Die Geschichte von Amelie und Nik war für mich eine lustige, humorvolle und manchmal unvorhersehbare Geschichte. Anfangs habe ich mich noch ein bisschen schwer getan mich in das Buch einzufinden. Das wurde nach einer gewissen Zeit immer besser.
Wie in jedem ihrer Sommerromane nimmt die Autorin den Leser mit an einen wunderbaren Urlaubs-Sehnsuchtsort. Dieses Mal geht es für den Leser in die Provence nach Cannes zu den Filmfestspielen. Hier will Amelie, die ehrenamtlich am Wochenende als Klinikclown arbeitet, einem jungen Patienten einen Wunsch erfüllen. Dieser wünscht sich nichts sehnlicher als ein Autogramm des Regisseurs Nick von Hohenstein. Nick wird jedoch ein paar Tage vor der Preisverleihung in einer recht pikanten Situation erwischt und hat somit ganz andere Probleme, als ein Autogrammwunsch. Doch da hat er nicht mit Amelie gerechnet, die hartnäckig an ihm dran bleibt und bald auch die Einzige ist, die ihm aus dem Schlamassel raus helfen kann. Das Cover des Romans könnte nicht schöner gestaltet sein. Die Farben unterstreichen die Vorstellung auf die Provence, die auch für seine wunderbaren Lavendelfelder bekannt ist. Ebenso schön ist die kleine Ente, die natürlich auch eine Rolle in der Geschichte spielt. Auf den ersten Blick handelt es sich hier um einen typischen, leichten Sommerroman, aber je weiter die Geschichte voran schreitet, desto mehr wird man auf ein sehr wichtiges, tiefgründiges Thema stoßen. Getragen wird die Geschichte, neben der Location, natürlich durch die tollen Charaktere. Amelie war mir sofort sympathisch und gerade auch ihre Kollegin Liselotte ist ein echtes Unikat. Mit Nick tat ich mich zu Beginn schwer, war er mir doch zu hochnäsig. Aber als dann ein toller Roadtrip durch die Provence startet, hat sich das schnell geändert und man fiebert richtig mit. Unterstützt wird das durch den flüssigen Schreibstil und so meint man bald mit den Figuren vor Ort zu sein. Viel zu schnell muss man dann aber doch Abschied nehmen von dieser wundervollen Geschichte. Nicht aber ohne noch ein paar Tränchen zu verdrücken. Eine kleine Info noch aber zu diesem Buch. 2017 erschien es bereits unter dem Titel “Mitternachtstango“. Ein Titel der zwar auch passend ist, aber mit der Neuauflage wurden, meiner Meinung nach, Cover und Titel passender zur Geschichte ausgewählt. Auch wenn der Titel bei einem kleinen Verlag erschienen ist, darf diese schöne Geschichte durch das Angebot der “großen“ Verlage nicht untergehen. Also unbedingt lesen!

