16. Juni
Rating:5

Eduard Momberger wird von seiner Chefin zu einem Leichenfund gerufen und erhält gleichzeitig die Info, dass er für diesen Fall Unterstützung aus Frankfurt bekommt… die Tote ist nämlich die Göttergattin eines steinreichen Professors der Pharmazie, der gleichzeitig einen hohen Posten im größten Pharmakonzern der Umgebung innehat. Wegener und seine iranische Frau Yalda haben Bioreaktoren entwickelt, die es möglich machen sollten, Impfstoffe schneller herzustellen. Die Unterstützung, Philipp Zassenberg, hat im Gegenzug jedoch so gar keine Lust auf das "popelige Studentenkaff Marburg". Seine Frankfurter Überheblichkeit lässt er Momberger und sein Team spüren, aber die beiden raufen sich im Laufe der Zeit zusammen. Während ihrer Ermittlungen erfahren sie u.a., dass Frau Dr. Wegener nicht nur federführend bei der wissenschaftlichen Arbeit war, sondern auch eine Affäre mit einer Kollegin hatte. Außerdem hat sie aktiv versucht, etwas gegen den Rechtsdruck in der Stadt zu unternehmen und wurde dafür von Marburger Burschenschaften bedroht… Das war ein schöner und leichter Krimi ganz nach meinem Geschmack: spannend, unterhaltsam und mit viel Lokalkolorit. Viele Orte, an denen die Kommissare waren, kannte ich noch aus meiner guten alten Studentenzeit😍 Der schlagfertige Ermittler aus Frankfurt und der Griesgram aus Marburg gaben ein herrliches Paar ab und ich musste zeitweise wirklich lachen. Der lockere Schreibstil hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Es hat richtig Spaß gemacht, diesen Krimi zu lesen und dabei in Marburger Erinnerungen zu schwelgen.

Tod in Marburg
Tod in Marburgby Felix ScholzEmons Verlag