Ich mochte die düstere Stimmung und die Idee hinter der Welt sehr. Inhaltlich spannend, aber noch etwas langsam und zurückhaltend erzählt.
Für mich erzählt Man of Rust – Band 1 eine klar erkennbare, in sich geschlossene Anfangsetappe, die deutlich macht, worum es thematisch und erzählerisch gehen soll. Die Geschichte führt in eine kaputte Zukunft, in der technologischer Fortschritt und menschlicher Verfall eng miteinander verwoben sind. Der Fokus liegt dabei stark auf dem Protagonisten, der in dieser Welt eine bestimmte Aufgabe und Funktion erfüllt, die ihn regelmäßig mit den dunklen Seiten der Gesellschaft konfrontiert. Im Verlauf des Bandes begleitet man ihn durch mehrere zusammenhängende Ereignisse, die nicht nur seine Rolle in dieser Welt verdeutlichen, sondern auch erste Konflikte anstoßen – sowohl äußerlich als auch innerlich. Es werden Beziehungen zu anderen Figuren aufgebaut, Machtverhältnisse angedeutet und moralische Fragen aufgeworfen, ohne konkrete Antworten zu geben. Gerade diese Zurückhaltung sorgt dafür, dass ich als Leser aufmerksam bleiben musste und mir vieles selbst erschließen konnte. Band 1 lebt weniger von großen Wendepunkten, sondern davon, eine Richtung vorzugeben: man lernt das System kennen, in dem die Figuren handeln, und bekommt ein Gespür dafür, welche Themen in den kommenden Bänden weiter vertieft werden. Für mich funktioniert das als Einstieg gut – der Band erzählt genug konkrete Story, um Interesse zu wecken, ohne Ereignisse vorwegzunehmen oder zu viel zu verraten.




