Liebe, Wahnsinn und FBI-Terror in einem Buch? Danielle Lori hat kurz die Kontrolle verloren. 🤝
„The Maddest Obsession“ ist der zweite Band der Made-Trilogie von Danielle Lori und definitiv ein Buch, das bei mir gleichzeitig Begeisterung und Frustration ausgelöst hat. Die Geschichte ist in zwei Teile aufgeteilt. Teil eins spielt in der Vergangenheit und zeigt über mehrere Jahre hinweg die ständigen Zusammenstöße zwischen Gianna und Christian. Teil zwei läuft in der Gegenwart weiter und überschneidet sich teilweise sogar zeitlich mit Band eins. Insgesamt begleiten wir die beiden über acht Jahre hinweg, was der Beziehung eine intensive Entwicklung gibt, auch wenn sie sich manchmal angefühlt hat wie eine emotional beschädigte Staffel einer Crime-Serie mit zu viel Spannung und zu wenig Therapie. 🤡 Gianna ist wirklich die Definition einer Mafiafrau. Gefangen in einer lieblosen Ehe mit einem älteren Mann, reduziert auf Status, Nachkommen und gutes Aussehen. Ihr Alltag wirkt leer, monoton und erdrückend, weshalb ihre Eskapaden irgendwann fast nachvollziehbarer waren als die Entscheidungen sämtlicher Männer in diesem Buch. Durch diese Situationen trifft sie immer wieder auf FBI-Agent Christian, der anfangs ehrlich gesagt einfach nur wie ein komplettes Arschloch wirkte. Ich wusste lange nicht, ob das noch Enemies to Lovers war oder einfach nur emotionale Körperverletzung mit Blickkontakt. 🤣 Mit jedem Kapitel aus seiner Sicht wurde er allerdings greifbarer. Man versteht irgendwann, dass Christian nie gelernt hat, normal mit Menschen umzugehen. Gefühle? Kennt er nur vom Hörensagen. Sozialkompetenz? Wahrscheinlich auf einer geheimen FBI-Liste verschwunden. Trotzdem bin ich bis zum Schluss nicht komplett warm mit ihm geworden, auch wenn ich ihn deutlich besser verstanden habe. Das absolute Highlight waren aber die Wortgefechte zwischen den beiden. Sie schenken sich absolut nichts und genau das hat die Dynamik getragen. Emotional hat mich die Geschichte allerdings deutlich weniger berührt als Band eins. Die sexuelle Spannung war definitiv vorhanden, teilweise absurd intensiv sogar, aber die emotionale Nähe kam bei mir erst sehr spät an. Viele Beweggründe wurden erst kurz vor Schluss richtig erklärt, wodurch die Distanz zwischen mir und den Charakteren irgendwie die ganze Zeit bestehen blieb. Ich bin mir deshalb bis heute nicht sicher, ob ich manches einfach nicht vollständig gefühlt habe oder ob der Band emotional tatsächlich schwächer war als sein Vorgänger. Trotzdem hatte das Buch diesen Sog, bei dem man gleichzeitig genervt ist, weiterlesen will und innerlich schon akzeptiert, dass diese Menschen dringend professionelle Hilfe brauchen. 😭 Am Ende hatte ich trotzdem Spaß mit der Geschichte und freue mich definitiv auf Band drei. Ich bin jetzt schon gespannt, wem Danielle Lori als Nächstes psychologische Probleme und eine gefährlich attraktive Love Interest schenkt.



























































