
Eine spannende Geschichte aber nichts für zwischendurch. Zu Beginn lohnt es sich dranzubleiben. Für mich ist es zum Ende ein klares Lesehighlight, dass aber mit harten Themen nicht für zartbesaitete Leser geeignet ist.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar. Das hat meine Meinung natürlich nicht beeinflusst. Inhalt: Bis die Eltern verunglücken erlebt Monika eine schöne und unbeschwerte Kindheit. Das ändert sich als Monika zu ihrem Onkel kommt und von da an in der Metzgerei aushelfen muss. Nicht nur, dass sie harte Arbeit leisten muss, die eigentlich nicht für Kinder gedacht ist sondern sie erlebt ein unvorstellbar grausames Martyrium. Für den Moment ihrer Unabhängigkeit schwört Monerl Rache… Das Cover wirkt unschuldig, zusammen mit dem Klappentext hat man aber direkt den Eindruck, dass das Buch nicht so harmlos ist. Im übrigen hat der abgebildete Vogel eine Bedeutung in der Geschichte und das hat mir beim Lesen sehr gut gefallen. „Monerl“ von Angela L. Forster ist keine leichte Lektüre und sicher nicht für alle Thriller Leser geeignet. Zu Beginn habe ich mir mit dem Buch etwas schwer getan. Nicht nur die zum Teil grausamen Erlebnisse von Monerl bei ihren Stiefeltern waren für mich zu Beginn schwer auszuhalten. Auch wie die Autorin diesen durch den, zu Beginn sehr knappen und direkten Schreibstil noch unterstreicht hat mir den Einstieg etwas erschwert. Es hat sich für mich aber gelohnt dranzubleiben. Mit Beginn des Rachefeldzug von Monerl ändert sich nicht nur der Inhalt sondern auch der Schreibstil. Je weiter die Ausmaße des Missbrauch von Monerl aufgedeckt werden, umso grausamer wird auch die Geschichte. Gleichzeitig steigert die Autorin aber auch immer mehr die Spannung und das Tempo. Hatte ich zu Beginn noch Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, konnte ich das Buch ab der Mitte kaum noch weglegen. Das man in der Geschichte immer die Hintergründe der Taten versteht und Monerl die ganze Zeit in der Geschichte folgt tut der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil, ich war auf die Auflösung sehr gespannt. Und ich wurde bis zum Ende nicht enttäuscht. Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten und mit dem Showdown gelingt der Autorin ein spannendes und passendes Ende. Im Schlachthaus ist es warm. Auf zweien von fünf Edelstahltischen liegt das zerteilte Fleisch der drei geschlachteten Schweine. Vier Männer stehen dahinter. Ihre Kettenhandschuhe klackern, wenn sie sich bewegen, Schnitte setzen. „ Jungs, wir haben keinen weiteren dringenden Auftrag. Bringt das Fleisch, die kühl raucht, macht für heute Feierabend.“ die Männer starren ungläubig. „ Nun macht schon. Geht raus an die Luft. Ich erledige das Putzen.“ Monerl gestikuliert mit den Händen zu den Tischen, den Geräten, dem Fußboden, wo sich das Blut am Abflusssieb sammelt, ein schlürfendes Geräusch hinterlässt. ( Zitat aus „Monerl“ von Angela L. Forster, Seite 32) Nach und nach habe ich dabei auch Monerl immer besser kennengelernt und verstanden, die mir zu Beginn sehr leid getan hat, mit dem was sie erlebt. Dass Monerl dann ihr persönliches Glück mit einem Polizisten findet hat mir gut gefallen. Die Charaktere, insbesondere Monerl aber auch die Anderen, sind sehr detailreich dargestellt, so dass man ein gutes Bild von ihnen bekommt. Dabei hat mich nur die Wiederholung von Alexander Grafs, Monerls Mann, Spitzname im Lesefluss gestört. Fazit: „Monerl“ von Angela L. Forster ist eine spannende Geschichte aber nichts für zwischendurch. Zu Beginn lohnt es sich dranzubleiben. Für mich ist es zum Ende ein klares Lesehighlight, dass aber mit harten Themen nicht für zartbesaitete Leser geeignet ist. Von mir gibt es für diesen außergewöhnlichen Thriller


