Verherrlicht meiner Meinung nach die DDR zu sehr.
Ursula Weidenfeld schreibt in ihrem Vorwort, dass sie die Geschichte des doppelten Deutschlands von vorne erzählen möchte, weil es sie stört, dass in der Geschichtsschreibung die DDR immer als gescheiterter Staat dargestellt wird und der Anfang immer direkt mit dem Ende verknüpft wird. Das fand ich einen spannenden Ansatz, bei dem ich mich gefreut hatte, den zu lesen, allerdings hat mich das Buch dann gar nicht abgeholt. Ich fand häufig, dass es gab mir zu wenig neue Infos, sehr oberflächlich war alles gehalten und mir wurde die DDR sehr verherrlicht. Häufig fehlte eine klare Benennung der Umstände, die Stasi wurde häufig nur am Rande erwähnt, wie die eigene Bevölkerung ausgespäht wurde, fiel viel zu häufig unter den Tisch. Auch dass die DDR systematisch und häufig ohne das Wissen der Sportler*innen gedopt hat, kam mir deutlich zu kurz. Ich kann das Buch nicht weiterempfehlen, es gibt deutlich bessere Literatur, wenn man sich für die deutsch-deutsche Geschichte interessiert.
