Trotz meiner Abneigung zu Krimis fand ich das Leseerlebnis recht angenehm
Nach dem ersten Teil, wusste ich schon, dass Krimis nicht so mein Genre sind. Durch die Verbindung meines Wohnortes konnte ich meine Neugier aber nicht zurückhalten und hab jetzt doch auch zum zweiten Teil gegriffen.
Die Geschichte war wieder gut geschrieben und ich konnte mir immer genau vorstellen wo sich das Ermittlerteam wohl gerade befindet.
Neugierig auf den dritten Teil, bin ich allerdings jetzt auch geworden und werde wohl auch wieder, wenn die Zeit reif ist über meinen Krimiabneigungsschatten springen.
Jetzt tauche ich erst mal wieder ein, in meine Liebesdramen ohne großen Mord und Todschlag, oder wohl eher Vergiftungen...💕
Inhalt:
Kriminalkommissarin Klara Stern sitzt im Publikum als bei den Festspielen auf der Luisenburg ein Schauspieler tödlich zusammenbricht. Für Klara ist klar: das war kein natürlicher Tod. Deshalb alarmiert sie sofort ihren Kollegen Johann Kranzfelder. Der ist alles andere als begeistert, fügt sich aber in sein Schicksal. Bald schon merken beide, dass unter den Schauspielern nicht nur eitler Sonnenschein geherrscht hat und der Tote mehr als einem auf die Füße getreten ist.....
Leseeindruck:
"Der Tod spielt auf der Luisenburg" ist der 2. Band um die Ermittler Klara Stern und Johann Kranzfelder. Beide sind ziemlich gewöhnungsbedürftig. Obwohl ich den Vorgänger kenne, hatte ich, genauso wie in Band 1, Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden. Leider hat es dieses Mal nicht wirklich klick gemacht. Mit dem Humor der Ermittler bin ich nicht zurecht gekommen. Zusätzlich haben mir die vielen Dialoge in Dialekt den Lesefluss genommen. Spannend hingegen fand ich den Fall. Der war undurchsichtig und hat mich mitraten lassen. Denn Verdächtige gibt es viele. Zum Schluss wurde ich sogar überrascht.
Fazit:
"Der Tod auf der Luisenburg" ist schon ein sehr spezieller Regionalkrimi mit vielen Dialogen in Dialekt. Die Ermittler sind gewöhnungsbedürftig, der Fall ist jedoch spannend. Wer so etwas mag ist hier genau richtig.
Auf der Luisenburg werden die Festspiele aufgeführt und ausgerechnet als Kriminaloberkommissarin Klara Stern einer Aufführung zusieht bricht der "Boandlkramer" auf der Freilichtbühne tot zusammen. Klara Stern vermutet sofort dass der Darsteller nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Mit ihrem Chef Johann Kranzfelder taucht sie in die Theaterwelt hinein in dem es von Misstrauen und Lügen nur so wimmelt.
Der Schreibstil ist leicht, sehr bildhaft und zügig zu lesen. Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt und passen sehr gut in diesen Krimi hinein und die Spannung kommt dabei auch nicht zu kurz.
