
„**Pike – Er wird sich rächen**“ war für mich leider nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte. Die Story rund um Pike, einen abgebrühten Auftragskiller, und Mickey, die ahnungslos in sein Leben tritt, klang zu Beginn vielversprechend. T.M. Frazier hat wie immer einen fesselnden Schreibstil, der mich an die Seiten gekettet hat. Ihre Fähigkeit, interessante, außergewöhnliche Charaktere zu erschaffen, ist unbestritten. Pike, der mit seiner dunklen Vergangenheit kämpft, und Mickey, die für ihn zur unerwarteten Ablenkung wird, hätten eine spannende Dynamik bilden können. Doch leider hat mich die Umsetzung dieses Mal nicht ganz überzeugt. Was mich gestört hat, war die Zerrissenheit von Pike, die für mich zu wenig greifbar war. Während er zwischen Rache und seinen Gefühlen für Mickey schwankt, hat es mich nicht ganz erreicht, wie sehr er innerlich kämpft. Die Entwicklung zwischen den beiden wirkte auf mich eher flach und nicht so packend, wie es bei anderen Büchern von T.M. Frazier der Fall war. Auch die Beziehung zwischen Pike und Mickey hatte für mich zu wenig Tiefe – ihre Verbindung fühlte sich oft eher wie eine willkürliche, vorgegebene Romanze an, die in den Plot eingewoben wurde, statt sich organisch zu entwickeln. Die Handlung war anfangs noch spannend, aber der Fokus auf die Rachegeschichte und die wiederkehrenden Konflikte waren nicht immer fesselnd genug, um mein Interesse durchgehend hochzuhalten. Besonders gegen Ende hin hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte etwas den Fokus verlor und eher in Klischees abrutschte. Natürlich hat T.M. Frazier auch hier einige großartige Momente – die Spannung war da, und die emotionalen Höhen und Tiefen waren nicht schlecht – aber insgesamt konnte mich der Band nicht so packen. Vielleicht liegt es an den Erwartungen, die nach der King-Reihe so hoch waren. Fazit: Es ist kein schlechtes Buch, aber es hat mich nicht vollkommen überzeugt. Die Charaktere sind interessant, aber die Geschichte kommt nicht ganz an die Tiefe heran. Wer Frazier-Fan ist, sollte trotzdem mal reinschauen, aber für mich war es nicht das Highlight.





