14. Mai
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Rating:3

DIE ZERSPLITTERTE KRONE ist der vierte Band der Schlangenkriegsaga im grossen Riftwaruniversum von Raymond Feist. Wie immer habe ich das Buch in den zwei deutschen Teilbänden gelesen. Dies war nun ein relativ würdiger Abschluss, dieser für uns eher schwierigen Unterreihe. Wir erleben hier natürlich das Ende der Schlangenkriege und wie der Titel schon verrät, entzweien sich die Menschen im Laufe dieser Geschichte. Wir sehen große politische Unruhen und dieser Part der Auseinandersetzungen hat uns auch am meisten Freude gemacht. Mit Patrick bleibt nun ein recht unsympathischer König zurück und das ist Teil des ganzen Problems dieser Schlangenkriegsaga. Wir hatten es hier immer wieder mit Protagonisten zu tun, die wir nicht mochten. Und so war auch mein Mitfiebern mit den Charakteren hier sehr begrenzt. So richtig blöd und störend fand ich den Umstand, dass Feist hier den Charakteren der jungen Generation die gleichen Namen unserer Helden aus der ersten Reihe verpasst hat. Das mag historisch so richtig sein. Früher wurde das genauso gehandhabt. Wir kennen die lange Kette der Heinriche und Williams. Aber in einem Fantasyuniversum ist es einfach nur störend, weil man als Leser permament durcheinandergerät. Und genauso ging es mir. Die Frage zu klären, mit welchem Arutha ich es nochmal zu tun habe, hat mich immer wieder rausgebracht und mich auch mehr und mehr verärgert. Fazit: Die Schlangenkrieg Saga hätte es aus unserer Sicht nicht gebraucht und wir werden nun vorerst eine längere Pause im Riftwar Universum einlegen.

Die Schlangenkrieg-Saga 4
Die Schlangenkrieg-Saga 4by Raymond FeistBlanvalet
11. Mai
Rating:3

Insgesamt war diese Unterreihe etwas enttäuschend.

"Solange wir nicht tot sind, können wir immerfort etwas verlieren. Darin besteht die Ironie des Lebens. Nichts währt ewig." "Die zersplitterte Krone" ist der vierte Band von Raymond E. Feist Midkemia Unterreihe der Schlangenkrieg-Saga. In den alten Taschenbuchausgaben wurde dieser Band aufgeteilt in "Die zersprungene Krone" und "Der Schatten der schwarzen Königin". Bisher waren meine Buddyread-Partnerin und ich von dieser Unterreihe nicht ganz so begeistert und so stehen wir nun am Ende mit vielen Fragen bezüglich einiger Entscheidungen des Autors da. Dazu aber später mehr. Zuerst zum Inhalt: Nachdem sich die Midkemianer bis nach Düstermoor zurückziehen mussten, müssen nun neue Kräfte mobilisiert, neue Truppen ausgehoben und Bündnisse gestärkt werden, um Krondor zurückzuerobern. Spione werden ebenso entsendet wie Truppen, denn auch der Feind hat seine Verbündeten und jedes Körnchen Wissen, könnte das Zünglein an der Waage sein ... "Es ist verführerisch, sich selbst für mächtig zu halten, wenn alle in deiner Umgebung über geringere Kräfte verfügen. Mit den simplen Tatsachen der Existenz, mit der Urgewalt des Lebens und seines Durchhaltevermögens verglichen, sind wir alle nichts." Wie eingangs bereits erwähnt, hat uns auch der letzte Band nicht so richtig begeistern können. In diesem vierten Band haben wir plötzlich neue Hauptcharaktere, die wir zwar schon kennen, die sich bisher allerdings nur als Randfiguren bewegt haben. Das hat uns etwas irritiert und wir hadern auch mit dieser Entscheidung von Feist, ob das so eine gute Idee war. Bisher war es in jeder Unterreihe so, dass wir zwei bis vier Hauptprotagonisten hatten, um die sich diese Story dreht, diese vierte Unterreihe bricht mit dieser Gewohnheit und wir finden, dass das dieser Reihe gar nicht gut tat. Der nächste Punkt, der uns etwas gestört hat, war das Finale. Hier wurde im Vorfeld eine große Spannung aufgebaut mit einigen Scharmützeln und so lief alles folgerichtig auf die finale Schlacht zu. Doch dieses großangekündigte Feuerwerk verpuffte dann zu einem kleinen Funken. Diese finale Schlacht um Krondor, war viel zu schnell erzählt und nahm nicht mehr Raum ein, als die Kämpfe zuvor. Natürlich war nicht alles schlecht. Die politischen Spielereien waren schön zu lesen und einige der Charaktere haben eine tolle Entwicklung gemacht. Allerdings so richtig ans Herz wachsen konnte uns keiner, eben weil Feist hier ständig die Hauptprotas wechselte. Besonders gern mochten wir am Ende Pugs Move, der den unsympathischen Prinzen Patrick auf den Pott setzte. Allerdings fanden wir auch hier, das Feist die Angelegenheit zu schnell abhandelte. Hier war Potenziel für viel mehr Emotionen, die Feist jedoch verschenkt hat. Rückblickend auf die Schlangenkrieg-Saga finden wir nicht, dass sie einen Mehrwert für die Midkemia-Reihe hat. Wir finden sie überflüssig und gehen, gerade auch im Hinblick darauf, dass Patrick künftig die Geschicke des Reiches lenken wird, eher unbefriedigt und enttäuscht aus der Reihe raus. Für uns endet die Reise durch Midkemia erst einmal. Wir werden sehen, ob wir nach einer Pause nochmal zurückkehren werden. "Die Vergangenheit, sagte er, kann für dich zu einer Fessel werden, zu einer nicht zu sprengenden Kette. Du schleppst sie mit dir herum, schaust ständig über die Schulter und fragst dich, was dich bloß immer festhält. Wenn du sie loslässt, kannst du dich vorwärts bewegen." Übersetzt von Andreas Helweg

Die Schlangenkrieg-Saga 4
Die Schlangenkrieg-Saga 4by Raymond FeistBlanvalet