Den dritten Teil dieser Reihe kann man zwar unabhängig von den anderen beiden Büchern lesen, schöner ist es aber, wenn man die ersten beiden Bände auch kennt. Ich glaube, dass fällt es leichter die Atmosphäre aufzufangen. Die bunte, selbstbewusste Kaya ist als stellvertretende Küchenchefin unterfordert. Wenn es nach ihr geht, könnte sie den Laden alleine schmeißen. Aber leider wurde ihr der arrogante und grimmige Chefkoch Wyatt vor die Nase gesetzt. Da kann es passieren, dass schon mal die Fetzen fliegen, oder gilt auch hier: Was sich neckt, das liebt sicht? Rachel Higginson bleibt dem Küchen-Thema auch im dritten Teil treu. Und wie immer schreibt sie sehr authentisch und man merkt, dass sie weiß wovon sie schreibt. Die Charakteren ähneln sehr den Pärchen aus den anderen Büchern der Reihe. Das fand ich ein wenig schade, weil ein bisschen Abwechslung der Reihe auch mal gut getan hätte. Trotzdem unterhalten die Geschichten von Rachel Higginson von der ersten bis zur letzten Seite. Die Romane sind Feel-Good-Stories. Ich liebe die harmonischen, frechen, lustigen Momente die Rachel Higginson erschafft.
Ich werde versuchen, das Ganze hier spoilerfrei zu halten, für alle, die das Buch noch lesen möchten. Ich hab als erstes “the opposite of you” gelesen. Momentan sind lovers to enemies mit Küchenchefs mein absoluter Sweetspot. Dann hats mich zu “the problem with him” weitergeführt. Ich muss gestehen, dass ich den dritten Band der Reihe nicht gelesen hab, was aber daran liegt, dass meine… Neugierde zu Ezra nicht sonderlich groß ist, aber das ist in Ordnung. Ich mag ihn trotzdem. Jetzt aber zum Buch zurück: Kaya war mir von Anfang an sehr sympatisch, obwohl mir ihre “Ausraster” bzw. Kommentare sehr unpassend vorkamen. Je mehr ich aber drüber nachgedacht habe, lag es daran, dass ich mich noch mehr an sie gewöhnen musste und dass vieles davon einfach ein Abwehrmechanismus war. Das widerrum kenn ich von mir selbst gut und bin ein bisschen geschockt wieso ich so lange gebraucht hab, das zu kapieren xD Auf jeden Fall liebe ich das Setting, die Story, wie sich alles zwischen ihr und Wyatt entwickelt und sich alles irgendwie findet. Auch zu sehen wie Kaya in dem Buch noch weiter wächst und an ihre Ziele kommt, ist einfach toll. Für mich hätte das Buch -theoretisch- ohne Probleme 5 Sterne kriegen können. Es gab nur drei Dinge, über die ich nicht hinweg sehen kann und die mein Ranking dementsprechend beeinflussen: 1. Lesefluss. Der wurde bei mir oft gestört, weil es einige Passagen gab, die sehr komisch geschrieben waren, dass ich sie mehrmals lesen musste, um zu verstehen, was da steht. Das hat aber nicht immer geklappt. Ich vermute stark, dass es sich hier um diverse Übersetzungsfehler gehandelt hat, es gab Sprichwörter, die plötzlichen keinen Sinn mehr gemacht haben, manchmal haben Worte in einem Satz gefehlt. Fand ich sehr schade. 2. Wyatt. Nicht falsch verstehen, ich mag den Charakter sehr. Ich hatte meine Schwierigkeiten, ihn mit dem Wyatt in Verbindung zu bringen, den wir bei “the opposite of you” kennengelernt haben. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Buch um Ezra nicht gelesen habe, was ja eigentlich Teil 2 gewesen wäre. Vielleicht fehlt mir ein Übergang, das ist gut möglich. Fände ich aber auch sehr schade, wenn es so wäre, immerhin sind die Bücher ja in sich abgeschlossen. Ich hätte mir noch etwas mehr Einblick in Wyatt als Charakter gewünscht, es kam mir ein bisschen zu oberflächlich vor wie wir ihn kennengelernt haben. 3. Kayas Mutter. Ja, jedes Buch braucht so den kleinen Gegenspieler, der versucht, den Hauptcharakter aufzuhalten, ihn zurückhalten will und einfach ein ganz anderes Bild und Vorstellungrn von ihrem Leben hat. Bis dahin, absolut okay, das perfekte Maß an Drama und Unsicherheit. Aber -Achtung, kleiner Spoiler an der Stelle- was mich dann im Nachgang angekotzt hat, war die Versöhnung am Ende. Es ging nie um Nolan sondern nur drum, dass sie glücklich ist? Sorry, aber alles was die Mutter von sich gegeben hat, klang definitiv nicht danach. Zumal sie, wenn ich das nicht falsch im Kopf hab, auch wusste, was zwischen Kaya & Nolan vorgefallen ist, also wie kann sie das mit Glück für ihre Tochter gleichsetzen? Die Begründung fand ich einfach sehr fadenscheinig und als hätte man nur was gesucht, um das Verhältnis am Ende vom Buch doch noch zu kitten.
