Der Himmel über den Menschen
Am Tage seines Antrittes einer Professorenstelle hat die Frau des Astrophysikers Steven Thaillor eine ganz besondere Überraschung für ihn geplant. Ihm wird die Ehre zuteil die Ausrichtungs-Koordinaten des neuen G.-G.-Teleskops der NASA New Control Station auszusuchen. Seine Entscheidung führt zu einer Entdeckung, welche die Welt verändern wird. Die Grundidee des Buches finde ich sehr spannend, die Umsetzung des Romanes hat mir persönlich jedoch nur mäßig zugesagt. Der Beschreibung nach, habe ich etwas anderes vermutet. Grundsätzlich muss das nichts schlechtes sein und ich lasse mich gern überraschen, in diesem Fall war die Thematik leider nicht so ganz mein Fall. Zu Beginn des Buches wurde direkt klar, dass Themen wie Astronomie und Physik einen großen Stellenwert in der Geschichte einnehmen. Der Leser sollte diesen Themen also bestenfalls zugetan sein, um sich vollständig auf den Roman einlassen zu können. An einigen Stellen gab es tiefe wissenschaftliche Details, was für mich leider den Unterhaltungswert schmälerte und mir das Lesen erschwerte. Was mir sehr gut gefallen hat war, dass kritische Themen wie Konsum, Umweltverschmutzung, Tierhaltung und Klimawandel thematisiert wurden. Am Anfang empfand ich diese Themen charmant verpackt z.B als Steven seine Kinder während eines Museumsbesuch zu diesen Themen aufklärte. Alles in allem empfand ich den Roman jedoch an kritischen Themen zu überladen. Neben den oben genannten Themen, wurden zudem: Digitalisierung, Maschinen ersetzen Menschen, Globalisierung, Medien, virtuelle Realität, Nachhaltigkeit und Religiösen Symbole (Zahl drei und Zahl sieben/ Rabe) aufgegriffen. Beim Lesen wurde mir dies einfach zu viel und penetrant. Ich hatte den Eindruck, dass der Leser mit aller Macht "wachgerüttelt" werden soll und dazu animiert wird seinen eigenen Lebensstil zu reflektieren. Der Schreibstil des Autoren gefiel mir wiederum sehr gut. Zudem ist es dem Autoren gelungen Spannung aufzubauen und den Effekt zu erzielen, dass ich wissen wollte, wie die Geschichte endet. Das Ende war mir persönlich leider zu schräg. Von mir gibt es für diesen Roman leider nur 2 Sterne. Ich vermute, ich entspreche leider nicht der Zielgruppe. Für Science-Fiction und Astonomie Fans ist es aber sicherlich ein lesenswerter Roman.

