Nett, leicht und schnell gelesen, aber flach und ohne großen Nachhall.
✨ „Magic Embers“ von Helen Harper ⭐ 3,0/5 Sterne | zehntes Buch des Jahres Das Buch ist genau das, was es sein will: leichter, unkomplizierter Urban-Fantasy-Zeitvertreib. Kein Anspruch auf Tiefe, keine großen Emotionen, kein literarischer Aha-Moment. Und das ist grundsätzlich auch okay. Man merkt allerdings, dass ich die vorherigen Teile schon länger her gelesen habe. Vieles fühlte sich vertraut, aber auch ziemlich beliebig an. Die Geschichte ist stellenweise sehr flach und teilweise auch unrealistisch selbst innerhalb ihrer eigenen Logik. Klar, das Genre darf das, aber hier war es mir an manchen Punkten einfach zu egal und zu wenig ausgearbeitet. Der Kriminalfall war solide, aber weder besonders spannend noch überraschend. Die Sidestory hatte Potenzial, blieb aber genau das: Potenzial. Da hätte man mit wenig Aufwand deutlich mehr draus machen können. Stattdessen rauscht alles recht zügig vorbei, ohne wirklich hängen zu bleiben. Die vielen Charaktere sind grundsätzlich ganz witzig, aber so zahlreich, dass man sie kaum auseinanderhalten kann. Das hat mich hier nicht groß gestört, weil das Buch auch gar nicht verlangt, emotional tief einzusteigen. Es lebt eher vom Tempo als von Bindung. Unterm Strich: ein Buch, das man gut nebenbei lesen oder hören kann, wenn man Stress hat und nichts Anspruchsvolles will. Es hat meine Erwartungen erfüllt, aber auch nicht mehr als das. Kein Highlight, kein Reinfall, einfach solide Genre-Kost zum Wegsnacken.



