
Ein spannender, gut recherchierter.und interessanter Krimi im Mittelalter mit starker Protagonistin.
Mystisch liegt es da, das Örtchen Schiltach im Schwarzwald im Jahr 1344, umgeben von dichtem Wald und der Kinzig. Kaum zu glauben, dass in diesem Städtle, in dem man einander kennt, etwas Böses passieren kann. Und doch hat die Kräutersammlerin Johanna noch nicht den Schrecken des letzten Jahres verarbeitet, als ein neues Unheil das Örtchen ereilt: Die junge Magd der Schankwirtschaft »Zum Hirschen« wird ermordet aufgefunden. Doch damit nicht genug: Den Schankwirt plagen von da an nächtliche Geräusche, die ihn zutiefst verstören und vom Schlafen abhalten. Hilfesuchend wendet er sich an Johanna, die sich nach dem letzten Mal eigentlich aus allem Verdächtigen raushalten möchte. Doch der Spuk geht weiter, bald glauben die Leute, dass der Beelzebub im Wirtshaus haust. Als selbst der Exorzismus des Pfarrers keine Linderung bringt, sieht die neugierige Johanna keine andere Möglichkeit, als sich selbst auf die Suche nach des Rätsels Lösung zu machen. Mit tatkräftiger Unterstützung ihres Freundes Lukas. 🌲 Teil 2 der »Die Kräutersammlerin«-Reihe. Normalerweise lese ich Reihen ja von Anfang an, hier wusste ich nichts von Band 1. Was aber auch gar nicht schlimm war, der Krimi funktioniert perfekt für sich allein und hat mich nur neugieriger auf Teil 1 gemacht! Einen Krimi, der im Mittelalter spielt, hatte ich bisher auch noch nicht! Ich fand die Hintergründe gründlich recherchiert und die Geschichte sowohl unterhaltsam als auch informativ, hab tatsächlich was dazu gelernt. Der Mord steht nicht im Zentrum der Geschichte, sondern das Leben von Johanna. Was der Geschichte keinen Abbruch getan hat, im Gegenteil: Johanna ist eine faszinierende, junge Frau, die ihrer Zeit in Bezug auf Frauenrechte und Obrigkeitskritik angeht weit voraus ist! Ich hatte definitiv Spaß beim Lesen und bin in eine mystische, naturnahe, fremde Welt abgetaucht.
