
🤸🏻♀️⛴️ Sprachlich genial & inhaltlich belanglos.
"»Eine Phantasie hat das Kind gehabt!«, sagte meine Mutter auch oft, und es klang so, als wäre meine Phantasie etwas wie Locken, was ich als Kind wohl auch gehabt habe. Als würde sich Phantasie mit der Zeit glätten. Dann wird die Phantasie gebürstet, und Zöpfe werden geflochten, so lange, bis die Phantasie ordentlich am Kopf anliegt." Vorab: Ich wusste vor dem Kauf des Buches nicht, dass dies eine Fortsetzung von "Mädchenmeute" ist und hätte dieses gerne vorher gelesen. Denn ohne das Hintergrundwissen war ich anfangs doch manchmal etwas verwirrt, weil einiges ohne Einordnung noch einmal erwähnt wird und die Personen nicht wirklich vorgestellt werden. "Mädchenmeuterei" soll ein Abenteuer werden – mit dem Hilferuf einer Freundin am Anfang, dem wilden Plan, sie per Schiff zu retten und dann... geschieht wenig und das meiste löst sich irgendwie in Wohlgefallen auf. Die Bildsprache von Kirsten Fuchs hat mir sehr gut gefallen, auch wenn manche Dialoge auch irgendwie in der Belanglosigkeit versinken. Ich mochte auch die Protagonistin Charlotte sehr. Aber leider besteht ein Großteil der Handlung irgendwann daraus, dass Mädchen in einer Kabine sitzen und warten und das vermeintliche Abenteuer verpufft am Ende. Auch wäre das Ganze in der Realität kaum so harmlos ausgegangen... aber es ist eben ein Jugendbuch. Viel Freude gemacht haben mir dafür so manche kluge Fragen, die ganz simpel daherkommen, aber eigentlich komplexe Antworten erfordern. "1679 Container fallen durchschnittlich jedes Jahr ins Meer, stand unter einem Foto. Was ist in diesen Containern drin? Wann kommt das raus? Wann kommt das hoch?"


