Weltenbau wirklich viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ich meine inzwischen, dass es sich hier um ein Leben nach dem Tod dreht. – So in etwa zumindest. Und ich bin der Meinung, dass das alles andere als erstrebenswert ist. Ich meine, die Protagonistin wurde hier von Anfang an in eine Rolle geschmissen und wirklich niemand hat sie gefragt, ob sie denn überhaupt so eine Trägerin oder Jägerin sein will. - Die nächste Frage, die sich mir mehr und mehr aufdrängt: Hier sterben Menschen. Die sind doch aber schon einmal gestorben. Was passiert denn dann mit denen? Die Nebencharaktere bleiben leider flach und fast unwichtig. Sie erfüllen ihre Rolle, ohne dass diese großartig irgendwie in die Handlung einfließt. – Das ganze Konzept dieser Serie wird für mich immer rätselhafter und ich frage mich, was ich mir hier eingebrockt habe. Die vier Sterne scheinen in dem Mmoment dann jetzt doch vielleicht etwas zu hoch, für diesen doch relativen Verriss dieses Buches. Aber ich ich will mal den Weltenbau selber positiv sehen, denn am Ende haben sich die beiden hier wirklich eine ganze Menge einfallen lassen. Abgedreht und übertrieben zwar, aber man muss ja auch auf so etwas erst einmal kommen.

