Mit "Tsu'teys Pfad" wird der erste Avatar Blockbuster von 2009 aus der Perspektive von ebenjenem Tsu'tey erzählt und füllt damit vereinzelte Lücken in der Handlung des Films. Gleichzeitig fehlt an einigen Stellen der größere Kontext zur Filmhandlung.
Wenn du den ersten Avatar-Film geliebt hast und insbesondere die Beziehung zwischen Jake Sully und Tsu'tey faszinierend fandest, dann ist dieser Comic ein absolutes Muss.
Sherri L. Smith gelingt es, die Welt von Pandora noch tiefer zu erkunden und eine neue Perspektive auf die Ereignisse des Films zu bieten – diesmal durch die Augen von Tsu'tey, dem stolzen und manchmal tragischen Krieger des Omaticaya-Klans. Avatar: Tsu'teys Pfad erzählt von Tsu'teys Vergangenheit, seinen Ambitionen und seinem Weg, bevor und während Jake Sully in sein Leben tritt. Die Geschichte verleiht der Figur Tiefe, die im Film vielleicht zu kurz gekommen ist. Wir erfahren, wie Tsu'tey die Verantwortung für seinen Clan sieht, seinen Stolz als zukünftiger Anführer, aber auch seine inneren Konflikte, vor allem im Hinblick auf die Ankunft der Menschen und Jakes schicksalhafte Rolle unter den Omaticaya. Der Comic schafft es, die bekannte Handlung aus dem Film um berührende und neue Facetten zu bereichern. Es ist besonders spannend zu sehen, wie Tsu'tey mit Verlust, Eifersucht und Loyalität ringt, während er gleichzeitig versucht, seinen eigenen Weg in einer sich dramatisch verändernden Welt zu finden. Die Zeichnungen sind atemberaubend und fangen den visuellen Zauber Pandoras perfekt ein. Die Action-Szenen sind dynamisch, aber es sind die ruhigen Momente – Tsu'teys Nachdenken, seine Begegnungen mit Jake und Neytiri oder seine Beziehung zu den anderen Klansmitgliedern –, die die Geschichte wirklich tragen.

