Ich bin fertig. Leider, ich mag diese Art von Geschichten viel zu sehr. Ich mag, wie ich Lockyer und Broad immer besser kennenlerne. Seine Gedankenwelt, wie er alles sieht. Ich spüre, fühle, was er fühlt. Das ist so gut. Matt wirkt auf mich wie ein sehr gefühlvoller Mensch, der aber diese Gefühle schlecht ausdrücken kann. Das bereitet ihm auch Probleme in seinem Job. Das er bereit ist Menschen zu schützen auf bestimmte Kosten. Der Fall an sich fand ich spannend, auch das drumherum, die Auflösung dazu. Jetzt habe ich nur noch einen Band vor mir...
Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden. Die ersten Kapitel wirkten etwas zäh, die Handlung kam nur langsam in Gang und ich konnte keine richtige Verbindung zu den Figuren aufbauen. Doch ungefähr ab den letzten 200 Seiten änderte sich alles. Plötzlich nahm die Handlung deutlich an Fahrt auf, die Charaktere gewannen an Tiefe und die Ereignisse überschlugen sich regelrecht. Die Spannung stieg kontinuierlich und ich wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
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4,75 ⭐️ Krimi: 2,5 ⭐️
Toller Krimi
Ein toller ruhiger englischer Krimi. Hat mich total begeistert. Bereits Band 1 fand ich großartig. Auch wenn es in dem Buch Hochsommer ist, hat es trotzdem zur herbstlichen Zeit gepasst. Wie bei den meisten Krimis, hat es sich für mich dann am Ende doch etwas in die Länge gezogen. Aber das ist meistens so. Bin schon gespannt auf die Fortsetzung.
Toller und vor allem realistischer Krimi, zumindest was die Polizeiarbeit anbelangt. Manche Entwicklungen muss man sich hart erarbeiten. Gerne mehr von der Sorte.
Ein ruhiger Krimi, spielt während der Corona Zeit. Es geht um einen aktuellen Fall , der mit einem alten Fall verknüpft zu sein scheint. Anfangs war er mir fast zu ruhig, gegen Ende wurde es dann doch spannend. Dann ergaben die ganzen Ausführungen vorher auch Sinn. Von daher empfehlenswert.

Der sanfte Riese „… Lee umzubringen war, als hätte man … einen Labrador getötet, weil er ein Stöckchen geholt hat.“ (S. 171) Vor 9 Jahren ist Lee verschwunden. Als seine Leiche jetzt nach einem Unwetter auf einer Hochebene freigespült und festgestellt wird, dass er damals lebendig begraben wurde, stellt sich die Frage, wie der oder die Täter das hinbekommen haben. Denn Lee war lt. Aussage seiner Schwester zwar dumm wie Brot und leicht zu beeinflussen, aber auch 2,06 m groß und sehr stark. Ist er überrascht worden oder kannte und vertraute er dem Mörder? DI Matt Lockyer erinnert sich sofort, dass Lee damals zusammen mit zwei anderen verdächtigt wurde, die gleichaltrige Holly Gilbert umgebracht zu haben, aber ihr Tod wurde dann doch als Selbstmord eingestuft. Bei seinen Ermittlungen stoßen er und DC Gemma Broad darauf, dass die beiden anderen Verdächtigen etwa zur gleichen Zeit wie Lee bei Unfällen starben. Hat da jemand Selbstjustiz verübt? Wie schon im ersten Band, „Der Tote von Wiltshire“, braucht die Handlung etwas, bis sie Fahrt aufnimmt. Der Fall spielt während der Corona-Zeit, mit den damals üblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Zusätzlich hat Lockyer private Probleme. Seine Mutter liegt mit Corona im Krankenhaus und sein Vater ist allein mit der Farm überfordert. Zudem gibt er sich immer noch die Schuld am Tod seines Bruders und will endlich das Geheimnis seines alten Hauses und der Nachbarin klären. Darum hatte ich gerade zu Beginn das Gefühl, dass die Ermittlungen etwas zu kurz kommen. Aber als sie dann laufen, werden sie sehr komplex. Lockyer ist überzeugt, dass er erst Hollys Tod aufklären muss, um Lees Mörder (und den der beiden anderen?) überführen zu können. Aber weil die Todesfälle so lange zurückliegen, ist es schwierig, alle Unterlagen und Zeugen wiederzufinden. Die meisten Spuren scheinen zur Farm von Hollys Vater zu führen, die für ihren alternativen und freien Lebensstil berüchtigt ist. Niemand muss hier seinen echten Namen sagen oder seine Geschichte erzählen, alle sind willkommen. „Jeder, der auf die Old Hat Farm kommt, hat etwas, was er hinter sich lassen will. Was er vergessen will.“ (S. 239) Das macht die Nachforschungen natürlich nicht gerade leichter. Trotzdem stoßen Lockyer und Broad auf einige Geheimnisse, die besser verborgen geblieben wären. Und auch in seinem privaten Umfeld entdeckt der DI einiges, was die Vergangenheit in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt. Obwohl ich schon recht früh einen Verdacht bzgl. des Täters hatte, hat mich auch der zweiter Band der Reihe von Katherine Webb gut unterhalten. Durch Corona und die anhaltende Hitze herrscht eine besonders angespannte Stimmung, die das Drama der Ermittlungen noch verstärkt. Lockyer wird mir immer sympathischer, er scheint endlich wieder auf der Spur zu sein und geistert nicht mehr nächtelang wegen seiner Schlaflosigkeit durch die Landschaft. Außerdem geht er mehr auf seine junge Mitarbeiterin Gemma ein und passt gut auf sie auf. Und das Ende macht neugierig auf die Fortsetzung ...







