15. Mai
Rating:5

Ein Buch, das einem Gänsehaut vor Ehrfurcht macht

Wow. Einfach wow. Für mich war dieses Buch ein absolutes Must Read. Das Matterhorn, mein heiß geliebter und absoluter Lieblingsberg. Bergsteigen, etwas, das ich total bewundere. Und dann noch dazu im 19. Jahrhundert, als es keinerlei wirkliche Hilfsmittel gab. Was für Leistungen das damals waren, unfassbar. Lucy Walker, eine wahnsinnig beeindruckende Frau, ebenso wie ihre Eltern und ihr Bruder. Und Melchior Anderegg, ihr Bergführer, Freund und neben den Bergen ihre geheime große Liebe. Dieses Buch hat mir so Gänsehaut beschert und ich habe jedes Wort gefühlt. Welche Freiheit in den Bergen herrscht - auch heute noch. Berge sind und bleiben mein Wohlfühlort. Und das Matterhorn ist die Königin der Berge. Zermatt und das Matterhorn und die Sehnsucht nach den Gipfeln. Noch mal: was für eine krasse Leistung damals. Und dann auch noch als Frau im Rock. Wahnsinn. Dieses Buch hat viel mit mir gemacht. Eine ganz große Leseempfehlung.

Die Gipfelstürmerin
Die Gipfelstürmerinby Andrea GüntherGmeiner-Verlag
18. Jan.
Rating:5

Sie sprengt die Ketten der Gesellschaft

Als Tochter und Schwester begeisterter Bergsteiger fährt Lucy zusammen mit der Familie alljährlich in die Schweiz. Als sie auf die Idee kommt, doch auch mal mit auf Berge zu steigen erfährt sie starke Unterstützung von ihrem Vater. Obwohl es zur damaligen Zeit sehr unschicklich für Damen der gehobenen Gesellschaft ist, sich körperlich zu ertüchtigen, erklettert Lucy zusammen mit Vater Frank, Bruder Horace und dem erfahrenen Bergführer Melchior Anderegg einen Gipfel nach dem anderen. Nur das Matterhorn gilt als unbezwingbar. Doch auch davon lässt sich Lucy nicht aufhalten und ist die erste Frau auf diesem besonderen Gipfel. Für ihren Bergführer hegt sie starke Gefühle, doch dieser ist verheiratet. Trotz dessen verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft und ein großes Vertrauensverhältnis. Dieser Roman ist eine Hommage an die fast vergessene Lucy Walker, die erste Frau auf dem Matterhorn und noch vielen anderen Gipfeln, Wegbereiterin für Frauen in den Bergen. Eine Dame die die Ketten, die ihr die Gesellschaft auferlegt, sprengt und doch Dame bleibt. Und auch den Bergführer Anderegg, dem nie die gebührende Beachtung geschenkt wurde, ist der doch "nur" ein Dienstbote gewesen. Die Autorin schreibt bildhaft und zugleich nüchtern. Wie ein steiniger Berg und die grandiose Aussicht. Das eine schließt das andere nicht aus.

Die Gipfelstürmerin
Die Gipfelstürmerinby Andrea GüntherGmeiner-Verlag
10. Okt.
Rating:3.5

Lucy Walkers will das Matterhorn besteigen – eines Berges, der im 19. Jahrhundert noch als unbezwingbar galt. Doch Lucy muss nicht nur den schwierigen Aufstieg meistern, sondern auch gegen gesellschaftliche Konventionen ankämpfen. Frauen sollen den Haushalt führen, nett lächeln, aber auf keinen Fall in die Berge gehen. Sie reist mit ihren Eltern Frank und Jane und ihrem Bruder Horace jeden Sommer in die Schweizer Alpen. Während ihre Mutter im Tal bleibt, zieht es Lucy schon bald mit Vater und Bruder auf Gipfel und Pässe. Der Anblick der Berge lässt ihr Herz höherschlagen, vor allem das Matterhorn. Und so möchte sie unbedingt die erste Frau auf diesem Berg werden. Dass Lucy Walker tatsächlich oben steht , verrät bereits der Untertitel "Lucy Walker, die erste Frau am Matterhorn" am Cover des Buches. Das Buch ist nicht langweilig, aber manche Längen sind unnötig. Es zeigt, wie schwierig die Stellung der Frau war, wie schwierig es für Frauen war, nicht zu heiraten. Der Roman ist vermutlich nicht immer authentisch, aber die Autorin schreibt selbst, dass es eben ein Roman ist. Er hat mich unterhalten und ich habe viel gelernt.

Die Gipfelstürmerin
Die Gipfelstürmerinby Andrea GüntherGmeiner-Verlag