Nicht meins
Also, Band 1 und 2 waren ja noch ganz nett. Mehr als nett aber wirklich nicht. Band 3 der "Opposites"-Reihe ist nicht mal mehr das. Unsere Heldin Kaya...was soll ich sagen? Sie nervt. Und dann ist das alles auch noch aus ihrer Ich-Perspektive geschrieben, bedeutet: Sie nervt noch mehr. Und das ist eigentlich schade, denn Wyatt fand ich super, auch in den ersten Bänden als er am Rande auftauchte. Von ihm hätte ich gern mehr erfahren, aber nein, es geht immer nur darum, was mit Kaya ist. Sie hat ja soooo lange Arbeitszeiten (haben andere auch), aber es ist ja ihr absoluter Traumjob (ist es für andere auch), ihre Rouladen sind die perfektesten Rouladen, die die Welt je gesehen hat (hat wohl noch nie Omas Rouladen probiert!), sie ist die einzige, die in dem Laden gut kochen kann, alle anderen Mitarbeiter kannste knicken. Nur sie legt wert aufs Putzen der Küche, alle anderen sind faul. Nur Kaya hat neben beruflichen Dingen auch mit privaten Sachen zu kämpfen, alle anderen legen immer nur die Füße hoch. In ihrem Universum dreht sich alles nur um sie. Arme, perfekte, egoistische Kaya. Und Wyatt? Tja, wen interessiert schon die männliche Hauptfigur? Wen interessiert, dass sie ihn angelogen hat? Hauptsache, sie bekommt den Job als Restaurantchefin (jammert den ganzen Tag über die Arbeitszeiten, will aber noch mehr arbeiten - wie soll denn da eine Beziehung funktionieren?). Entweder Kaya jammert über ihre Müdigkeit oder beschwert sich über andere - das ist die eine Hälfte des Buches. In der anderen Hälfte werden quasi seitenlang Speisen beschrieben, denn schließlich befinden wir uns ja im besten Restaurant des Landes (kein Wunder, die Super-Köchin Kaya arbeitet dort). Keine Ahnung, wie oft ich lesen musste, dass der Spargel perfekt oder der Fisch auf den Punkt gegart ist. Witzig finde ich ja, dass Rachel Higginson in ihren Danksagungen als allererstes immer Gott dankt. Hat der ein Kochbuch geschrieben? Vielleicht kann er uns Tipps für die perfekt gebratene Ente geben? Aber vielleicht gibt er Frau Higginson erstmal Tipps, wie man zumindest halbwegs brauchbare Liebesromane schreibt.
Eeeeendlich habe ich es beendet
Mein Dank geht an den LYX-Verlag und NetGalley für die kostenlose Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Zum Inhalt Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten - und doch perfekt füreinander sind ... Kaya Swift hat die Nase voll von Männern - zumindest von einem: Wyatt Shaw, arrogant, genial und heiß wie die Sünde. Außerdem, als Chefkoch im "Lilou", ihr Boss. Es darf nicht sein, dass ein Blick oder ein Lächeln von ihm ihr Herz schneller schlagen lassen. Denn Kaya hat nur ein Ziel: Sie will ihr eigenes Sternerestaurant! Und um das zu erreichen, kann sie keine Ablenkung in Form atemberaubender Küsse und heimlicher Berührungen gebrauchen ... Meine Meinung: Dank des tollen Schreibstils, der flüssig und locker-leicht ist, habe ich sofort in die Story hineingefunden. Die Protagonisten sind äußerst sympathisch und authentisch. Ich konnte mich gut in beide hineinversetzen, besonders in Kaya, da sie diejenige ist, die uns die Geschichte erzählt. Dadurch sind ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen bestens nachzuvollziehen und nachzuempfinden. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, wenn Wyatt zu Wort gekommen wäre. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht, die beiden bei ihrer Geschichte zu begleiten. Die Story besticht durch witzige Dialoge, Erotik, Leidenschaft und vor allen Dingen, die Bildhaftigkeit. Ich hatte stellenweise das Gefühl, live beim Geschehen dabei zu sein. Fazit: Eine überaus unterhaltsame Lovestory, die ich sehr gerne weiterempfehle.






