Hier wird langsam deutlich, warum Ikeda mit ihrem Schaffen das Shojo-Genre nachhaltig verändert hat. Die Verquickungen, die Leidenschaft, die in dem Werk stecken und die Grautöne, die Ikada hier anlegt, um den Charakteren Tiefe zu verleihen, sind nachvollziehbar und sehr erzeugen einen Sog, der einen selbst mit den Figuren in den bevorstehenden Abgrund reißt.
Noch scheint die Revolution weit weg zu sein und doch spürt man das kommende Ende einer Ära und das Ende der Figuren, was sehr bezeichnend ist.
Ich freue mich auf den nächsten Band.
*Rezensionsexemplar*
Auch dieser Band strotz nur so vor Ereignissen. Von Fersen kehrt aus den Krieg zurück und Antoinette ist überglücklich, gleichzeitig soll ihr die Intrige von Jeanne das Genick brechen.
Die sogenannte Halsbandaffäre liest sich wie ein schlechtes Schmierentheater und lässt sogar die unschuldige Königin schlecht aussehen. Auch Jeanne bekommt ihr Fett weg, wobei sie dennoch vom Volk geliebt wird. Ich find es ja sehr spannend wie manipulative Menschen eine Menge bewegen und auf ihre Seite ziehen können, was man hier wunderbar sehen kann. Vor allem, da das Volk eh schon schlecht auf die Adligen zu sprechen sind.
Oscar muss mit ihren ganz eigenen Gefühle für von Fersen zurecht kommen und gleichzeitig Rosalie aus ihrem Haus verabschieden, was für beide nicht einfach zu verkraften ist.
Doch Oscar kann sich gleich der nächsten Bedrohung widmen und den schwarzen Ritter nachjagen, der in die Adelshäuser einbricht und sie beklaut.
Zum Schluss bahnt sich im Haus Versailles dramatisches an und man möchte am liebesten gleich den nächsten Band in die Hand nehmen, um zu wissen wie es weiter geht!
In diesem Band war die lesbische Liebe tatsächlich als Thema sehr präsent, was ich wahnsinnig spannend fand. Sie wird nicht nur zu Verleumdung und Vorspiel falscher Tatsachen genutzt, sondern ist auch greifbar in den Gefühlen, die Rosalie für Oscar hegt. Grade die beiden Seiten einer Medaille zu sehen war sehr gut dargestellt.
Auch im vierten Band durchleben wir wieder zusammen mit den Charakteren Liebe, Leidenschaft, Trauer, Trennung und Verrat, was einer Reihen Achterbahnfahrt der Gefühle gleichkommt.
Neugierig? Lady Oscar wartet auf euch 🧡
Uiuiui, da ging's ordentlich her. Sehr viele Intrigen und Verschwörungen. Das Volk und auch der Adel lehnen sich gegen das Königshaus auf. In dem Band gibt's nochmal einen großen Spannungsbogen und Höhepunkt, bevor es allmählich zu einem anderen Arc übergeht. Die Geschichte um Marie-Antoinette geht natürlich weiter, aber dazu gesellen sich auch weitere Stränge um Lady Oscar. Find ich übrigens sehr positiv, dass sie immer mehr im Fokus steht mittlerweile. Der »schwarze Ritter« ist auch eine interessante Figur - macht auf jeden Fall recht neugierig, was da noch so kommt! Mittlerweile gefällt mir die Reihe dann doch immer mehr! 😊
Wieder viel Drama und damit ist auch der Teil über Jeanne beendet. Die Königin wacht endlich auf und dann geht es noch bisschen um Oscars Gefühle und der Dieb "Schwarzer Ritter" taucht auf.
Ich mochte vor allem den Fokus auf Oscar und wie sie sich einiger Dinge bewusst wird. Es bleibt zwar trotzdem eher oberflächlich, aber das ist schon ok. Da kommt halt leider die Sprunghaftigkeit der Reihe durch. Manche Szenen enden etwas zu schnell 😅
Das Drama geht weiter, denn die Halsband Affäre findet ihren Höhepunkt.
Doch auch Oscar erkennt das sie in etlichen Sachen privilegierter aufwächst als sie gedacht hat.
Ach ja, die gute Marie Antoinette wird endlich wach und erkennt ihre Fehle, während ihr persönliches Blutegel, äh Verzeihung, ihre herzallerliebste Busenfreundin, die Polignac sich verzweifelt an ihre schwindende Macht klammert.
Kommt natürlich alles viel zu spät….
Insgesamt ein besser übersetzter Band, der jedoch dieses Mal zeigt, dass alles und jeder sich duzt, selbst in Versailles…. *cringe*
Was mir auch auffällt, wie erstaunlich kurz Ludwig XVI. eigentlich insgesamt in der Story kommt. Er bleibt wie in vielen Umsetzungen in der Rolle des verliebt-harmlosen, nicht durchsetzungsfähigen Pummels verhaftet. Schade. ☹️
Ich hab ziemlich vergessen, wie dramatisch und traaaagisch das alles immer ist. Als ich es das erste Mal gelesen habe vor Ewigkeiten, war ich ein großer Fan, inzwischen finde ich es äußerst anstrengend.
Vermutlich hilft es auch nicht, dass ich inzwischen mehr in der Politik bin und mich daher besonders über die Blauäugigkeit von Oscar aufrege, die nicht gemerkt hat, welche Privilegien sie hat. Das regt mich immer besonders auf. Ja, gehört zu ihrer Entwicklung dazu, ist für mich aber grad nicht die richtige Zeit, weil es aktuell politisch ekelhaft ist …
Vielleicht wäre ich mit anderer realer Politik um mich herum ein bisschen mehr vergebend.
So finde ich Oscars Art sehr um sich selbst kreisend (okay, sie ist auch ein Teenager – einer der Gründe, weshalb ich diese Manga weniger lese). Aber das ist etwas, das mich persönlich einfach stört. XD