
Sie lacht, und ich fühle mich wie ein Kind, dass das schwerste Spiel auf dem Jahrmarkt gewonnen hat. Und genau das macht Lucie so gefährlich - jedes Mal, wenn sie lacht, will ich derjenige sein, der für dieses Lächeln verantwortlich ist. Ich will das Jahrmarktsspiel gewinnen, obwohl der Preis etwas ist, das ich nicht werde behalten können.
The Summer I Saved You hat mir insgesamt wirklich gut gefallen, vor allem, weil sich die Geschichte sehr realistisch angefühlt hat. Besonders stark fand ich den Umgang mit den Kindern. Sie waren nicht idealisiert oder „zu brav“, sondern genau so geschrieben, wie Kinder eben sind – laut, emotional, fordernd und gleichzeitig unglaublich berührend. Gerade das hat die Geschichte für mich sehr authentisch gemacht. Am meisten mitgefiebert habe ich definitiv mit Henry. Für ihn habe ich extrem viel Mitleid empfunden, und ich habe mir beim Lesen so sehr gewünscht, dass er endlich ein bisschen Leichtigkeit und Sicherheit bekommt. Auch Calebs Backstory fand ich unglaublich traurig. Ich habe bei ihm sehr viel Empathie gespürt und konnte seine innere Zerrissenheit gut nachvollziehen. Auch Lucie konnte mich emotional erreichen. Dass sie aus einer so toxischen und schlimmen Beziehung mit ihrem Ex-Mann kommt, wurde sehr eindrücklich dargestellt. Gleichzeitig hatte ich mit einem Punkt aber ein kleines Problem: die Überschneidung der Scheidungen. Dass die beiden sich schon näherkommen, obwohl bei beiden die Scheidung noch nicht offiziell durch war – und man bei ihm nicht einmal wusste, ob seine Ex-Frau die Papiere überhaupt erhalten hatte – war für mich eine Grauzone, die sich etwas komisch angefühlt hat. Im Mittelteil war mir außerdem recht viel Spice, was für mich persönlich ein bisschen too much war und die emotionalen Aspekte zeitweise überlagert hat. Trotzdem mochte ich die Geschichte insgesamt sehr. Sie liest sich leicht, flüssig und eignet sich perfekt für zwischendurch. Ich war relativ schnell durch und hatte durchgehend das Gefühl, gut unterhalten zu werden. Für mich war dieser Teil auf jeden Fall stärker als der erste Band und eine schöne, emotionale Geschichte mit kleinen Schwächen, aber viel Herz.




























