Gesellschaftskritisch, aber …
Der Krimi baut auf einer reellen Gegebenheit auf. Am 9. Februar 1961 brannte das Hotel Kaltbad, 11 Menschen starben. Viel, viel später stirbt ein berühmter Anwalt bei einer nächtlichen Schlittenfahrt unweit des damaligen Brandortes. Mit der Zeit und über viele Umwegen wird ein Mord aufgedeckt, der mit dem Drama von 1961 zu tun hat. Dank den Rückblenden, die den Ermittlern verborgen sind, erahnt der Leser / die Leserin den Zusammenhang viel früher. Die Irrungen und privaten Probleme der Ermittler kosten mehreren Menschen das Leben. Der Stoff dieses Romans ist stark. Die Macht einer Familie, die durch ihr Verhalten damals wie heute den Tod vieler Menschen begünstigt hat, ist ein Superhintergrund. Aber die Erzählung ist schleppend, erklärt mehr als sie beschreibt. Für Götschi-Fans ist dieses Buch ein Muss. Für andere durchaus eine Option.
