
“Ängste bedeuten, dass du etwas zu verlieren hast. Dass du an etwas hängst. das du behalten möchtest.”
Starling Nights konnte mich vor allem mit seinem Setting und der eher düsteren, herbstlich-winterlichen Atmosphäre auf dem Campus in Cambridge abholen. Ich glaube tatsächlich, das Buch im Herbst oder Winter zu lesen, macht die Stimmung nochmal perfekter. Der Schreibstil war sehr poetisch, was man definitiv mögen muss, mir persönlich hat das aber unglaublich gut gefallen. Man rätselt eigentlich das ganze Buch über mit und meine Theorien gingen wirklich einmal querbeet in alle Richtungen. Als dann irgendwann der Groschen gefallen ist, war ich SO begeistert von der Idee dahinter, habe ich bisher so noch nie gelesen. Man sollte allerdings nicht zu viel Fantasy erwarten. Für mich ist es deutlich mehr Dark Academia mit einem kleineren Fantasy-Anteil, was ich persönlich aber überhaupt nicht schlimm fand. Auch die beiden POVs haben mir richtig gut gefallen. Sie haben einem Einblicke gegeben, die einen stellenweise nur noch mehr verwirrt haben, wodurch die Spannung für mich die ganze Zeit erhalten geblieben ist. Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings das Ende, das etwas plötzlich kam. Auch wenn klar ist, dass es einen zweiten Teil gibt, hätte man manche Dinge für meinen Geschmack etwas ausführlicher behandeln können. Außerdem war mir Mabels Verhalten stellenweise ein kleines Rätsel, teilweise wirkte sie fast schon nervig naiv, obwohl gleichzeitig immer wieder betont wurde, wie klug sie eigentlich ist. Die Nebencharaktere blieben für mich stellenweise leider etwas blass. Da hätte man definitiv noch einiges mehr herausholen können, gerade weil das Umfeld und die Dynamiken eigentlich viel Potenzial gehabt hätten. Alles in allem aber ein wirklich tolles Dark-Academia-Buch mit wunderschönem Setting, starker Atmosphäre und einer neuartigen Fantasy-Idee. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf Band zwei.

























































