Martin Schäuble hat mit „Heldentage“ ein kurzweiliges Jugendbuch geschrieben, dass sowohl Tiefgang hat als auch mit einem Augenzwinkern daherkommt. Er nimmt uns mit in Situationen, die auf den ersten Blick schräg und von außen betrachtet amüsant wirken, man aber bei genauerem Hinsehen mitten ins Herz der heutigen Gesellschaft blickt. Das Buch ist wunderbar locker und witzig geschrieben. Schäuble hat ein fantastisches Gespür für Timing und Dialoge, sodass man oft grinsen muss. Doch gerade diese Leichtigkeit macht den Roman so besonders: Er schafft es, ernste und schwere Themen wie Handysucht, Essstörungen und Alkoholismus zu thematisieren, ohne dabei belehrend oder schwermütig zu wirken. Statt den moralischen Zeigefinger zu heben, lässt er uns mit seinen Charakteren mitfühlen. Man versteht die Probleme, während man gleichzeitig über die skurrilen Situationen stolpert. Es ist ein Buch über die Suche nach dem eigenen Heldenmut im ganz normalen Wahnsinn des Alltags. Eine packende, humorvolle und gleichzeitig tiefgründige Lektüre, die man in einem Rutsch durchliest. Absolute Kaufempfehlung für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen!

Bitte lasst das nicht in die Hände von Kindern!!!
. Bitte lasst das nicht in die Hände von Kindern!!! . Zuerst ein wirklich wahres Zitat, bevor ich all die negativen Punkte angehe: . "Das zeigen Fotos ja nie, wie es jemandem wirklich geht. Ich grinse auch immer nur ins Handy. Wenn irgendwann mal in ein paar Tausend Jahren jemand unsere Handys findet, dann wundert der sich garantiert: So lustig war das damals gewesen? Immer lachen sie, immer sind sie glücklich. Alles gut. Von wegen." . Also, jetzt: Bitte lasst das nicht in die Hände von Kindern!!! . Warum? Die Gründe findet ihr am Ende der Rezension, erkenntlich als Spoiler - solltet ihr es also selbst lesen wollen, vielleicht nicht lesen, aber vielleicht doch... das Buch finde ich nämlich ziemlich kritisch/problematisch! . Bis dorthin bleibt alles spoilerfrei: . Das Buch war eher ein naja-er Kurzroman als ein ganzes (preisgekröntes Jugend-)buch, u. a. durch die unnötig große Schrift... Das Buch hatte absolut gar keine Tiefe und alles in diesem Buch war total unlogisch! Außerdem sind die Kinder 15!!! Nicht verdammte 12!!!! So benehmen sie sich nämlich: durch ihre Handlungen, Gedanken und ihre Unwissenheit! Ja, ich hab das Buch an einem Abend gelesen, aber dauerhaft meine Augen verdreht 🙄 Ich fand ja Tschick schon nicht gut, aber das!? Danke, dass ich das Buch rezensieren darf und bei LovelyBooks gewonnen habe, aber... das war wohl nix 🙄 . ⚠️ Jetzt zu meinem größten Kritikpunkt - Achtung Spoiler: ⚠️ . Mayla hatte eine Essstörung. Diese wurde aber nie erwähnt. Nie vertieft. Niemand weiß über sie. Sie war da, aber ohne je mit einem Wort genannt zu werden - in einem Jugendbuch für 12 Jährige völlig falsch!!! Nicht mal am Ende eine Anmerkung vom Autor. Diejenigen, die die Triggerwarnung nicht lesen, wahrscheinlich oft 12-Jährige, checken das vielleicht gar nicht. Hallo? Das kann man nicht einfach so lari fari einbauen, vor allem nicht bei einem so jungen Publikum! Wer weiß, was 12 Jährige daraus mitnehmen werden, wenn sie es nicht checken!!!! Ich bin ziemlich wütend. Ja. Das geht so einfach nicht. Er hat sich nicht informiert, einfach ein Klischee eingebaut! Nichts erklärt, nichts erzählt, kein Hintergrund, keine Tiefe, kein Verständnis für Mayla! Und natürlich ist wieder die essgestört, die eine tote Mutter, einen alkoholsüchtigen, obdachlosen Vater und eine so schlimme Vergangenheit hat. Können es nicht mal "normalere/durchschnittliche" Menschen sein!? Ach ja und auf einmal nach 2 Tagen mit den Jungs "probiert sie wieder ein wenig!?" Klar. Dass das Thema Essstörung so lieblos hingeklatscht wurde, dann auch noch so unvorsichtig bei einem Jugendbuch und ohne nachfolgende Erklärung, find ich wirklich schlimm. Bitte legt das nicht in die Hände von Kindern. Das Buch sollte nicht so in die Welt, Bitte!
