Triggerwarnungen: Psychische Gewalt gegen Kinder, Mobbing Eigentlich ist dieses Buch über weite Strecken vor allem ein Beispiel dafür, wie furchtbar Menschen sein können, auch die eigene Familie. Norys Vater will von Beginn an nicht wirklich etwas mit ihr zu tun haben und als sie mit ihrer besonderen Magie durch die Prüfung an seiner Schule rasselt, schiebt er sie zu einer Verwandten ab, die sie seit Jahren nicht gesehen hat und verbietet seinen älteren Kindern den Kontakt zu ihr. Die widersetzen sich ihrem Vater zwar, halten Nory aber nur dazu an, doch gefälligst zu versuchen, normal zu werden. Akzeptanz oder Liebe? Fehlanzeige. Und auch in der neuen Schule wird Nory nicht nur von den 'normalen' Kids gehasst, sondern über weite Strecken auch von denen, die eigentlich genauso sind, wie sie, nur, weil ihr ein magisches Missgeschick passiert ist. So wirklich eingreifen und verletzliche Kinder schützen (und Norys Vater das Sorgerecht wegnehmen) tut keiner. Aber eine spannende Allegorie zu Behinderung. Auch, dass die Gruppe getrennt von den 'normalen' Kindern bleibt. Zwar lernen sie, für einander einzustehen, aber Inklusion findet nicht statt. Das ist der Kritikpunkt, den ich an dem Ganzen habe, ansonsten ist die Geschichte schön zu lesen. Aber die sozialen Aspekte hätten mehr angesprochen werden müssen.
23. Sept.Sep 23, 2022
Murks-Magie – Das verflixte Klassen-Schlamasselby Sarah MlynowskiFischer Sauerländer