Fazit: Dieser Regionalkrimi umfasst 13 Kapitel und spielt sich im Oberpfälzer Wald, genauer gesagt in Holzwiesenreuth, ab. Ich habe ja schon das Vorgängerbuch gelesen und war deshalb schon gespannt auf die Fortsetzung und ich wurde nicht enttäuscht. Der Dialekt kommt zwischendurch zum Vorschein und es gibt immer mal wieder kleinere Rückblenden zum vorherigen Buch und einige Protagonisten spielen in dieser Story wieder mit. Kranzfelder ist sympathisch obwohl er dem Leser gegenüber doch eher ruppig erscheint. Er hat eine bodenständige Art und ein ganz normales Privatleben das sich mit den Ermittlungen in Waage hält. Die Atmosphäre ist meiner Ansicht nach eher unaufgeregt und heiter so dass ich während des lesens auch mal schmunzeln durfte. Die Story hat sich für mich persönlich ein klein wenig hingezogen aber noch vor der Hälfte der Story zog die Spannung an. Mit der Zeit wurden die Verdächtigen immer komplexer da sie alle zusammen Schauspielkollegen sind. So konnte ich selbst miträtseln und war gespannt auf die Auflösung am Ende des Buches. Diese Story hat mich - im Gegensatz zum ersten Band - leider nicht richtig fesseln können. Trotzdem war dieser Krimi für mich amüsant, heiter und unterhaltsam zu lesen. Für einen Krimi - und Cosyfan also genau richtig. Dieses ist der zweite Band dieser Reihe. Er ist in sich abgeschlossen. Der Leser braucht meiner Meinung nach nicht unbedingt das Vorgängerbuch zu kennen. Ich vergebe für diesen Regionalkrimi sehr gerne vier Sterne.
Der "Tod" wurde vor laufenden Publikum auf der Lusienburg ermordet. Kriminalkommissarin Klara Stern sitzt zur selben Zeit im Publikum und informiert sofort ihren mürrischen Kollegen Kranzfelder. Gemeinsam ermitteln sie nun in der Theaterwelt.
In diesem Buch dürfen wir bereits zum zweiten mit Klara und Kranzi ermitteln und wieder bin ich begeistert was Yvette geschrieben hat. Mit viel Humor, denn der Kranzi ist teilweise echt tollpatschig, habe ich den spannenden Krimi gelesen und war mir bis zum Schluß nicht sicher, wer hinter dem Mord steckt. Immerhin handelt sich sich hier bei den Verdächtigen um Schauspieler und da weiß man nie ob die Tränen echt sind oder nicht. Viele hatten ein Motiv, aber wer ist wirklich dazu fähig ein Mord zu begehen oder warum nun genau?
Der Schreibstil ist einfach klasse und super leicht zu lesen. Auch wenn man den Dialekt einiger Charaktäre nicht ganz versteht, bekommt man das wichtigste mit. Diese Dialoge machen aber diese Regionalkrimi einfach aus. Das Cover gibt einen Wiedererkennungsefekt der Verlags und gleichzeitig passt es sehr gut zur Story.
Wer auf Regionalkrimis steht sollte umbedingt mal versuchen diesen oder auch den ersten Band von Yvette Eckstein zu lesen.
Auch hier liest sich wieder die Liebe zum Detail und intensive Recherchearbeit heraus. 😊
Sowohl innerhalb des Krimis als auch zwischen den Buchdeckeln, gibt es viel Hintergrundwissen und Infos rund um die Luisenburg.
Ich mag es, wie sich das Ermittlerduo Kranzfelder und Stern mittlerweile eingespielt hat und sich ihr Umgang viel persönlicher anfühlt.
Für die Prise Humor sorgen die beiden, sich nicht ganz zugeneigten, Kommissare Himmelreiter und Kranzfelder. Die gegenseitigen Sticheleien sind höchst amüsant und sorgen für den ein oder anderen Lacher. 😁😊
Ich meine in meiner Rezension zu Band 1 geschrieben zu haben, dass ich noch nie so herzhaft bei einer Mordermittlung gelacht habe. Das kann ich jetzt nur 1 zu 1 zitieren. 😁
Die Ermittlungen und die Verdächtigen sind umfangreich. Die Alibis, Verstrickungen und Geheimnisse verworren und die "Oha" Momente, welche in meinem Kopf stets mit einem dramatischen Klang hinterlegt wurden, für mich unvorhersehbar und richtig schön Kleinstadtkrimimäßig. Als würde man die Gardine ein Stück bei Seite schieben, um auf jeden Fall etwas zum Erzählen bei der nächsten Kaffeeklatschrunde zu haben.