Die drei Jugendlichen Nilo, Faris und Mayla starten in Heldentage mit einem doch recht krassen Szenario: Nilo landet nach einem Streit mit seiner Mutter in einer psychiatrischen Klinik, trifft dort Faris (mit ganz ähnlicher Problematik) und die geheimnisvolle Mayla. Gemeinsam brechen sie aus – und erleben eine Art Roadtrip, der sie herausfordert, in Bewegung bringt und verändert. Der Erzählstil ist sehr direkt und zugänglich – kurze Kapitel, lebendige Dialoge, eine Sprache, die Jugendliche erreicht. Das macht das Buch rasch lesbar und lässt einen „mitfahren“. Das Thema Spielsucht/Handysucht bei Jugendlichen wird aufgegriffen – bei Nilo und Faris etwa – und mit dem Thema psychischer Belastung / Klinikaufenthalt bei Mayla kombiniert. Die Freundschaft zwischen den drei wird zum zentralen Element: Wie sie sich gegenseitig stützen, sich öffnen und unterwegs mehr über sich selbst lernen. Und trotz der ernsten Themen: Es gibt Leichtigkeit, Abenteuer – die Flucht, der Roadtrip-Aspekt geben dem Ganzen einen „Heldenreise“-Ton, der Hoffnung vermittelt. Zwischendrin wirkte die Handlung auf mich eher konstruiert und alles hat geklappt wie sich das Mayla ausgedacht hat. Für ein Jugenbuch ist das vielleicht in Ordnung, doch für mich hätte das eine oder andere Motiv noch etwas tiefer ausgearbeitet sein können. Besonders bei der Figur Mayla hätte ich mir mehr Hintergrund gewünscht. Einige Fragen bleiben am Ende offen. Das kann bewusst so gewollt sein, bietet aber Potenzial, das nicht voll ausgeschöpft wurde. Heldentage ist ein sehr gelungenes Jugendbuch ab etwa 12 Jahren – spannend, emotional, mit Mutmach-Charakter. Wer sich gern auf drei junge Protagonist:innen einlässt und eine Mischung aus Abenteuer und ernstem Hintergrund mag, wird hier gut unterhalten und auch berührt werden.
Zu schnell
Ich mag den Schreibstil, die Story und die Figuren, aber die Handlung bleibt seltsam oberflächlich und rast an einem vorbei. Jede der Begegnungen der drei hätte deutlich mehr Tiefe vertragen, und es wäre auch ganz schön gewesen zu erfahren, ob sie am Ende verstanden haben, dass die Welt dauerhaft mehr zu bieten hat als Handyspiele. Gegen die ich nichts habe, aber wenn sie zur Sucht werden, wird es halt problematisch. Mehr Text auf den Seiten und mehr Substanz hätte dem Buch gut getan, auch wenn sich der Stil dann hätte verändern müssen.
Schöner Roadtrip
Eine Geschichte über drei Freunde, die Mut macht ! Ein Buch über einen Neuanfang der sehr bewegt! Die perfekte Lektüre für Teenies, ich als Erwachsene fand es ab und zu etwas zu einfach und leicht geschrieben. Das Ende kam mir etwas zu schnell und wurde mir zu abrupt „abgehandelt“… Ich hätte gern noch mehr über Mayla, ihre Geschichte und Beweggründe erfahren! Es blieben zu viele Fragen unbeantwortet! Dennoch hab ich das Buch gern gelesen! Mir fehlte nur etwas mehr Tiefgang und vllt noch ein wenig mehr Therapie und Zeit in der Klinik! Alles in allem kurzweilig und lesenswert!




