Ein Roadtrip über den Wolken. Humorvoll, sexy und mit einem männlichen Protagonisten zum Verlieben.
Für mich ist „One More Kiss“ der bisher stärkste Band der Reihe. Die Geschichte ist weniger ein klassischer Erotikroman, sondern vielmehr eine zuckersüße, erfrischende Liebesgeschichte mit einer herrlich verrückten Idee: einem Roadtrip durch verschiedene Länder, der am Flughafen beginnt. Der Schreibstil des Autorenduos ist gewohnt großartig und zieht einen sofort ins Geschehen, wobei besonders die vielen Beatles-Referenzen für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen. Der männliche Protagonist Carter ist schlichtweg genial. Hinter der Fassade des charmanten, frechen „Bad Boy“-Piloten verbirgt sich ein unglaublich gütiger und aufmerksamer Mann. Ob beim Bingo-Abend mit Senioren oder durch sein selbstloses Engagement, Carter ist ein absolutes Unikat, in das ich mich sofort verguckt habe. Mit der weiblichen Hauptfigur Kendall wurde ich hingegen nicht ganz warm. Ihre Unentschlossenheit bezüglich des bizarren Testaments ihres Großvaters und ihre Tendenz, bei Problemen einfach sang- und klanglos wegzulaufen, machten sie für mich schwer greifbar. Dennoch hat mich die Liebesgeschichte der beiden tief berührt. Die erotischen Szenen sind geschmackvoll und leidenschaftlich in die Handlung integriert, ohne aufdringlich zu wirken. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich der lange Zeitsprung gegen Ende, nach dem alles etwas zu schnell ging. Dafür hat mich der amüsante Gastauftritt von Chase (und der Ziege!) aus Band 1 absolut versöhnt. Insgesamt ist es ein hochemotionaler Roman über Entscheidungen, Aufrichtigkeit und die Botschaft, Menschen nicht für ihre Vergangenheit zu verurteilen. Eine perfekte Flucht aus dem Alltag! Hintergrundinfos Vi Keeland und Penelope Ward sind das "Dream-Team" der New-Adult-Literatur. Sie haben bereits zahlreiche Bestseller gemeinsam verfasst und sind bekannt für ihre Mischung aus Humor und tiefer Emotion. Die Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Das Buch spielt mit dem "Stranger-to-Lovers"-Motiv und dem Reiz des Unbekannten. Es thematisiert zudem die Zerreißprobe zwischen materiellem Erbe und dem persönlichen Glück. Der Originaltitel deutet bereits auf das "Cocky Hero"-Thema hin, das in diesem Genre sehr beliebt ist: ein männlicher Protagonist, der sehr von sich überzeugt ist, aber einen weichen Kern hat.




















