26. Apr.
Rating:4

„Schatten über dem Karwendel“ ist Band 3 der Berg-Trilogie von Friederike Schmöe. Die vorherigen Teile kenne ich zwar nicht, aber dieser Band lässt sich problemlos unabhängig lesen. Die Schreibweise der Autorin ist beklemmend authentisch und greift ein sehr aktuelles Thema auf. Unerträgliche Hitze liegt über einem Campingplatz am See im Karwendelgebirge. Nur noch wenige Dauercamper sind vor Ort, und Betreiberin Mira fürchtet zunehmend um ihre Existenz. Der See ist fast ausgetrocknet, Tigermücken breiten sich aus, und die Luft ist vom Saharastaub getrübt – eine bedrückende Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht. Als ein Paar aus München mit seinem Wohnmobil anreist, kippt die Stimmung endgültig. Der Mann wirkt kontrollierend und seltsam, während seine Frau zunehmend eingeschüchtert erscheint. Kurz darauf verschwindet plötzlich Dauercamper Kurt für einige Tage, ohne ein Wort zu sagen. Gleichzeitig spitzt sich die Wetterlage weiter zu: In vielen Regionen herrscht bereits akute Wasserknappheit. Am Campingplatz gibt es zwar noch Wasser, doch die Situation wird zunehmend bedrohlich… Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, vor allem wegen des hochaktuellen Themas Klimawandel und der dichten, beklemmenden Atmosphäre. Das Ende war mir jedoch etwas zu abrupt – für meinen Geschmack bleiben einige Fragen offen, was mich ein wenig gestört hat. Dennoch ist die Geschichte an sich wirklich gelungen. Am besten bildet ihr euch eure eigene Meinung 📖✨

Schatten über dem Karwendel
Schatten über dem Karwendelby Friederike SchmöeGmeiner-Verlag