5. Jan.

Die grundsätzliche Ablehnung von allem, was im Nachkriegsdeutsch dazugekommen ist, war mir manchmal gar zu bemüht – da gab es Abschnitte, an denen ich das Buch fast abgebrochen hätte ... Ich verstehe (inzwischen – als 80er-Jahre-Kind war es auch für mich zunächst cool), warum jemand mit den vielen Anglizismen nicht glücklich ist, die sich eingeschlichen haben. Und was er noch gar nicht erwähnen konnte: in den letzten paar Jahren sind es so viel mehr geworden, dass in manchen ganz normalen Sätzen die (zumindest schon länger) deutschen Worte die Exoten sind. Dann frage ich mein Kind auch manchmal, ob es das passende deutsche Wort dafür wenigstens noch kennt … Wirklich interessant fand ich aber die anekdotischen Einschübe über den Pfarrer und die Lehrerin oder auch die Ausflüge in die Sprachgeschichte anlässlich verdrehter Redewendungen und unverständlicher Fremdwörter – davon hätte ich gar zu gerne mehr! Zum Glück war das Buch recht kurz und aus der Bücherei entleihbar – zum Selberkaufen klingt für mich zu viel negativer Grundton durch.

Wenn du mich frägst, macht das in keinster Weise Sinn
Wenn du mich frägst, macht das in keinster Weise Sinnby Andreas Hockriva
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