9. Nov.
Rating:2

Schimpft über Dogmatik und ist es dann selbst

Nach den ersten 20 Seiten dachte ich: endlich ein Ayurveda Buch, das nicht esoterisch und dogmatisch ist. Die Autorin leitet es so ein, dass sie Ayurveda wirklich zugänglich machen will, und dass man schon mit kleinen Veränderungen große Verbesserungen erreichen kann. Sie schimpft sogar selbst auf dogmatische Angebote oder auch moderne Diäten wie Low Carb und Co., die sinnlose strenge Regeln diktieren, die es ja angeblich nicht braucht. Um dann im weiteren Verlauf des Buches selbst eine absurde Regel nach der anderen aufzustellen. Wusstet ihr z.B., dass Lebensmittel sich im Topf kennenlernen müssen, um gut verdaut zu werden? Oder dass Honig mit Butter toxisch für den Körper ist? Oder das kalter Joghurt deine komplette Verdauung lahm legt? Das ist Ernährungswissenschaftlich natürlich völliger Humbug. Die Autorin weiß das sicher auch selbst, weil sie zu keinem Zeitpunkt auch nur irgendwie Bezug zu wissenschaftlichen Erkenntnissen nimmt. Sie schreibt das in das Buch, was ihre eigenen Gurus ihr irgendwann mal gepredigt haben. Dadurch wird dieses Buch leider nur eine weitere magische Lehre, an die man glauben kann oder nicht. Ich für meinen Teil habe gar kein Interesse daran, magische Ernährungsregeln zu befolgen, sondern gehe lieber nach meiner eigenen Erfahrung. Vieles, was mir gut tut, deckt sich mit Ayurveda und meinen dominanten Doshas. Aber es macht schon Sinn, eine magische Lehre hin und wieder mit wissenschaftlichen Erkenntnissen abzugleichen und z.B. diese vielen Tabus zu hinterfragen. Macht dieses Buch leider nicht. Schade.

Dein Neuanfang mit Ayurveda
Dein Neuanfang mit Ayurvedaby Dana Schwandtriva